21. Juni 2022
StartMagazinIm Test: Sony Ericsson Xperia PLAY

Im Test: Sony Ericsson Xperia PLAY

Smartphones haben den mobilen Spielekonsolen schon länger den Rang ablaufen. Sony Ericsson geht noch einen Schritt weiter und verbindet die Vorteile beider Welten. Das Xperia Play kombiniert ein Touchscreen-Smartphone mit einem ausziehbaren Gamepad, es ist somit das einzig richtige Spiele-Handy unter den Androiden.

Plusminus

+ Gamepad

+ Viele vorinstallierte Spiele

+ Update auf ICS angekündigt

– Android-Tasten zu hoch

– Dicke

– Rückabdeckung

Smartphones mit Android sind heute keine besondere Angelegenheit mehr. Auf dem Markt tummeln sich unzählige Anbieter mit noch mehr unterschiedlichen Modellen. Viele dieser Telefone unterscheiden sich nur in wenigen Details, doch das Xperia Play bildet hier eine echte Ausnahme. Das Play ist – so wie der Name es schon vorweg nimmt –ist ein richtiges Gaming-Smartphone, es ist das einzige seiner Art, von daher lohnt sich ein detaillierter Blick auf das Gerät.

Wie etwa das Motorola Milestone ist das Xperia Play ein Slider-Phone. In der Schublade befindet sich allerdings nicht wie bei herkömmlichen Slidern eine ausgewachsene Mini-Tastatur, sondern ein D-pad (oder auch Joypad) wie man es von Sonys Playstation her kennt. Das Xperia ist daher ideal für alle, die schon an den Kontroller der Playstation gewohnt sind.

Das Xperia Play gibt es in zwei Farbvarianten, es lässt sich in schwarz und weiß ordern. Beiden Modellen gemein ist eine sehr glatte und glänzende Oberfläche, die das Gerät ein kleines bisschen zu glatt wirken lässt. Das Handy liegt so beim Spielen nie richtig sicher in der Hand, eine Gummierung wäre an ein paar Stellen wichtig gewesen.

Solide verarbeitet

Der Deckel auf der Rückseite ist relativ dünn und in das restliche Gehäuse eingeklippst. Zu oft sollte man den Deckel nicht entfernen, da die feinen Plastiknasen beim Öffnen stumpfer werden. Positiv ist, dass zum Wechseln der SIM- oder der Speicherkarte der Akku nicht entfernt werden muss. Der Slider-Mechanismus, wie auch das gesamte Gerät wirken wertig verarbeitet, trotz der Mechanik klappert oder knarzt im Gerät nichts.

Abbildung 1: Sony Ericsson gestaltet seine den Desktop seiner Androiden mit eigenen Icons und einem selbst entwickelten Launcher wie App-Drawer.
Abbildung 1: Sony Ericsson gestaltet seine den Desktop seiner Androiden mit eigenen Icons und einem selbst entwickelten Launcher wie App-Drawer.

Im zusammengeklappten Zustand wirkt das Play wie ein herkömmlicher Droide. Das Gerät könnte fast als ein – klein wenig zu dick geratenes – Business-Handy durchgehen, es offenbart wenig von seinen Gaming-Qualitäten. Ansonsten bietet die Front die üblichen Bedienelemente, die ein Android-Smartphone so bietet. Einzig die Schultertasten des Gamepads verraten das Play.

Einzig die Android-Tasten (Zurück, Home, Menü oder Suchen) stören ein bisschen das Bild. Ihr Druckpunkt ist schwammig und sie liegen beim Spielen zu Nahe am Geschehen. So kommt es vor, dass man des öfteren im Eifer des Gefechts ein Spiel ungewollt über die Home-Taste beendet. Kleinere Tasten mit einem stärkeren Druckpunkt und weniger Hub wären hier angebracht gewesen.

Das aktuelle Update spielt Android 2.3.4 auf das Play auf. Sony hat allerdings angekündigt [1], die komplette Xperia-Familie mit Updates auf Android "Ice Cream Sandwich" 4.0 versorgen zu wollen. Somit sollte auch das Play früher oder später auf ICS aktualisiert werden können. Bislang gab es leider jedoch noch keine weiteren Informationen von Sony.

Wenig Speicher, dünne CPU

Mit seiner 1-Kern CPU und einer Taktrate von einem GHz war das Play schon zum Marktstart nicht mehr das schnellste seiner Zeitals Grafikprozessor kommt ein Adreno 205 zum Einsatz. Bei den Benchmarks konnte das Play demnach nicht überzeugen, zusammen leisten beide Prozessoren dennoch genug, um auch aktuelle Spiele wie Fifa flüssig zu animieren.

Von den 512 MByte großem Speicher stehen 400 MByte für die Installation weiterer Apps und für Daten zur Verfügung. App-Fans, die immer neue Anwendungen auf ihrem Handy installieren, kommen mit diesem Speicher nicht all zu lange aus. Mit einer zusätzlichen microSD-Speicherkarte lassen sich bis zu 32 GByte Speicher nachrüsten.

Mit den aktuellen Updates lassen sich Filme mit einer Auflösung von bis zu 720p mit der Rückkamera aufnehmen. Für Bilder steht die maximale Auflösung von 5,1 MP zur Verfügung. Die Qualität der geschossenen Photos ist durchwachsen, besonders bei gedämpften Licht lässt sich ein starkes Rauschen im Bild feststellen, doch hier unterscheidet sich das Xperia Play nicht von anderen Produkten.

Viele Spiele

Wie es sich für ein Spiele-Handy gehört liefert Sony eine ganze Reihe von Spielen von Haus aus mit. Neben populären Titeln wie die Sims oder Fifa liegen dem Gerät noch Asphalt 6, Star Battallion und Crash Bandicoot bei. Weitere, extra für das Xperia Play aufbereitete Spiele, findet man über den Xperia PLAY Store.

Abbildung 2: Im Xperia PLAY Store listet Sony Spiele aus dem Market auf, die für das PLAY extra zertifiziert wurden.
Abbildung 2: Im Xperia PLAY Store listet Sony Spiele aus dem Market auf, die für das PLAY extra zertifiziert wurden.

Für Fans älterer Titel sind vielleicht auch die Emulatoren N64oid, SNESoid und GBAoid einen Tipp wert. Die für diese Plattformen entwickelten Spiele lassen sich wunderbar mit dem Play bedienen, da die Steuerung der jeweiligen Konsolen stark an das Joypad des Plays erinnert. So findet dann auch der eine oder andere Konsolen-Klassiker seinen Weg zurück unter Ihre Gamepad-Daumen.

Sony Ericsson Xperia PLAY R800i

Hersteller Sony Ericsson
Formfaktor 4,0-Zoll-Smartphone
Auflösung 854 x 480 Pixel
Prozessor Snapdragon MSM8255, 1 GHz (Single-Core)
Android-Version 2.3.4
Akku 1500mAh
Laufzeit (Standby/Gespräch) 425 h / 8:25 h
Gewicht 175g
Preis (Internet) 290 Euro
Technische Details und Preisvergleich
https://www.android-user.de/lp/4480
Performance
AnTuTu-Benchmark 2915 Punkte
Vellamo-Benchmark 778 Punkte
Android-User-Bewertung 4,0 Punkte
 

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