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Im Test: Renaissance Blood THD — Neuer First Person Shooter exklusiv für Tegra 3

Nvidia versprach mit der Tegra-3-Plattform Spiele für Android in Konsolenqualiät. Nach Shadowgun und Dark Meadow folgt nun mit Renaissance Blood THD ein weiterer Titel, der die Messlatte in puncto Grafik unter Android noch einmal deutlich anhebt. Wir haben uns eine exklusive Vorabversion angeschaut.

Renaissance Blood THD ist ein klassischer First Person Shooter mit kleinen Besonderheiten. So spielt sich das Geschehen nicht wie bei Quake, Doom, Nexuiz und Co in einer geschlossenen Arena ab, sondern im sehr schön gemachten Ambiente einer mitteralterlichen italienischen Kleinstadt. Passend dazu haben die Programmierer vom koreanischen NCsoft-Studio auch die Musik recht klassisch gewählt, aus der Rolle fallen hingegen die Hauptakteure und natürlich auch die Waffen. Das Spiel basiert auf der Engine von Unreal und weiß grafisch absolut zu überzeugen.

Mittelalter trifft Neuzeit

Eine Hintergrundstory sucht man bei Renaissance Blood THD vergebens. Zumindest ist es uns während der mehrstündigen Testphase nicht aufgefallen, dass sie relevant wäre, haben wir doch in den ersten zwei Leveln lediglich ein Stück von Da Vincis geheimnissvollem Bauplan gefunden und wussten zumindest damit nichts anzufangen. Auch echte Interaktionen oder Dialoge bleiben im Spiel aus. Das ist insofern schade, da die Grafik im wahrsten Sinne berauschend ist. Zeit, diese zu bewundern, bleibt dem Spieler in Form des Helden Rossi aber kaum. Auch von der schönen Aisha fehlt bislang jede Spur.

Zu Beginn wird eine kurze Hintergrundgeschichte erzählt, die aber zumindest in den Anfangsphasen des Spiels nicht relevant ist.
Zu Beginn wird eine kurze Hintergrundgeschichte erzählt, die aber zumindest in den Anfangsphasen des Spiels nicht relevant ist.

Zu Beginn gibt es lediglich zwei Schauplätze zur Auswahl. Weitere sollen aber bald folgen.
Zu Beginn gibt es lediglich zwei Schauplätze zur Auswahl. Weitere sollen aber bald folgen.

Klicken Sie im Stage-Auswahlmenü auf Game Start sehen Sie sich sogleich mit einem ersten Gegner konfrontiert, den Sie so schnell wie möglich ins Jenseits befördern müssen. Eine Einleitung oder ein sanftes ins Spiel geführt werden gibt es nicht. Renaissance Blood THD ist Baller-Action pur!

Schiebendes Schießen

Wie eingangs erwähnt handelt es sich beim Spiel um einen klassischen FPS-Ansatz. Allerdings haben die Entwickler die Steuerung so gelöst, dass Sie dabei als Protagonist nicht gehen müssen. Das Steuerungsfeld zur linken Seite dient somit nur dazu, das Fadenkreuz auf den Angreifer zu richten und dann mit der rechten Taste zu feuern oder zuzuschlagen. Das hat uns anfangs etwas irritiert, aber da teilweise sehr viele Gegner auf einmal die Szene betreten, bleibt für das Herumspazieren auch nicht wirklich Zeit. Dennoch bleibt ein ungutes Gefühl zurück, weil man sich nicht dorthin bewegen kann, wo man eventuell hin möchte. Auch bleibt einem so kaum Zeit, Kisten und Vasen zu zerstören, um an Munition oder andere wertvolle Gegenstände zu gelangen.

Beim Ladevorgang gibt es jeweils einen kleinen Tipp für das Gameplay.
Beim Ladevorgang gibt es jeweils einen kleinen Tipp für das Gameplay.

Es vergeht keine Sekunde, ohne dass Ihnen jemand den Schädel einschlagen oder mit einem Pfeilbogen erschießen möchte.
Es vergeht keine Sekunde, ohne dass Ihnen jemand den Schädel einschlagen oder mit einem Pfeilbogen erschießen möchte.

Spielfluss und Tücken

Nach dem Spielstart vergehen keine zwei Sekunden und ein leicht bekleideter Soldat mit Metall-Maske versucht, Ihnen den Schädel einzuschlagen. Sind Sie schnell genug, können Sie ihn mit dem Gewehr erschießen, bevor er Ihnen zu nahe kommt. Ist es dazu schon zu spät, dann schlagen Sie mit der Keule zurück. Dabei spritzt auch reichlich Blut, die Animationen sind aber recht dezent.

Wer zu spät schießt oder schlägt, den bestraft der Gegner...
Wer zu spät schießt oder schlägt, den bestraft der Gegner…

Als Waffen stehen in den ersten Leveln eine Armbrust, ein Hammer, eine Keule und ein Gewehr zur Verfügung. Mit der Armbrust hat man unendlich viele Schüsse, die Munition des Gewehrs ist hingegen beschränkt. Die Waffe zu wechseln, ist über die Steuertasten zur rechten Seite recht einfach, die meisten Gegner lassen sich problemlos mit der Armbrust erledigen. Um Munition zu sparen, empfiehlt es sich, die Gegner, die mit einem Schild geschützt sind, gleich durch einen Kopfschuss zu erledigen und nicht erst auf das Schild zu schießen.

