Start Magazin Im Test: Sony Xperia V LT25i

Im Test: Sony Xperia V LT25i

© Sony

Kein Bond-Begleiter und nicht das Ende vom Alphabet, so muss das Xperia V sich genau dazwischen gesellen. Das Sony Xperia V will passend für alle sein. Dem wird es auch gerecht.

Plusminus

+ Design

+ Formfaktor

+ Kamera

+ Wasser- und staubfest

– Preis

– Akkulaufzeit

Das Sony Xperia V hat es nicht leicht, dabei ist es eigentlich was besonderes. Wirkt es anfangs trotz identischem Design nicht so edel wie der James Bond-Begleiter Xperia T, ist es dennoch so hart im Nehmen wie das Xperia Go. Der Datenturbo LTE wie vom aktuellen Flaggschiff Xperia Z ist ebenfalls mit an Board.

Handling & Display

Nimmt man das Xperia V zur Hand zeigt es sich schlank, elegant und strapazierfähig. Das aus Kunststoff gefertigte Smartphone ist kleiner und schmaler als sein großer Bruder, das Xperia T. Unter der abnehmbaren Rückseite schlummert der wechselbare Akku. Die leicht gebogene Form wirkt wie ein Handschmeichler, mit den 120 Gramm ist es ein wirkliches Leichtgewicht. Alle Anschlüsse des Xperia V sind mit einer Abdeckung versehen, so dass Wasser und Staub ihm nichts anhaben. Einzig die Power und Lautstärkenwippen sind leicht vom Gehäuse erhoben.

Das kratzfeste Mineralglas über dem 4,3-Zoll-Display bringt dank seiner 1280×720 Pixel einen guten Schärfewert mit sich. Mit einer Helligkeit von 450 cd/m2 ist es nicht so hell wie ein iPhone-Display (500 cd/m2) muss sich aber absolut nicht als Schlusslicht im Xperia-Lager ansehen. Die Mobile-Bravia-2-Engine erhöht die Farbsättigung bei Bildern spürbar.

Sonys Timescape-Oberfläche

Der neue Sony-Launcher überzeugt durchaus, auf dem Homescreen startklar positioniert sind Walkman, Album, Filme und Sony-Select-App. Wie bei Android gewohnt stehen Ihnen sieben einzelne Homescreens für Ihre Lieblings-Apps und -Widgets zur Verfügung. Der App-Launcher sortiert die Apps dabei nicht nur alphabetisch, auch die Reihenfolge der Apps per Drag&Drop selber festzulegen ist möglich.

Ist der Bildschirm gesperrt, kann man direkt auf die Kamera oder den Musikplayer zugreifen, dabei wird im Musikplayer immer die letzte verwendete Funktion wie MP3, Play Music oder der Web-Radio Stream angezeigt. Auch die Benachrichtigungsleistge lässt sich vom Sperrbildschirm aus öffnen, um neue Emails anzuzeigen, Anrufe zu prüfen oder die Systemdienste anzuzeigen.

Abbildung 1: Ein neues Hintergrundbild richten Sie per Drag&Drop ein.
Abbildung 1: Ein neues Hintergrundbild richten Sie per Drag&Drop ein.

Abbildung 2: Über den Eintrag "Eigene Sortierung" lassen sich Icons individuell anordnen.
Abbildung 2: Über den Eintrag "Eigene Sortierung" lassen sich Icons individuell anordnen.

Leistung

Wirft man einen Blick ins Innere des Xperia T, findet man einen bärenstarken Dual-Core-Prozessor mit 1,5 GHz von Qualcomm. Zwar kommt er um wenige Zähler nicht an die Benchmark-Ergebnisse des Xperia T heran, die Sony-eigene Timescape-Oberfläche stellt die CPU im Alltag aber ohne jede Ruckler dar. Apps starten schnell, der Wechsel zwischen den Anwendungen erfolgt nur sehr selten mit einer Verzögerung, die man als störend werten könnte.

