22. September 2021
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iPhone-5-Vorstellung: Apple enttäuscht auf der ganzen Linie

Auch viele Android-Nutzer verfolgten heute via Internet die Vorstellung des neuen iPhones. Wird es Apple einmal mehr schaffen, neue Maßstäbe für Smartphones und Smartphone-Betriebssysteme zu setzen? Die Frage sei hier schon beantwortet: Apple enttäuschte.

Kein "One more thing", nicht einmal der Ansatz von "This changes everything, again" bei der heutigen Vorstellung des iPhone 5, und von iOS 6 sowie einer neuen iTunes-Version und neuer iPods. Die durchgesickerten Specs waren praktisch komplett richtig und selbst wenn bis heute niemand gewusst hätte, wie das neue iPhone aussehen wird und welche Spezifikationen es mitbringt, dürfte niemand so richtig vom Hocker gefallen sein bei dieser Präsentation.

Hier zunächst die Fakten: Das iPhone 5 besitzt einen 4-Zoll-Bildschirm mit einer Auflösung von ?1136 x 640 Pixeln. Die Pixeldichte ist somit etwas größer als bei den Amoled-Displays der Konkurrenz, die zwar in der Regel 1280×800 Pixel darstellen, aber dafür auf 4,6-Zoll oder mehr. Im Unterschied zur Konkurrenz hat Apple beim iPhone 5 aber auch den Formatfaktor geändert. Das neue Display ist also um keinen Millimeter breiter, sondern nur länger. Apps, die damit nicht klarkommen, zeigen deshalb oben und unten bzw. rechts und links im Querformat schwarze Balken an. Der verbaute A6-Prozessor, über den es heute keine weiteren Details gab, soll die doppelte Leistung des A5-Prozessors bringen. Ziemlich sicher handelt es sich dabei aber "nur" um einen Dualcore-Prozessor. Und das iPhone 5 unterstützt nun auch LTE in sehr vielen Ländern. Das war’s denn auch schon, weitere technische Neuerungen gibt es beim iPhone 5 nicht, mal abgesehen vom wirklich schönen und flachen Design in den bekannten zwei Farben und den neu gestalteten Ohrhörern, die zum Lieferumfang gehören.

Auch das neue iOS 6 hat auf den ersten Blick nichts wirklich neues zu bieten. Sämtliche bei der Präsentation genannten Punkte sind so oder sehr ähnlich auch schon in Android vorhanden. Zum Beispiel Sport-Resultate via Siri (Google Now läßt grüßen) oder das Versenden einer SMS, wenn man einen Anruf nicht entgegennehmen kann. Was bleibt ist die stupide Anordnung von viereckigen Icons mit abgerundeten Ecken auf dem Homescreen, der sich nicht anpassen lässt.

Ah, doch: da ist doch noch "one more thing", über das sich viele Apple-Nutzer aufregen dürften: der neue Dock-Connector, der jetzt idiotensicher ist, da er sich auch verkehrt rum einstecken lässt und zudem komplett digital arbeitet. Er macht ziemlich viele Accessoires, die man sich in den Jahren so gekauft hat unbrauchbar, so lange man nicht zum 29 Dollar teuren Adapter greift. Apple dürfte somit dank dieses Adapters an jedem neuen iPhone 5 auch noch zusätzliche 25 Dollar verdienen. 

Was fehlt

Wichtiger als die vorhandenen Spezifikationen sind vielleicht zwei Details, die dem iPhone 5 fehlen. Dazu gehört neben einem MicroUSB-Anschluss (man hätte den neuen Dock-Connector auch als MicroUSB gestalten können, um wenigstens die Ladefunktion zu gewährleisten) in erster Linie NFC. Apple hat wohl kaum aus technischen Gründen darauf verzichtet, sondern will sich wohl einfach ein eigenes Bezahlmodell sichern. Das zweite Manko des neuen iPhones ist die mangelnde Auswahl. Vier Zoll sind nun mal recht wenig — für die meisten Leute zu wenig, und knapp 700 Euro sind nun mal recht viel für eine Hardware, die sich zwar hinsichtlich Verarbeitung und Design positiv von der Konkurrenz abhebt, aber zu den gleichen Billigpreisen in den gleichen Fabriken hergestellt wird. Ganz schön dumm, wer da einen Mehrpreis von über 300 Euro bezahlt…

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