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Jawbone UP Fitnessarmband im Test

© Jawbone

Nach dem Smartphone halten nun auch immer mehr smarte Gadgets Einzug in unserem Leben. Besonders praktisch sind Sport-Armbänder, die unsere Bewegung nonstop aufzeichnen und ans Handy schicken. Wir stellen Ihnen das Jawbone UP vor und zeigen, ob sich der teure Preis bezahlt macht.

Die Breite an technischen Accessoires hat in den letzten Monaten massiv zugenommen: Google Glass, smarte Uhren, smarte Waagen und diverse weitere Gesundheitsartikel verbinden sich heutzutage mit dem Smartphone. Auch Sport- und Fitnessarmbänder möchten Sie bei Ihren täglichen Aufgaben unterstützen. Wir haben für diesen Artikel das Jawbone UP getestet und zeigen, ob es mehr als ein Lifestyleaccessoire ist.

Einfach schön

Das Jawbone UP [1] ist in vielen bunten Farben erhältlich. Schon beim Auspacken fällt das zurückhaltende, minimalistische Design auf, das durchaus zu gefallen weiß. Das Armband besteht aus TPU-Gummi [2] und fühlt sich gut an. Der benutzte TPU-Kunststoff ist laut Hersteller klinisch geprüft und schadet der Haut nicht. An der Verarbeitungsqualität gibt es nichts zu beanstanden und das Band trägt sich tagsüber wie auch nachtsüber bequem und stört selbst im Schlaf nicht. Mit der Zeit gewöhnt man sich komplett an den Fremdkörper und spürt ihn nicht mehr auf der Haut. Jawbone gibt für das Band eine Akkulaufzeit von 10 Tagen an. In unseren Tests kamen wir auf rund 7 Tage ohne Aufladung bei aktiver Nutzung, was durchaus ein guter Wert ist. Auch die Resistenz gegen Spritzwasser unterstreicht die Alltagstauglichkeit des Fitnessgerätes: Eine Dusche oder ein starker Regenschauer kann dem Up nichts anhaben. Es ist allerdings nicht komplett wasserdicht, weshalb der Hersteller davon abrät mit dem Jawbone UP schwimmen zu gehen.

Ein Knopf für alles

Das Hightech-Armband lässt sich über einen einzigen Knopf an der Unterseite steuern. So wechseln Sie zum Beispiel durch 3 Sekunden langes Halten des Knopfes zwischen dem Schlafmodus und dem Tagmodus. Alle Eingaben mittels des Buttons werden über ein haptisches Feedback des Vibrationsmotors bestätigt. Ein einmaliges, kurzes Drücken des Knopfes ruft die Statusanzeige hervor, die das Jawbone UP über eine integrierte LED realisiert.

Mit dem Armband alleine lässt sich allerdings nichts anfangen: Zur Auswertung und weiterführenden Verwendung des Jawbone UP ist die kostenfrei im Play Store erhältliche Jawbone-App [3] notwendig. Sie wertet die gesammelten Daten aus und stellt die Daten optisch ansprechend dar. Synchronisiert wird das Armband über den integrierten 3,5 mm Klinkenstecker, der sich unter der silbernen Kappe mit dem Jawbone-Schriftzug versteckt. Ziehen Sie einfach die Kappe ab und stecken Sie das Jawbone in den Audio-Eingang Ihres Smartphones.

Die App bietet umfangreiche Möglichkeiten, um Ihre Aktivitäten auszuwerten und sich Abläufe sowie Zusammenhänge darstellen zu lassen. Als Ansporn lassen sich Ziele festlegen (Goals), die einen täglich zu erreichenden Wert in Schritten und geschlafenen Stunden darstellen. Die erreichten Werte präsentiert Ihnen die Jawbone-App auf der Hauptseite in Form eines Balkendiagramms sehr hübsch. Auch zur Konfiguration des Gadgets nutzen Sie die App und übertragen die neuen Einstellungen dann durch eine Synchronisierung auf das Armband.

Abbildung 1: Auf einen Blick präsentiert die App den aktuellen Stand der gesetzten Ziele.
Abbildung 1: Auf einen Blick präsentiert die App den aktuellen Stand der gesetzten Ziele.

Möchten Sie wirklich Ihren kompletten Tagesablauf aus gesundheitlichen Gründen festhalten, bietet die Android-App zusätzlich die Möglichkeit, Mahlzeiten und zu sich genommene Getränke einzugeben und die Kalorienwerte in die Auswertung der App einfließen zu lassen. Diese Funktion sehen wir aber nicht als alltagstauglich an, denn mit der Zeit nervt die ständige Eingabe vor dem Essen. Die Datenbank an Speisen und Getränken ist außerdem nicht sehr umfangreich und nicht lokalisiert (Englisch, keine hier verbreiteten Produkte), was die Nutzung zusätzlich erschwert.

Abbildung 2: Die Funktion für die Kalorienangabe ist im Alltag nicht unbedingt praktikabel.
Abbildung 2: Die Funktion für die Kalorienangabe ist im Alltag nicht unbedingt praktikabel.

Praktischer Schlafmonitor

Zwei Feautures, die wir im aktiven Gebrauch sehr nützlich fanden sind die Funktion des sanften Weckens und die Teamfähigkeit des Armbandes in Verbindung mit der App. Wenn Ihre Freunde auch ein Up-Armband besitzen, können Sie sich austauschen und jeweils die Werte und Aktivitäten der anderen Sehen und bei Wunsch kommentieren. Der eingebaute Wecker ermöglicht als nettes Gimmick das sanfte und schlaue Erwachen. Geben Sie einen Zeitrahmen an, in dem Sie geweckt werden möchten, dann weckt das Sie das Jawbone Up zum besten Zeitpunkt, basiernd auf Ihrem aktuellen Schlafstatus. Dies erfolgt sanft durch den Vibrationsmotor im Band und ist deutlich angenehmer als ein piepsender, nervtötender Wecker.

Abbildung 3: Sich am Morgen die Statistik der vergangenen Nacht anzusehen, kann sehr aufschlussreich sein.
Abbildung 3: Sich am Morgen die Statistik der vergangenen Nacht anzusehen, kann sehr aufschlussreich sein.

Fazit

Das Jawbone Up erledigt seinen Job wirklich gut, wenn auch recht teuer: Aktuell kostet der smarte Begleiter knapp 130 Euro, dafür bietet Jawbone als einziges Band eine Schlafanalyse mit sanftem Wecker. Sich einen Überblick über den Status Quo zu machen, ist oft der beste Anfang, um seine Gesundheit zu verbessern: Auch hier leistet das Armband wirklich sehr gute Dienste. Das aktuell einzige große Manko – die fehlende deutsche Übersetzung der App – will der Hersteller schon bald ausbügeln.

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