4. Juli 2022
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Kleine Tipps mit großer Wirkung

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks und Apps, die das Arbeiten und Spielen mit Ihrem Android-Gerät einfacher und angenehmer machen oder einfach nur cool sind.

Entsperrmuster ausblenden


Die Bildschirmsperre ist die erste Hürde, die jeder potenzielle Dieb überwinden muss, und daher sollte sie so sicher wie möglich sein. Android stuft das Entsperrmuster als "mittel-schwierig" zu knacken ein, was als erster Schutz ausreichen sollte. Ärgerlich ist jedoch, dass das Muster beim Zeichnen angezeigt wird. Da reicht ein Blick über Ihre Schulter, und schon ist das Muster mit einem Blick erkannt.

Abbildung 1: Deaktivieren Sie in den Einstellungen sicherheitshalber die Anzeige des Entsperrmusters.
Abbildung 1: Deaktivieren Sie in den Einstellungen sicherheitshalber die Anzeige des Entsperrmusters.

Um das zu verhindern, sollten Sie die Sichtbarkeit des Musters ausschalten. Das ist schnell erledigt: Einfach in den Einstellungen unter Sicherheit den Haken bei Muster sichtbar machen entfernen. Danach wird das Muster nicht mehr abgebildet, wenn Sie es mit dem Finger auf das Display zeichnen. Anfangs fehlt zwar das visuelle Feedback, doch daran haben Sie sich nach ein paar Mal Entsperren des Android-Geräts gewöhnt. Und sicherer ist diese Methode auf jeden Fall.

Homescreens organisieren


Homescreens muss man bändigen, sonst nehmen sie schnell überhand. Hat man mehr als drei Homescreens, fällt die Übersicht schwer. Ständig fragt man sich, auf welcher Seite man ist oder entdeckt doppelte Verknüpfungen und Widgets. Hier gilt es also, ein wenig aufzuräumen und Ordnung zu machen. Viele Launcher – nicht aber der Standard-Launcher eines Nexus-Geräts – bieten daher einen Übersichtsmodus.

Abbildung 2: Die Homescreens lassen sich intuitiv per Drag-and-drop hin- und herschieben.
Abbildung 2: Die Homescreens lassen sich intuitiv per Drag-and-drop hin- und herschieben.

Sie verschaffen sich einen schnellen Überblick, indem Sie die Hometaste gedrückt halten oder die Bildschirmansicht per Pinch-to-zoom-Geste zusammenziehen. Dann sehen Sie alle Homescreens in Miniaturansicht mitsamt Verknüpfungen und Widgets. Hier können Sie die Homescreens nun löschen oder arrangieren, und vor allem haben Sie in dieser Ansicht den Überblick.

Synchronisierungseinstellungen konfigurieren


Fast jeder Android-Nutzer kennt das: Man gibt sein E-Mail-Konto an, dann natürlich noch das Google-Konto, falls dieses vom ersten abweichen sollte, und darüber hinaus mehrere Konten verschiedener sozialer Netzwerke. Kommen dann noch weitere E-Mail-Konten hinzu, ist das Chaos perfekt: Der Kalender ist voll, die Kontaktliste ebenfalls, und viele Apps wie zum Beispiel Google Keep arbeiten mit mehreren Konten, sodass man gelegentlich Notizen mit dem falschen Konto benutzt.

Abbildung 3: Deaktivieren Sie in den Einstellungen alles, was nicht synchronisiert werden soll.
Abbildung 3: Deaktivieren Sie in den Einstellungen alles, was nicht synchronisiert werden soll.

Das muss nicht sein, und deshalb ist es empfehlenswert, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um die einzelnen Synchronisierungsoptionen festzulegen. In den Einstellungen lässt sich im Abschnitt Konto jedes einzelne Konto auswählen. Dann kann man in den Sync-Einstellungen Haken bei den Diensten setzen, die man synchronisieren will. Jetzt können Sie genau festlegen, welche Kalender, Notiz-Apps und E-Mail-Dienste Sie überhaupt nutzen wollen. Das sorgt für Ordnung auf dem Android-Gerät und schont den Akku.

Kontakte auf dem Homescreen ablegen


Jeder hat mindestens einen Kontakt, den er besonders oft anruft oder dem er häufig schreibt. Warum also nicht eine Verknüpfung für diese Person direkt auf den Homescreen legen? Das ist ganz einfach: In der Kontakte-App können Sie beim ausgewählten Kontakt die Option Auf Startbildschirm platzieren oder ähnlich auswählen. Dann landet das Profilbild als Icon auf dem Startbildschirm.

