2. August 2022
StartMagazinIm Test: Wiko Cink Peax 2

Im Test: Wiko Cink Peax 2

Seit kurzem gibt es die französische Handymarke Wiko auch in Deutschland. Das Alleinstellungsmerkmal aller Wiko-Geräte ist der Dual-SIM-Support. Wir haben uns das Modell Cink Peax 2 im Detail angeschaut.

Plusminus

+ Schnelle Kamera

+ Günstiger Preis

+ Dual-SIM

+ Gutes Display

– 4-GByte-Speicher

Gute Dual-SIM-Handys sind immer noch Mangelware. Vor allem in der Mittel- und Oberklasse sucht man meistens vergeblich nach einem Handy mit zwei SIM-Kartenslots. Das Cink Peax 2 von Wiko gehört mit seinem 4,5 Zoll großen qHD-Display zwar nicht in die Oberklasse, aber zum Internetpreis von 170 Euro kann man das ja auch nicht erwarten.

Solide Verarbeitung

Wiko bietet das Cink Peax 2 in den Farben Schwarz und Weiß an. Außer in der Farbe unterscheiden sich die beiden Modelle in einem weiteren Design-Detail: Während die Rückseite des schwarzen Modells in Klavierlackoptik gehalten ist und deshalb Fingerabdrücke magisch anzieht, fällt sie beim weißen Modell etwas matter aus. Das weiße Smartphone wirkt unserer Meinung nach auch etwas edler.

Der Einschaltknopf befindet sich oben rechts und hat einen angenehmen Druckpunkt, ohne zu lottern. Auf der Geräteoberseite sitzen der Anschluss für den Klinkenstecker der Kopfhörer und die Micro-USB-Buchse zum Aufladen. Oben links finden Sie die Lautstärkewippe. Hinter dem abnehmbaren Deckel auf der Rückseite sitzt ein 1800 mAh starker Akku, darüber gibt es Einschübe für die beiden SIM-Karten sowie einen Slot für MicroSD-Karten.

Auf der Rückseite befinden sich die 8-Megapixel-Kamera mit Dual-LED-Blitz und ein Monolautsprecher. Die Frontkamera löst mit 2 Megapixeln auf. Das 540 x 960 Pixel große IPS-Display zeigt kräftige und kontrastreiche Farben. Verzichten müssen Sie hingegen auf kratzfestes Gorilla-Glas. Zum Lieferumfang gehört neben Handy, Ladegerät, Kurzanleitung und USB-Kabel auch ein einfaches Headset.

Abstriche müssen Sie beim internen Speicher machen. Dieser fällt mit 4 GByte nicht allzu üppig aus, zumal mehr als 1 GByte schon durch das Android-System belegt sind. Da man jedoch die MicroSD-Karte als Standardspeicher einrichten kann, sehen wir das nicht wirklich als Problem an.

Flotte Software

Auf dem Wiko Cink Peax 2 ist Android 4.1.2 vorinstalliert. Die grafische Oberfläche lehnt sich stark an Vanilla-Android an, allerdings hat Wiko jede Menge Apps durch eigene ersetzt. So finden Sie in den Einstellungen beim Wiko bunte Icons, und die Anordnung der Icons im Dock ist ebenfalls leicht angepasst. Die Hauptprogramme Telefon, SMS und Kontakte hat Wiko komplett mit eigenen Apps belegt.

Abbildung 1: Der Dialer von Wiko zeigt große Zahlen und den letzten Anruf an.
Abbildung 1: Der Dialer von Wiko zeigt große Zahlen und den letzten Anruf an.

Zu den vorinstallierten Apps gehören ein Videoplayer, eine Radio-App, ein Dateimanager, ein Soundrecorder und eine eigene Uhren-App. Im Vergleich zu anderen günstigen Androiden mit "No-Name"-Quad-Core-Prozessor macht das Wiko-Handy einen sehr flotten Eindruck. Das hohe Tempo bestätigen auch unsere Standard-Benchmarks, bei denen das Cink Peax 2 nur leicht hinter den Werten des Snapdragon S4 Pro zurückbleibt und zum Beispiel besser als das Nexus 4 abschneidet. Das Wiko-Handy reagiert prompt auf Eingaben, und es traten in den Tests keine Ruckler auf.

