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Im Test: Sony Ericsson Xperia Mini ST15

© Sony Ericsson

Zugegeben, mit seinen Maßen von 9 x 5 x 1,6 cm ist das Xperia Mini nicht besonders sexy. Doch wie so oft im Leben, zählen die inneren Werte, und hier kann das Android-Smartphone von Sony Ericsson mit einem guten Preis und einer tollen Kamera punkten.

Plusminus

+ Günstiger Preis

+ Sehr schönes Display

+ 720p-Aufnahme

+ UKW-Radio

– Formfaktor

Liest man sich die Spezifikationen des Xperia Mini durch, dann denkt man bei einer 1-GHz-CPU, HD-Videoaufnahme und 512 MByte Hauptspeicher an ein typisches Mittelklasse-Handy zwischen 200 und 300 Euro. Das Mini kostet aber aktuell nur noch 170 Euro, wo liegt der Haken? Eigentlich gibt es keinen, fanden wir bei unserem Test heraus. Der günstige Preis ergibt sich in erster Linie durch das kleine 3-Zoll-Display mit einer Auflösung von 320×480 Pixeln. Es ist aber qualitativ absolut top. Auch die Akkulaufzeit könnte etwas besser sein, denn wie die meisten Android-Smartphones will auch das Xperia Mini jeden Abend an die Steckdose, zwei Tage hält es nur bei sehr geringer Nutzung bzw. ohne GPS und ohne Datenpakete durch. Abgesehen von diesen zwei Mängeln gehört das Mini von den Features her aber klar in die gehobene Mittelklasse.

Die Fakten

Dank der verbauten 1 GHz schnellen CPU spielt das Xperia Mini auch bei den Benchmark-Resultaten gut in der Mittelklasse mit. Bei Vellamo-Benchmark schafft es gute 640 Punkte, AnTuTu vermeldet 2946 Zähler. Damit liegt das Xperia Mini weit über den Resultaten anderer Smartphones in der 200-Euro-Preisklasse. Auch beim Lieferumfang hebt es sich positiv ab. So bekommt der Käufer neben dem Handy inklusive Ladegerät auch eine 2 GByte große Speicherkarte, ein Headset und zwei zusätzliche Abdeckungen für das Akku-Fach in den Farben Bordeaux und Dunkelblau. Entscheiden Sie sich für die Version in Weiß, dann liegen Abdeckungen in Grün und Pink bei.

Abbildung 1: Der schnelle Prozessor sorgt für knapp 3000 Punkte im AnTuTu-Benchmark.
Abbildung 1: Der schnelle Prozessor sorgt für knapp 3000 Punkte im AnTuTu-Benchmark.

Großes Kino

Auch wenn das Mini nur ein 3-Zoll-Display mit einer Auflösung von 320×480 Pixeln verfügt, macht das Display doch sehr viel Freude. Die Farben leuchten so richtig und da die Front zudem praktisch komplett aus Glas besteht, lässt sich das Handy auch schnell von lästigen Fingerabdrücken befreien. Das zweite Highlight des kompakten SE-Androiden ist die Kamera. Sie macht wirklich sehr gute Bilder, zwar nur mit 5 Megapixeln bzw. 3 Megapixeln im Breitformat, aber ebenfalls mit sehr satten Farben und viel Kontrast. Zunächst befürchteten wir, dass die Farben nur am Bravia-Display so gut wirken, aber auch nach dem Überspielen auf einen Testrechner zeigten die Fotos weiterhin sehr kräftige Farben an. Über den integrierten Medienserver lassen sich die Inhalte zudem drahtlos auf der Playstation 3 oder einem entsprechenden TV-Gerät von Sony wiedergeben. Einziges Manko beim Display: es gibt keine automatische Helligkeitsregelung.

Abbildung 2: Die vier Ordner in den Ecken des Displays bieten Platz für bis zu 16 Apps.
Abbildung 2: Die vier Ordner in den Ecken des Displays bieten Platz für bis zu 16 Apps.

Abbildung 3: Dank des kleinen Displays lässt sich das Xperia Mini sehr gut einhändig mit dem Daumen bedienen.
Abbildung 3: Dank des kleinen Displays lässt sich das Xperia Mini sehr gut einhändig mit dem Daumen bedienen.