Abbildung 4: Für jeden Kontakt besteht die Möglichkeit, ihn auf dem Startbildschirm zu platzieren.
Abbildung 4: Für jeden Kontakt besteht die Möglichkeit, ihn auf dem Startbildschirm zu platzieren.

Abbildung 5: Statt des Profilbilds kann man auch die Icons des Betriebssystems wählen.
Abbildung 5: Statt des Profilbilds kann man auch die Icons des Betriebssystems wählen.

Zugegebenermaßen sieht ein Gesicht auf dem Homescreen zwischen all den Google-Icons etwas seltsam aus. Eine Lösung besteht darin, das Icon gedrückt zu halten, dann auf Bearbeiten zu klicken und im daraufhin angezeigten Dialog das Profilbild anzuklicken. Nun können Sie statt des Profilbilds ein anderes Foto – oder noch besser: ein passendes Icon – für die Verknüpfung auswählen.

Aufnahmen zu Google+ sichern


Selbst wenn Sie Google+ nicht benutzen, können Sie beim Einrichten der App den Foto-Upload aktivieren. Fortan werden alle Fotos in ihr Google-Konto hochgeladen. Keine Angst, die Bilder werden nicht automatisch mit anderen Personen oder Kreisen geteilt. Sie finden all Ihre Bilder fein nach Datum sortiert in den Abschnitten "Highlights" und "Fotos", doch in keinem Album. Wenn Sie alle hochgeladenen Bilder sehen wollen, schauen Sie einfach unter dem Reiter "Mehr" nach, dort gibt es einen Eintrag "Automatische Sicherung", in dem all Ihre Bilder landen, die vom Android-Gerät hochgeladen wurden.

Abbildung 6: Legen Sie in den Einstellungen von Google+ fest, wann Bilder gesichert werden sollen.
Abbildung 6: Legen Sie in den Einstellungen von Google+ fest, wann Bilder gesichert werden sollen.

Abbildung 7: Auf Google+ schauen Sie sich ganz bequem Ihre hochgeladenen Bilder am PC an.
Abbildung 7: Auf Google+ schauen Sie sich ganz bequem Ihre hochgeladenen Bilder am PC an.

Sie können den Upload in den Einstellungen von Google+ so einrichten, dass er entweder nur bei bestehender WLAN-Verbindung oder auch sofort über das Mobilfunknetz aktiviert wird. Letzteres belastet natürlich Ihren Mobiltarif, doch wenn Sie eine Flatrate mit genügend hohem Datenlimit haben, sollten ein paar Fotos pro Tag kein Problem darstellen. Aufpassen müssen Sie nur bei großen Videodateien.

Rabatt beim Gutscheinkauf


iOS-Nutzer kennen es schon, mit der Einführung der Google-Play-Gutscheinkarten kommen jetzt auch Android-User in den Genuss von Rabattaktionen: Bekannte Elektronikhäuser wie Saturn und Media Markt, aber auch viele Supermarktketten wie Rewe, Kaisers, netto und real haben Geschenkgutscheine von Google Play im Programm und bieten immer wieder Rabatte an.

Meist handelt es sich dabei um 20 Prozent, sodass man beim Kauf einer Karte im Wert von 25 Euro nur 20 Euro zahlt, bei einer 50-Euro-Karte spart man sogar ganze 10 Euro! Es lohnt sich also, Prospekte nach Angeboten durchzusehen oder noch besser regelmäßig auf www.android-user.de nach Ankündigungen solcher Aktionen Ausschau zu halten.

E-Mail einsehen, ohne Gerät zu entsperren


Es ist nicht immer ganz einfach, unter Android eine Vorschau einer empfangenen E-Mail im Sperrbildschirm einzurichten. Wer dafür kein extra Widget oder zusätzliche App installieren will, kann das ab Android 4.2 auch ganz einfach regeln. Mit einem aktuellen Android haben Sie nämlich die Möglichkeit, Widgets auf dem Sperrbildschirm zu aktivieren.

Abbildung 8: Seit Android 4.2 können Sie sogar verschiedene Widgets auf dem Lockscreen einrichten.
Abbildung 8: Seit Android 4.2 können Sie sogar verschiedene Widgets auf dem Lockscreen einrichten.

Dazu schalten Sie Ihr Handy an und schieben, noch bevor Sie die PIN oder das Passwort eingeben, den Bildschirm nach rechts, sodass sich ein rechteckiges Fenster mit einem Pluszeichen in der Mitte auftut. Um das E-Mail-Widget platzieren zu können, geben Sie Ihre Entsperr-PIN ein, wählen das entsprechende Widget aus und geben dann noch an, welchen Ordner Sie sehen möchten – das sollte sinnvollerweise der Posteingangsordner sein.

