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Kommentar: Wie viele Updates sind dem Nutzer zumutbar?

Montag Facebook Messenger, Dienstag WhatsApp, am Mittwoch irgendein tolles Spiel, am Donnerstag Gmail, Hangouts und viele weitere Google-Apps, am Freitag noch einmal Facebook. Fast täglich grüßt das Google-Play-Murmeltier mit der immer gleichen Meldung: „Es gibt Updates..“. Das nervt!

Updates sind eigentlich eine tolle Sache. Sie korrigieren Fehler, bauen unter Umständen neue Funktionen ein und sorgen für mehr Sicherheit. Langsam aber sicher frage ich mich hingegen: wo bleibt die Qualität, wo die Qualitätskontrolle? Der Facebook Messenger hatte in den vergangen 10 Tagen geschätzt 8 Updates erhalten, auch Google bringt praktisch jede Woche ein Update für seine Apps und viele andere App-Anbieter tun es diesen Firmen gleich und bringen Update um Update.

„Updates werden total überschätzt, einmal im Monat reicht vollständig. Wer möchte denn bitte jede Woche alle Apps aktualisieren?“

Mir als Nutzer bringen diese Updates meistens nichts außer Datentraffic. Der Play Store verbrauchte auf meinem OnePlus X in den vergangenen 20 Tagen über 1,2 GByte an Daten. Dabei habe ich kaum neue Apps installiert, das meiste sind Updates. Und dann kommen ja auch noch weitere Geräte hinzu, schließlich will das Tablet auch versorgt sein.

Praktisch täglich meldet sich der Play Store mit irgendwelchen Updates.
Praktisch täglich meldet sich der Play Store mit irgendwelchen Updates.

Ich finde, diese Updates sind für mich als Nutzer zu 90 Prozent überflüssig. Es gibt kaum kritische Sicherheitslücken, die auch aktiv ausgenutzt werden und die meisten Entwickler scheren sich zudem einen Deut ums Changelog. Wenn ich eh nicht weiß, was in der neuen Version jetzt verbessert wurde, dann kann Google von mir aus komplett aufs Update verzichten. Oder ich winke einfach alles blind durch, stelle bei allen Apps die automatischen Updates ein. Ist es vielleicht das, was Google mit den vielen Updates bezweckt, dass man sie irgendwann einfach durchwinkt?

Google geht mit schlechtem Beispiel voraus. Zu den meisten Updates gibt es nur einen generischen Changelog-Eintrag.
Google geht mit schlechtem Beispiel voraus. Zu den meisten Updates gibt es nur einen generischen Changelog-Eintrag.

Aus meiner Erfahrung kümmern sich die wenigsten Nutzer um Updates und spielen höchstens mal eines ein, wenn eine App überhaupt nicht mehr funktioniert. Die Update-Inflation leistet ihren eigenen Teil dazu. Auch Versionsupdates werden total überbewertet. Ich bin mir sicher, die Mehrheit aller Samsung-Nutzer hätte am liebsten nie ein Update auf Android 5 erhalten, KitKat war doch prima. Oder vielleicht doch nicht?

„Google geht mit schlechtem Beispiel voran und gibt nur allgemeine Angaben zu den Neuerungen an.“

Wie hältst du es mit den App-Updates? Installierst du alle brav, wenn ein Hinweis dazu erscheint, oder hast du den Play Store bereits auf automatische Updates umgestellt, damit du dich darum nicht kümmern musst? Und findest du, dass die vielen Updates zu besseren Apps beitragen oder im Gegenteil die Entwickler eher dazu verleiten, ihre Apps noch früher und noch unfertiger in den Play Store zu stellen?

Also ich für meinen Part habe die vielen Updates satt und spiele nur noch dann Updates ein, wenn es ein vernünftiges Changelog gibt. Sortiert wird dabei weiterhin von Hand. Denn schließlich soll das Update mir etwas bringen, nicht l’art pour l’art sein…


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