Dank LTE und NFC ist das Xperia V gut für die Zukunft gerüstet. Seit März ist auch das Update auf Android 4.1.2 (Jelly Bean) erhältlich. Damit gehören die Micro-Ruckler der ersten Software-Version der Vergangenheit an. Das Sony-Smartphone besitzt 8 GByte internen Speicher, der sich via MicroSD-Karter erweitern lässt. Der Wechsel zwischen LTE/UMTS/GSM hat in unseren Tests gut funktioniert. Mit LTE als bevorzugtem Netz sorgen Sie aber eher dafür, dass der 1750-mAh-Akku schneller leer ist als für schnelle Downloads (je nach Standort).

Abbildung 3: Seit März arbeitet Android 4.1.2 unter der Haube des Xperia V.
Abbildung 3: Seit März arbeitet Android 4.1.2 unter der Haube des Xperia V.

Kamera

Wie dem aktuellen Flaggschiff Xperia Z hat Sony auch dem Xperia V eine Hauptkamera mit 13 Millionen Pixel spendiert, die über einen intelligenten Automatik-Modus verfügt, wie man ihn auch von den "Lifestyle"-Kameras von Sony her kennt. In Kombination mit dem Sony-eigenen Exmor-Sensor drüfen Sie sich deshalb auf sehr gute Fotos freuen, ohne je zu den Einstellungen der Kamera-App greifen zu müssen.

Zu den Zusatzfunktionen der Kamera gehört neben dem Panoramafoto auch die Möglichkeit, HDR-Bilder festzuhalten. Dank "Burst"-Modus erstellt Sie zudem innerhalb von nur einer Sekunden aus dem Standby heraus ein Foto. Videos dreht das Xperia V in Full-HD (1920 x 1080 Pixel), die Soundaufnahme ist bei wenig Wind sehr klar, neigt jedoch im freien bei stärkeren Wind zum Rauschen. Der MHL-fähige USB-Anschluss ermöglicht die Wiedergabe von Audio- und Video-Dateien per Adapter auf jedem Gerät mit HDMI-Eingang.

Gespart hat Sony bei der Frontkamera, die lediglich mit 0,3 Megapixeln auflöst.

Musik

Musik hören Sie bei Sony-Smartphones über die Walkman-App und am besten mit Kopfhörern oder via Bluetooth/Klinkenstecker. Die eingebauten Lautsprecher sind für Musik etwas klein Dimensioniert, die Sprachqualität liegt aber Sony-typisch auf einem sehr guten Niveau. Hören Sie Musik eh über Kopfhörer, dann erhalten Sie mit dem Xperia V ein gutes Musik-Handy.

Fazit

Das Sony Xperia V ist ein Klasse Smartphone. Dass im Handy nur ein DualCore-Prozessor steckt, davon bemerkt der Nutzer eigentlich nie etwas. Wer ein handliches Smartphone im 4,3-Zoll-Format sucht, ist beim Xperia V genau richtig. Zudem sieht es weniger klobig aus als das Xperia Go. Einzig der Preis von knapp 400 Euro ist immer noch etwas hoch, aber das zeigt, dass das Xperia V kein Billigprodukt ist.

Sony Xperia V LT25i

Kerndaten
Hersteller Sony
Formfaktor 4,3-Zoll-Smartphone
Auflösung 1280×720
Prozessor 1,5 GHz, Dual-Core (Qualcomm MSM8960 )
Android-Version 4.1.2 Jelly Bean
Akku 1750 mAh
Laufzeit Standby/Gespräch 300h/7h
Gewicht 120g
Preis (Internet) 400 Euro
Technische Details und Preisvergleich
  http://android-user.de/lp/15845
Performance
AnTuTu-Benchmark 11420 Punkte
Vellamo (HTML5/Metal) 1886/608 Punkte
Android-User-Bewertung 4,5 Punkte
 

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