Abbildung 9: Mit dem E-Mail-Widget sehen Sie Ihre neuesten Mails, ohne das Handy zu entsperren.
Abbildung 9: Mit dem E-Mail-Widget sehen Sie Ihre neuesten Mails, ohne das Handy zu entsperren.

Wenn Sie nun bei der nächsten Gelegenheit einen kurzen Blick auf den E-Mail-Eingang werfen wollen, müssen Sie das Gerät nur aus dem Standby wecken und den Bildschirm nach rechts schieben, schon sehen Sie im Widget, wer Ihnen eine E-Mail geschrieben hat und erkennen den Betreff sowie die ersten Wörter der E-Mail. Und das alles, obwohl das Gerät gesperrt bleibt.

Verknüpfung zu Aktivitäten erstellen


Aktivitäten sind Bildschirme oder Funktionen innerhalb einer App. Mit Hilfe von Launchern wie dem Nova Launcher [1] kann man eine Verknüpfung auf dem Homescreen erstellen, die direkt zu einer solchen Aktivität führt. Das ist dann sinnvoll, wenn Sie eine bestimmte Funktion einer App regelmäßig benutzen und nicht jedes Mal innerhalb der App dorthin navigieren wollen.

Im Falle von Nova Launcher halten Sie dazu den Finger auf dem Homescreen gedrückt, tippen auf Verknüpfungen und dann in der Liste ganz oben auf Aktivitäten. Daraufhin öffnet sich eine Liste mit installierten Apps und einem Reiter jeweils links neben dem Namen, der die einzelnen Aktivitäten der Apps sichtbar macht.

Abbildung 10: Die Verknüpfungen vom Nova Launcher können als praktische Shortcuts nützlich sein.
Abbildung 10: Die Verknüpfungen vom Nova Launcher können als praktische Shortcuts nützlich sein.

Bedenken Sie aber, dass dieses Vorgehen in vielen Fällen weder sinnvoll ist noch funktioniert. Nur weil eine App wie etwa Amazon Kindle die Aktivität "UpgradePage" auflistet, versteckt sich dahinter noch lange keine nützliche Funktion. In diesem Fall ist es die Synchronisation mit dem Internet.

Nützlicher sind Verknüpfungen zur Navigation innerhalb von Google Maps, eine Verknüpfung zu Ihren Playlisten bei Google Play Music oder das Starten des Fotoeditors, der sich als Aktivität der Fotogalerie versteckt.

Apps deaktivieren


Viele Android-Geräte kommen mit vorinstallierten Apps daher, die man gar nicht haben will. System-Apps sind eine Sache, doch viel nerviger sind Apps wie Lieferheld, MyTaxi oder HRS Hotels. Nichts gegen die Anwendungen an sich, doch solche vorinstallierten Anwendungen erinnern fast schon an PCs von Dell oder Acer, die standardmäßig mit Programmen zugepflastert sind. Das Ärgerliche: Oft lässt sich diese Crapware nicht deinstallieren.

Abbildung 11: Crapware kann oft nicht gelöscht werden, deaktiviert ist sie aber nicht mehr sichtbar.
Abbildung 11: Crapware kann oft nicht gelöscht werden, deaktiviert ist sie aber nicht mehr sichtbar.

Trotzdem lassen sich ungewünschte Apps deaktivieren: Rufen Sie dazu in den Einstellungen den Anwendungsmanager oder Apps auf. Suchen Sie sich hier nun eine App heraus, dort können Sie meist rechts oben auf Deaktivieren tippen. Die App verschwindet damit auch aus dem App Drawer! Wenn Sie die App wieder aktivieren wollen, müssen Sie erneut den Anwendungsmanager öffnen und dort im Reiter "Alle" die betreffende App wieder aktivieren.

Google Soundsearch


Google Soundsearch ist eine prima Sache: Dieser Dienst macht den Apps Soundhound und Shazam Konkurrenz und funktioniert in der Praxis sehr überzeugend. Einfach die App runterladen [2] und dann starten, wenn man Musik hört, bei der man wissen will, von wem sie stammt. Man kann die App auch über ein Widget starten, und das sogar im Sperrbildschirm.

Abbildung 12: Drücken Sie in der Spracherkennung von Google Now auf das blaue Notensymbol.
Abbildung 12: Drücken Sie in der Spracherkennung von Google Now auf das blaue Notensymbol.

Abbildung 13: Der erkannte Musiktitel wird von Google zum Kauf angeboten. Clever, Google!
Abbildung 13: Der erkannte Musiktitel wird von Google zum Kauf angeboten. Clever, Google!