Großzügige App-Auswahl

Wie die meisten Hersteller setzt auch Sony Ericsson auf eine selbst entwickelte Oberfläche als Android-Launcher. Da das Original Timescape aber relativ viel Platz auf dem Display benötigt, hat man sich für die Mini-Serie einen speziellen Launcher zusammengestellt, der in den vier Ecken jeweils Platz für bis zu vier Schnellstartsymbole bietet. So lassen sich über den Homescreen allein schon in den Ecken 16 Apps starten, im mittleren Bereich sind weitere Platzierungen möglich. Die Bedienung bereitete in den Tests keinerlei Probleme. Wer Timescape mag, kann das Widget zusätzlich auf dem Startbildschirm oder einem der übrigen vier Android-Bildschirmen platzieren.

Das Mini bringt von Haus aus sehr viele Apps mit. Dazu gehören neben ein paar Tools von Sony Ericsson unter anderem TrackID zur Musikerkennung, ein Datenmonitor für die 3G-Verbindung, die offizielle Champions-League-App der UEFA, der Adobe Reader, der QR-Code-Scanner NeoReader und noch einige mehr. Leider lassen sich die meisten dieser vorinstallierten Apps nicht löschen. Dank genügend Hauptspeicher ist das aber kein wirkliches Problem.

Abbildung 4: Dank des vorinstallierten Datenmonitors haben Sie Ihre 3G-Verbindung stets im Griff.
Abbildung 4: Dank des vorinstallierten Datenmonitors haben Sie Ihre 3G-Verbindung stets im Griff.

Update auf Android 2.3.4

In unserem Testzeitraum Ende September erhielt das Xperia Mini ein größeres Software-Update auf Android 2.3.4. Die aktuelle Firmware trägt die Versionsnummer 4.0.1.A.0.238 und ist 167 MByte groß. Sie bringt unter anderem die 3D- bzw. Panorama-Funktion für die Kamera, die Swype-Tastatur und einige weitere Detailverbesserungen. So haben die Xperia-Smartphones nun auch eine integrierte Screenshot-Funktion und unterstützen Google Talk mit Video-Chat über die Frontkamera (das Xperia Mini besitzt keine Front-Kamera!). Für das Update benötigen Sie aber zwingendermaßen einen Windows-Rechner und die SE-Software PC Companion. In unseren Tests gelang das Update mit dem PC Companion allerdings nicht. Erst über das Programm Sony Ericsson Update Service konnten wir die neue Software einspielen – hier klappte das Upgrade auf Anhieb. Zudem muss das Telefon für das Update zunächst in den MTP-Modus versetzt werden, im USB-Massenspeichermodus kann es nicht mit der Sony-Software kommunizieren.

Der erste Eindruck nach dem Update war durchaus positiv. Die neue Kamerafunktion gefällt, zu viel 3D sollten Sie aber davon nicht erwarten. Nebenwirkungen stellten wir in den Tests keine fest.


Fazit

Das Mini von Sony Ericsson in der neuen Version ist klar der Typ Liebe auf den zweiten Blick. Es sieht nicht besonders toll aus, weiß aber für den Preis mit einer unschlagbaren Kamera und einer sehr flotten CPU zu gefallen. Die Akku-Laufzeit könnte etwas besser sein, bei üblicher Nutzung hält das Android-Phone aber locker einen Tag durch. Wenn es Ihnen egal ist, dass das Smartphone 1,6 cm dick ist und Sie mit einem 3-Zoll-Display zufrieden sind, dann gibt es eigentlich kein besseres Android-Handy als das Xperia Mini.

Sony Ericsson Xperia Mini ST15

Kerndaten
Hersteller Sony Ericsson
Formfaktor 3-Zoll Smartphone
Auflösung 480×320 Pixel
Prozessor ARMv7, 1000 MHz (Single-Core)
Android-Version 2.3.4
Akku 1200 mAh
Laufzeit (Standby/Gespräch) 340 h / 4,5 h
Gewicht 100g
Preis (Internet) 170 Euro
Web-Infos
Produktseite http://www.sonyericsson.com/cws/products/mobilephones/overview/xperiamini?lc=de&cc=de
Technische Daten http://www.sonyericsson.com/cws/products/mobilephones/overview/xperiamini?lc=de&cc=de#view=features_specifications
Performance
AnTuTu-Benchmark 2946 Punkte
Vellamo-Benchmark 640 Punkte
Video-Wiedergabe 720p
Android-User-Bewertung 4,0 Punkte
 

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