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Immortalis: Asiatisches Sammelkarten und RPG-Spiel angetestet

Rollenspiele sind in vielen Fällen eine Welt für sich: Das gilt auch für das Spiel Immortalis, das in einer fernen Welt spielt und von Feen und allerlei seltsamen Wesen handelt. Wir haben das RPG angespielt.

Immortalis gibt es gratis bei Google Play zum Download. Wie die meisten Sammelkarten-Spiele setzt auch dieses Game auf In-App-Käufe. Sie können es aber auch komplett ohne echtes Geld spielen und ab einem bestimmten Level auch Karten mit anderen Spielern tauschen. Immortalis ist zudem kein Spiel, das man nur mal so zwischendurch zockt: Sie müssen sich mit der Materie vertraut machen (falls Sie von RPG noch keine Ahnung haben) und auch der stark asiatisch angehauchte Stil dürfte nicht jedermanns Sache sein. Dafür erwartet Sie bei einem fortgeschrittenen Level ein sehr umfangreiches Spiel mit Langzeitmotivation.

Was geht denn hier ab?

Haben Sie von Rollen- und Sammelkartenspielen kaum Ahnung, dann werden Sie sich zu Beginn etwas hilflos vorkommen. Es  heißt einfach hier klicken, mal da klicken, und dann hagelt es Punkte und Sie sind ein Level weiter. So läuft das praktisch bei jedem Game dieses Genre ab, um die doch recht hohe Einstiegshürde zu meistern. Erst im späteren Spielverlauf werden Sie merken, wozu Gilden gut sind, wie man aus mehreren Helden durch Fusion oder Opfern neue bildet und was es mit der Beschwörung auf sich hat. Auch das Zusammenspiel kommt erst dann zum Zug. In den ersten rund 30 bis 60 Minuten sind Sie einfach mit Questen und umherklicken beschäftigt.

 

Zunächst müssen Sie sich einen Loginnamen zulegen. Vergessen Sie nicht, hier auch einen passenden Einladungscode anzugeben, um etwas Starthilfe zu bekommen. Entsprechende Codes finden Sie zu Hauf in den Kommentaren bei Google Play. Dann müssen Sie sich entscheiden, für welches Element Sie spielen möchten: Wasser, Feuer oder Wind. Die Wahl ist mehr oder weniger egal, auch wenn hier Kenner des Genre widersprechen dürften. Anschließend treten Sie einer Gilde bei. Falls Sie noch keine kennen, übernehmen Sie einfach den Vorschlag von Ryphie auch wenn die Namen eventuell etwas seltsam klingen. Sind Sie bereits routinierte(r) RPG-Spieler(in), dann können Sie das Tutorial an dieser Stelle auch abbrechen.





Wir folgten dem Tipp von Ryphie und schlossen uns einer zufälligen Gilde an.





Beim Login können Sie über einen Einladungscode wertvolle Starthilfen erhalten.





Je nach gewähltem Element sind Ihre Helden in einigen Bereichen besser als andere.

Anschließend erhalten Sie Ihr erstes Deck, also Ihre Spieler, die als Karten symbolisiert sind. Diese gilt es im Verlauf des Spiels zu verbessern und durch andere Helden zu ersetzen oder über Fusion bzw. Opfern zu verbessern.  Auch hier empfehlen wir Ihnen, einfach den Anweisungen des Tutorials zu folgen und jeweils das Deck zum Kampf auszuwählen, das laut App die besten Erfolge bietet. Im späteren Spielverlauf können Sie dann davon abweichen, wenn Sie wissen, was Sie tun.





Zu Beginn des Spiels erhalten Sie zahlreiche Helden, die es auszubilden gilt.

Nun geht es ans Questen.  Durch Kämpfe gegen andere Spieler bzw. den Computer verbessern Sie Ihre Fähigkeiten, sammeln Mana, Stat- und Erfahrungspunkte. Als Belohnung gibt es Wächterkarten und andere Items. Ziel des Spiels ist es, an die besten Karten zu gelangen und die meisten Kämpfe zu gewinnen.