Tipp 

Einstellungsmöglichkeiten für den Sound und die Geräusche findet man über den Pausen-Button oben rechts.

Neben den Soldaten mit nacktem Oberkörper, die eher wie spanische Söldner von Cortes und Pizzaro in Südamerika wirken, gibt es im weitern Spielverlauf auch eine Art Mumien-Zombies als Gegner sowie allerlei Monster-Fabelwesen. Mit dem Mittelalter hat die ganze Story also recht wenig zu tun, zumal der Schauplatz des Geschehens laut Intro in einem verlassenen Amphitheater in Nordafrika liegt. Die Römer hätten hier also wesentlich besser ins Bild gepasst, als die Renaissance, aber das dürfte Sie spätestens beim dritten oder vierten Totschlag nicht mehr groß stören.

 

Die mit einem Schild geschützten Typen lassen sich durch einen Kopfschuss auch mit einem Schuss erledigen.
Die mit einem Schild geschützten Typen lassen sich durch einen Kopfschuss auch mit einem Schuss erledigen.

Dunkle Räume sind eher die Ausnahme. In der Regel finden die Kämpfe bei Tageslicht statt.
Dunkle Räume sind eher die Ausnahme. In der Regel finden die Kämpfe bei Tageslicht statt.

Die Szenerie ist in der Unreal Engine wirklich sehr schön geworden. Schade, dass man kaum Zeit findet, sie zu bewundern.
Die Szenerie ist in der Unreal Engine wirklich sehr schön geworden. Schade, dass man kaum Zeit findet, sie zu bewundern.

Weitere Gegner werfen mit Speeren auf Sie oder benutzen später auch Schusswaffen. Greifen die Soldaten anfangs nur einzeln an, werden es schon bald zwei oder drei Gegner auf ein Mal.

Diese Viecher sehen zwar schrecklich aus und machen auch viel Lärm, sie lassen sich aber recht leicht zur Strecke bringen.
Diese Viecher sehen zwar schrecklich aus und machen auch viel Lärm, sie lassen sich aber recht leicht zur Strecke bringen.

Am Ende des Levels steht Ihnen als Endgegner Jaque gegenüber. Dabei handelt es sich um einen Zögling des bösen Barts, der wiederum die Wunderwaffe von Da Vinci besitzen soll (oder zumindest die Pläne davon). Jaque verlangt ein paar mehr Schüsse als der Durchschnitt, nach einer oder zwei Minuten haben Sie aber auch den Kampf gegen ihn gewonnen und es geht weiter mit dem zweiten Schauplatz, der Arena in La Galite. 3 Prozent des Auftrags haben Sie erledigt und je nach Geschick in rund 6 bis 10 Minuten ein paar Teile des Bauplans von Leonardo Da Vinci gesammelt.

Jaque ist der Endgegner im ersten Stage. Aber er scheint nicht so richtig in Form zu sein, wie auch unser Held feststellt.
Jaque ist der Endgegner im ersten Stage. Aber er scheint nicht so richtig in Form zu sein, wie auch unser Held feststellt.

Nach dem ersten Level sind gerade mal 2,5 Prozent des Auftrags erledigt.
Nach dem ersten Level sind gerade mal 2,5 Prozent des Auftrags erledigt.

 

Kleine Tücken

Auf unserem Testsystem (HTC One X) gab es die üblichen Probleme mit dem Multitasking. Wenn Sie das Spiel pausieren möchten, dann hängt es sich auf uns Sie müssen noch einmal von vorne anfangen. Dieser Bug ist insofern nervend, da bei uns auch die Stage-Auswahl nicht funktioniert hatte und wir somit wieder bei Barts Versteck anfangen mussten um in die Arena von La Galite zu kommen.

Tipp 

Es lohnt sich, zuerst auf die Kisten und Vasen zu schießen, da diese nach einer gewissen Zeit automatisch verschwinden — die Gegner hingegen nicht…

Fazit

Ist Renaissance Blood HTD die knapp 3,50 wert? Für Shooter-Freunde in jedem Fall. Die Grafik ist wirklich erste Klasse und je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad kommen die Finger ganz schön ins Schwitzen (ein Game Controller kann nicht schaden…). Freunde von Ballerspielen werden also bei Renaissance Blood THD voll auf ihre Kosten kommen. Dennoch finden wir es etwas schade, dass es sich bei dem Titel nur um einen Shooter handelt. Das Ambiente gibt so viel her, da hätte man auch etwas mehr Hintergrundstory und Wahlfreiheit beim Spielen einbauen können. Zudem finden wir die zwei Schauplätze zum Launch des Spiels etwas wenig. So ist das Vergnügen bereits nach wenigen Minuten vorüber. Deshalb gibt es von uns nur drei von fünf Sternen. Mit weiteren Leveln würden wir dem Spiel vier bis fünf Sterne geben, abhängig davon, ob sich der dünne Faden der Hintergrund-Story und die verlorenen Baupläne von Da Vinci irgendwann noch aktiver ins Spiel einschalten.

[3,22 Euro|englisch|1.0|256 MByte]

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