Start Magazin Im Test: TrekStor SurfTab ventos 9,7

Im Test: TrekStor SurfTab ventos 9,7

© TrekStor

Spätestens seit der Veröffentlichung des Nexus 10 im November 2012 ist der Druck auf Hersteller anderer 10 Zoll-Tablets deutlich gestiegen. Im Test musste das SurfTab ventos 9,7 von TrekStor zeigen, wie viel Tablet es für 230 Euro bietet.

Plusminus

+ Lange Laufzeit

+ Schnelle Bedienung

+ Robustes Gehäuse

– Kein Google Play

– Empfindliche Rückseite

– Wenig App-Auswahl

Bei einem Preis von 399 Euro für das Nexus 10 in der 16 GByte-Version müssen sich andere Tablet-Hersteller warm anziehen, bietet das Google-Tablet doch die Crème de la Crème der derzeitigen Android-Technik zu einem äußerst attraktiven Preis. TrekStor hat mit den SurfTabs, die es im 7, 8, 9,7 und 10,1 Zoll-Format gibt, gleich eine ganze Palette von Android 4.0 Ice Cream Sandwich und 4.1 Jelly Bean-Tablets im Programm, mit der der Hersteller im Preiskampf bestehen will.

Die Hardware

"Wie man aussieht, so wird man angesehen" lautet ein Sprichwort, das sich durchaus auch auf Tablets anwenden lässt. Das SurfTab macht optisch auf den ersten Blick einen vetrauenserweckenden Eindruck, beim Gehäuse wechseln sich griffiges Plastik mit einer Rückabdeckung aus Aluminium ab. 1024×768 Pixel sehen auf einem 10 Zoll zwar nicht unbedingt wie ein Samtkissen aus, reichen jedoch für nicht allzu anspruchsvolle Nutzer und Anwendungsmöglichkeiten aus. Der 16 GByte große interne Speicher kann via MicroSD-Kartenslot um bis zu 32 GByte erweitert werden, eine Micro-USB-Buchse, ein 3,5mm-Klinkenstecker und ein Mini-HDMI-Ausgang vervollständigen das Angebot.

TrekStor hat seinem 10-Zöller darüber hinaus eine 2 Megapixel-Hauptkamera spendiert, die für die gelegentliche Fotopirsch ausreicht, dazu gibt es eine 0,3 Megapixel große Kamera für gelegentliche Videochats. Die Lautstärkewippe und der Power-Button sind zwar klein, sprechen aber gut auf alle Eingaben an. Am Zubehör hat TrekStor ein wenig gespart – bei einem Verkaufspreis von rund 230 Euro ein Paar Kopfhörer beizulegen, ist aber auch (fast) zuviel verlangt.

Abbildung 1: Das 1024x768 Pixel-Display des SurfTab ventos 9.7 reicht für Basisanwendungen aus.
Abbildung 1: Das 1024×768 Pixel-Display des SurfTab ventos 9.7 reicht für Basisanwendungen aus.

Ein Blick unter die Haube

Ein erster Blick auf die App-Auswahl des SurfTab fiel enttäuschend aus. Zwar sind Standard-App wie ein Stock-Browser, ein Dateimanager, Radio- und Musikplayer sowie eine Kamera-App enthalten, sonst hat man bei TrekStor aber gespart. Immerhin hat der Hersteller das Tablet mit "Video Studio", einer App zum Schneiden von Videos, ausgestattet. Besonders enttäuschend: Statt Google Play findet sich auf dem Gerät nur das AndroidPIT App Center, das bei weitem nicht mit Google Play mithalten kann. Zum einen ist das Design des kleinen Anwendungs-Ladens nicht mit der Nutzerfreundlichkeit und dem logischen Aufbau des großen Vorbilds vergleichbar, zum anderen ist die App-Auswahl im Vergleich sehr mager.

Abbildung 2: Hausmannskost: Die App-Auswahl auf dem TrekStor löst keine Begeisterungsstürme aus.
Abbildung 2: Hausmannskost: Die App-Auswahl auf dem TrekStor löst keine Begeisterungsstürme aus.

Abbildung 3: Der AndroidPIT-Appstore kann es bei weitem nicht mit dem Google Play-Angebot aufnehmen.
Abbildung 3: Der AndroidPIT-Appstore kann es bei weitem nicht mit dem Google Play-Angebot aufnehmen.

Abbildung 4: Bei flinken Internet-Surf-Ausflügen macht das ventos 9.7 eine gute Figur.
Abbildung 4: Bei flinken Internet-Surf-Ausflügen macht das ventos 9.7 eine gute Figur.

Nischendasein

Kleine Hersteller wie TrekStor, die nicht so nahe am Android-Ball sind wie Googles Nexus-Partner ASUS oder LG müssen sich inzwischen viel einfallen lassen, um in einer Nische bestehen zu können. Im Falle des SurfTab ventos 9.7 ist diese Nische zwar eng, aber es gibt sie noch: In Sachen Rechengeschwindikgeit und Hardware hat uns das Tablet gut gefallen, für preisbewusste Nutzer, die auf die Vorteile einer Google-Anbindung verzichten können, ist das Tablet eine gute Wahl. Auch für Surf-Ausflüge ins Internet können wir es unumwunden empfehlen. In wenigen Monaten dürfte jedoch auch Googles Nexus 10 für unter 400 Euro zu haben sein. Viele Kaufargumente, die bis jetzt noch für Low-Budget-Tablets sprechen, brechen dann Schritt für Schritt weg.

Fazit

Auch wenn das Tablet noch so günstig ist: Für das Nichtvorhandensein von Google Play gibt es einen glatten Punkt Abzug. Auch das Display konnte uns mit der gebotenen Auflösung nicht vollends überzeugen. Unser Tipp daher: Anstatt rund 230 Euro in ein Tablet zu investieren, dessen Funktion und Ausstattung zwar nicht schlecht ist, aber trotzdem Anlass zur Kritik bietet, sollte man zusätzliche 165 Euro auf die Seite legen, und sich das Nexus 10 zulegen – mit der Gewissheit, ein rundum schlüssiges Gesamtpaket zu erwerben.

TrekStor SurfTab ventos 9.7

Kerndaten
Hersteller TrekStor
Formfaktor 9,7-Zoll-Tablet
Auflösung  1024×768 Pixel
Prozessor  1,6 GHz, Rockchip Cortex A9 Dual Core
Android-Version 4.0.4 Ice Cream Sandwich
Akku  8000 mAh
Laufzeit (WiFi/Standby) 10h/120h
Gewicht 620g
Preis (Internet) 230 Euro
Technische Details und Preisvergleich
  http://www.android-user.de/lp/12274
Performance
AnTuTu-Benchmark (Version 3.0) 12138 Punkte
Vellamo (HTML5/Metal) 1466/515 Punkte
Android-User-Bewertung 3,1 Punkte
 

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