Je nachdem wie oft und wie regelmäßig Sie spielen erhalten Sie dabei auch Glückseier und andere Geschenke, die weitere Items enthalten können. Diese können Sie bis zu 15 Tage nach dem Erhalt einlösen, anschließend verfallen die Geschenke. Das Questen selbst ist in mehrere Gebiete unterteilt und macht anfangs nicht wirklich Spaß, da recht monoton. Am Schluss jeder Quest-Runde steht ein Boss-Monster. Bei diesem Kampf unterstützen Sie andere Spieler der Gilde. Insgesamt haben Sie aber praktisch keinen Einfluss auf den Ausgang der Quests, wir haben die ersten 20 Quests alle ohne Verlust gewonnen.  Hier haben andere Spiele deutlich mehr an Action zu bieten.  Erst später werden Sie Kämpfe verlieren und müssen dann ihr Deck anpassen, um die richtigen Karten in der Hand zu halten.

Das Questen kostet Energie und die gilt es wieder aufzufüllen. Dazu brauchen Sie entweder einen Ausdauertrank (den zum Beispiel es als Belohnung für den täglichen Login gibt) oder Goldtaler. Hier kommen denn auch die In-App-Käufe ins Spiel. Wie üblich haben Sie die Wahl, etwas zu warten, oder gegen Bargeld gleich weiterzuspielen.  Die Preise sind im Unterschied zu anderen Spielen relativ moderat. So kostet das kleinste Paket mit 90 Goldtalern lediglich 89 Cent, für 2,69 Euro gibt es 275 Goldtaler, wobei sich die Preise je nach Aktion ändern.





Mit Goldtalern lässt sich der Spielfluss beschleunigen und dem Glück etwas nachhelfen.





Über Fusionen schaffen Sie aus bestehenden Karten neue, die wiederum stärkere Helden zur Folge haben.

Besonders spannend sind die Wächterschlachten, die als globale Events ablaufen und über die App mit einem genauen Zeitplan angekündigt werden. Hier können Sie Ihre Gilde mit guten Karten unterstützen und für den Sieg sorgen. Die Dokumentation innerhalb der App erklärt die Schlachten recht gut, sodass man sich auch als Novize zurecht findet.





Die Dokumentation zu einzelnen Bereichen (hier am Beispiel der Wächterschlacht) fällt recht umfangreich aus.

Kritikpunkte

Das Spiel wirkt nicht nur etwas verwirrend, es ist es auch (gerade zu Beginn). Dazu tragen auch ein paar unzureichende Übersetzungen bei. Die Einstiegshürde liegt deshalb recht hoch, und da die Grafik nicht wirklich gut auf Handys angepasst ist und Immortalis zudem auch recht stark am Akku zieht, ist das Spiel wirklich nur für Fans des Genre geeignet. Sie finden hier aber alles, was zu einem guten RPG- und Kartensammelspiel gehört. So gibt es auch ein Forum, globale Ranglisten und Freundschaften/Bündnisse. Sie erreichen diese Elemente über das Menü. 

Störend fanden wir auch, dass der Zurückbutton von Android nicht als solcher erkannt wird und man immer im iPhone-Stil auf den Back-Button oben links tippen muss. Zudem würden dem Game ein paar hochauflösendere Grafiken gut tun. Auf dem Nexus 5 wirken die Bilder zum Teil sehr verpixelt.

Fazit

Wenn Sie Rollen- und Sammelkartenspiele mögen, dann lohnt sich ein Blick auf Immortalis. Ist das Genre für Sie neu, werden Sie zu Beginn nicht allzuviel verstehen und müssen sich erst in die Materie einarbeiten. Aber nach der dritten oder vierten Fusion werden Sie sich schon zurechtfinden und spätestens nach der ersten gewonnen Wächterschlacht macht Immortalis wirklich Spaß.

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