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Intel: Kritik an Mehrkern-Prozessoren

Laut Intel haben andere Chiphersteller ihre Mehrkern-Prozessoren nicht auf den Einsatz für Android optimiert. Anstatt dessen sollen Hardwarehersteller auf Single Core-Prozessoren des weltweit größten Prozessorherstellers setzen und die Konkurrenz ihre Entwürfe noch einmal überarbeiten.

Intel ist zwar weltweit die Nummer Eins unter den Prozessorherstellern, bis auf wenige Ausnahmen bis jetzt jedoch kaum auf dem Mobilgeräte-Markt vertreten. Um seinen Anspruch auf Marktanteile auch im Smartphone- und Tabletbereich zu untermauern, hat das Unternehmen nun Tests durchgeführt, aus denen hervorging, dass der zweite Kern in einem Dual Core-Chip eines anderen Herstellers (welcher, darüber schweigt sich Intel aus) zu einer Minderung der Prozessorleistung geführt hat. Das hängt laut Intel-Vertretern damit zusammen, dass das Aufteilen der verschiedenen Arbeitsschritte zwischen den beiden Kernen zuviel Zeit in Anspruch nimmt. Zudem äußerte Mike Bell, Chefmanager von Intels Mobil- und Kommunikationssparte, dass "Android momentan Mehrkern-Prozessoren nicht so effektiv nutzt, wie es theoretisch möglich wäre".

Ob sich Intels Argument auf Dauer als hieb- und stichfest erweist, sei dahingestellt — viele Benchmarks sprechen eine andere Sprache, wenn es um den Vergleich von Single- zu Dual Core- und Quad Core-Prozessoren geht. Es bleibt die vage Vermutung, dass es Intel bei seiner Kritik an Multicore-Prozessoren lediglich darum geht, seinen einkernigen Medfield-Prozessor gegen die starke Konkurrenz in Form von Nvidia, Qualcomm und Samsung zu verteidigen.

Quelle: androidtabletblog.com, theinquirer.net

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