Es geht aber noch einfacher, und das wissen nur Wenige: Es genügt, wenn Sie Google Now öffnen und auf das Mikrofon für die Spracheingabe tippen. Das geht sogar schneller, wenn Sie das Mikrofonsymbol in der Google-Suchleiste auf dem Homescreen drücken. Der Dienst erkennt dabei automatisch, dass keine Spracheingabe erfolgt, sondern Musik abgespielt wird. Sie müssen dann aber noch auf das Notensymbol tippen, damit die Musikerkennung startet.

Tastaturhänger vermeiden


Beim Tippen auf der Android-Tastatur unter Jelly Bean kommt es scheinbar immer wieder zu Performanceeinbrüchen und Hängern: Gedrückte Buchstaben bleiben stehen, nichts tut sich mehr. Der Grund hierfür liegt meist darin, dass man auf der Tastatur tippt, während gleichzeitig die Bewegungseingabe (auch als Gesture Typing oder Swypen bekannt) aktiviert ist. Normalerweise sollte das keinen Konflikt erzeugen, doch tippt man recht zügig, kann es passieren, dass die Tastatur immer dann anhält, wenn sie auf die nächste Wischbewegung wartet.

Abbildung 14: Bei aktivierter Bewegungseingabe kann es zu Konflikten während des Tippens kommen.
Abbildung 14: Bei aktivierter Bewegungseingabe kann es zu Konflikten während des Tippens kommen.

Also kein Grund zur Sorge, Ihr Android-Gerät leidet nicht unter Performanceschwächen. Schalten Sie entweder die Bewegungseingabe in den Tastatureinstellungen aus (Sprache & Eingabe | Regler-Icon neben Android-Tastatur drücken | Bewegungseingabe aktivieren deaktivieren) oder benutzen Sie sie konsequent, dann gibt es keinen Konflikt mehr.

App-Rechte einschränken (Android 4.3)


Unter Android 4.3 gibt es einen versteckten Rechtemanager, auch AppOps genannt. Damit lassen sich einzelne Rechte von Apps ein- oder ausschalten. Das Ändern solcher Einstellungen kann zu einem instabilen Android-System führen, weshalb Google das Feature wohl vorerst noch nicht zugänglich gemacht hat. Wer sich aber gut auskennt und das Risiko nicht scheut, der kann sich die Anwendung App Permission Manager AppOps [3] aus dem Google Play Store herunterladen.

Abbildung 15: Mit dem AppOps-Rechtemanager aus Android 4.3 lassen sich Apps Rechte entziehen.
Abbildung 15: Mit dem AppOps-Rechtemanager aus Android 4.3 lassen sich Apps Rechte entziehen.

Damit werden die Einstellungen der App-Rechte erreichbar. Aber Achtung: Sie sollten nicht einfach die Rechte von System-Apps auf bloßen Verdacht hin deaktivieren. Knöpfen Sie sich lieber die offensichtlichen Apps wie Spiele oder kleine Notiz-Apps vor, die auf Kontakte oder das Telefon zugreifen wollen.

Chrome im Vollbildmodus


Wer beim Surfen so wenig Platz wie möglich für das Interface des Browsers verschwenden möchte, der sollte sich den Chrome-Browser [4] anschauen. Chrome ist zwar kein Neuling mehr, doch wer den Browser in den letzten Monaten nicht genutzt hat, hat vermutlich ein Feature übersehen, das das Surfen im Netz noch angenehmer macht: einen automatischen Vollbildmodus.

Abbildung 16: Die Adresszeile und der Tab nehmen bei Google Chrome nicht viel Platz ein.
Abbildung 16: Die Adresszeile und der Tab nehmen bei Google Chrome nicht viel Platz ein.

Abbildung 17: Beim Scrollen auf der Seite entfernt Chrome inzwischen sogar die schmale Adressleiste.
Abbildung 17: Beim Scrollen auf der Seite entfernt Chrome inzwischen sogar die schmale Adressleiste.

Dieser funktioniert so: Scrollt man auf einer Webseite nach unten, wird die Adressleiste ausgeblendet und damit mehr Platz geschaffen. Die Adressleiste erscheint klugerweise wieder, sobald man nach oben zurück scrollt. Schauen Sie sich den Unterschied der beiden Ansichten einfach einmal im direkten Vergleich an!


Infos

  1. Nova Launcher: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.teslacoilsw.launcher
  2. Sound Search for Google Play: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.google.android.ears
  3. App Permission Manager AppOps: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.uniquedroid.apppermissionmanager
  4. Chrome-Browser: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.android.chrome

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