Start Aktuell IO16: Daydream – Google setzt auf starke Partner für Virtual Reality

IO16: Daydream – Google setzt auf starke Partner für Virtual Reality

Google bleibt seinem 5-Dollar-Cardboard treu und bringt keine eigene VR-Hardware auf den Markt. Stattdessen arbeitet man fieberhaft daran, möglichst viele Android-Smartphones VR ready zu machen und die entsprechenden Inhalte zu produzieren.

Google stellte gestern auf der Hausmesse Google I/O nicht das von vielen erwartete Android VR vor, sondern Daydream. Dabei handelt es sich um ein größeres Konzept, um möglichst vielen (Android-) Nutzern möglichst viele VR-Inhalte zur Verfügung zu stellen.

Die eigene Hardware-Lösung von Google für Virtual Reality lautet weiterhin Cardboard bzw. VR for everyone. Damit kontert Google geschickt gegen Facebook, das anno 2014 rund 2 Milliarden in den Kauf von Oculus und somit in die Technologie investiert hatte, aber bisher damit nicht wirklich erfolgreich war.

Daydream sieht weiterhin das Smartphone im Zentrum von VR als Consumer-Gerät. Hier gilt es aber die Lücke zu den wesentlich teureren Geräten von Samsung und Facebook zu schließen. Deshalb hat sich Google für einen Standard bzw. Minimum-Anforderungen entschlossen, die ein Smartphone-Hersteller erfüllen muss, damit seine Android-Geräte offiziell „Daydream ready“ sind.

Softwareseitig erfolgt dieser Schritt mit dem Wechsel auf Android N bzw. dem Update entsprechender aktuell verfügbarer Geräte auf Android N. Ab Herbst will Google deshalb mit einem günstigen Cardboard und einem entsprechenden Daydream-ready-Smartphone von Samsung, HTC, LG, Xiaomi, Huawei, ZTE, Asus und Alcatel eine ähnlich oder sogar gleich gute VR-Erfahrung bieten, wie die wesentlich teureren Brillen der Konkurrenz.

Um auch für den nötigen Ansporn bei den Benutzern zu sorgen, schafft man zugleich neue VR bzw. 360° Inhalte. So soll es einen eigenen Play Store geben, der sich via VR-Brille bedienen lässt und auch YouTube soll schon bald von allen Filmen (sic!) entsprechende VR-Versionen anbieten. Weitere Partner im Boot sind Netflix, Hulu, HBO und auch einige Spiele-Entwickler.

Was wird denn nun aus dem bisherigen Daydream, mag sich der erfahrene Android-Nutzer fragen. Ganz einfach: Die Funktion bekommt den Namen, der am besten dazu passt: Bildschirmschoner.

Unter Android N nennt sich Daydream bereits Bildschirmschoner, um Verwechslungen mit der neuen VR-Lösung "Daydream" zu vermeiden.
Unter Android N nennt sich Daydream bereits Bildschirmschoner, um Verwechslungen mit der neuen VR-Lösung „Daydream“ zu vermeiden.

Welche VR-Lösung siehst du zurzeit vorne? Nutzt du VR überhaupt aktiv? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

 

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