Dual-SIM-fähig

Die Dual-SIM-Funktion arbeitet wie in allen Android-Geräten mit zwei SIM-Slots hervorragend. SIM1 ist für Anrufe und Datenverbindungen gedacht, SIM2 nur für Anrufe. Für Nano-SIMs benötigen Sie einen Adapter. Eine gleichzeitige Nutzung der zwei SIM-Karten ist hingegen mangels Dual-SIM-Full-Access nicht möglich. Sie können also nicht auf der ersten Karte einen Anruf entgegennehmen, diesen parken und dann über die zweite SIM ein Gespräch führen.

Abbildung 2: In den Einstellungen legen Sie fest, welche SIM-Karte Sie wozu nutzen möchten.
Abbildung 2: In den Einstellungen legen Sie fest, welche SIM-Karte Sie wozu nutzen möchten.

Multimedia

Wiko hat beim Cink Peax 2 auch an die Details gedacht: So befinden sich rechts und links der Aussparung für die Lautsprecher auf der Rückseite zwei kleine Erhöhungen, damit das Handy nicht direkt auf dem Lautsprecher zu liegen kommt und die Musik gut und laut klingt. Etwas enttäuscht waren wir hingegen vom Klang über die Kopfhörer. Der Sound wirkte zu basslastig und wie übersteuert, obwohl wir nicht wirklich laut Musik hörten. Es empfiehlt sich, das Handy mit passenden Kopfhörern probezuhören, falls dieser Aspekt relevant ist. Die Gesprächsqualität ohne Kopfhörer ist gut, die Soundausgabe über die externen Lautsprecher ebenfalls.

Die sehr gute Kamera nimmt Filme bis zu einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln auf. Full-HD-Filme lassen sich zwar via Softwaredecoder mit zusätzlicher Software abspielen (MX Player), zeigen aber ganz leichte Ruckler. Videos in 720p laufen auf dem Cink Peax 2 per Hardwaredecoder problemlos.

Besonders gut gefiel uns am Cink Peax 2 aber die Fotokamera. Sie überzeugt mit scharfen Fotos und einem sehr schnellen Autofokus. HDR und eine Serienbildfunktion gehören ebenfalls dazu. In dieser Preisklasse haben wir schon deutlich schlechtere Kameras gesehen.

Akkulaufzeit

Positiv überrascht waren wir von der Akkulaufzeit des Wiko-Smartphones. In unseren Tests kam das Handy auch bei recht intensivem Gebrauch problemlos über den Tag. Bei gewöhnlicher Nutzung schafften wir auch mal 48 Stunden. Im Standby und mit aktiver Internetverbindung kommt das Cink Peax 2 auf drei bis vier Tage, abhängig davon, ob die SIM1 mit 3G-Funktion oder die SIM2 ohne 3G-Funktion als Standard zum Einsatz kommt.

Abbildung 3: Bei gewöhnlicher Nutzung hält der Akku des Cink Peax 2 bis zu zwei Tage lang durch.
Abbildung 3: Bei gewöhnlicher Nutzung hält der Akku des Cink Peax 2 bis zu zwei Tage lang durch.

Fazit

Das Wiko Cinx Peak 2 überzeugt. Es ist zwar kein High-End-Smartphone, aber das merkt man ihm nicht an. Die Performance- und Akkulaufzeit stimmen, und vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis macht das Dual-SIM-Handy zu einem klaren Kauftipp. Einzig beim Namen müsste sich Wiko etwas einfallen lassen: Cink Peax ist einfach zu kompliziert, um es sich merken zu können. Weil uns das Cinx Peak so gut gefallen hat, haben wir für die kommende Ausgabe von Android User gleich ein weiteres Wiko-Smartphone als Testgerät geordert: das Darkside.

Wiko Cink Peax 2

Kerndaten
Hersteller Wiko
Formfaktor 4,5-Zoll-Smartphone
Auflösung 540 x 960 Pixel
Prozessor 1,2 GHz, Quad-Core, MediaTek
Speicher 4 GByte (erweiterbar via MicroSD)
Kamera (Front/Haupt) 2 MP/8 MP
Android-Version Android 4.1.2
Akku 1800 mAh
Laufzeit (Standby/Gespräch) 192h /11h
Gewicht 124 Gramm
Preis (Internet) 170 Euro
Technische Details und Preisvergleich
  https://www.android-user.de/lp/23841
Performance
AnTuTu-Benchmark 13324 Punkte
Vellamo (HTML5/Metal) 1413/455 Punkte
Android-User-Bewertung 4,4 Punkte
 

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

EMPFEHLUNGEN DER REDAKTION

MAGAZIN

APPS & SPIELE