Start Magazin Im Test: Point of View Onyx 527

Im Test: Point of View Onyx 527

© Point of View

Das Onyx 527 von Point of View verfügt gleich über zwei Besonderheiten: Einen eingebauten analogen TV-Tuner und zwei SIM-Kartenslots. Während man hierzulande mit dem analogen Tuner kaum noch etwas anfangen kann, sind zwei SIM-Karten durchaus auch bei Tablets praktisch.

Plusminus

+ Dual-SIM

+ GPS, HDMI, Bluetooth

+ UKW-Radio

– Display

– Verarbeitung

Das Onyx 527 ist das ideale Tablet für den Urlaub. Dank Dual-SIM-Support, GPS und eingebautem Radio wird Ihnen unterwegs garantiert nie langweilig. Falls Sie einen Ausflug nach Russland oder in die Ukraine planen, können Sie zudem noch den eingebauten TV-Tuner für analoges Fernsehen benutzen.

All-in-One

Beim Onyx 527 merkt man gleich, dass der Hersteller ein Rundum-Sorglos-Tablet bauen wollte. So hat man weder auf einen HDMI-Ausgang noch auf Bluetooth oder GPS verzichtet, was bei günstigen Tablets oft der Fall ist. Um den aktuellen Internetpreis von 200 Euro zu halten, musste Point of View beim Display sparen: es besitzt keinen Sensor zur Steuerung der automatischen Helligkeit und könnte etwas schärfer sein. Auch die Verarbeitung insgesamt könnte etwas hochwertiger sein. Keine hohen Erwartungen sollten Sie auch an die verbauten Kameramodule stellen. Die 0.3-Megapixel-Frontkamera eignet sich zum chatten, die Hauptkamera mit 2 Megaxpixeln ist nicht wirklich nützlich. Gut gefallen hat uns, dass man die im Tablet integrierte Antenne auch für das FM-Radio benutzen kann. So können Sie auch mal ohne Kopfhörer Radio hören.

An Speicher hat das 7-Zoll-Tablet 8 GByte verbaut, der sich via MicroSD-Karte um maximal 32 GByte erweitern lässt. Der 1,2 GHz schnellen Dual-Core-CPU stehen 1 GByte RAM zur Seite.

Im Lieferumfang befinden sich neben dem Ladegerät inklusive Mini-USB-Kabel auch ein einfaches Headset und ein USB-OTG-Kabel.

Die Software

Da sich auf dem Tablet noch Android 4.0.4 befindet, rechneten wir zunächst mit einem etwas trägen System. Point of View hat aber gute Arbeit geleistet und das Android-System recht gut an die Hardware angepasst. Die üblichen Micro-Ruckler von Android 4 treten zwar auch hier auf, aber abgesehen davon erhalten Sie ein recht flottes Tablet für den Preis. Die Benchmark-Werte von Vellamo und Antutu (siehe Tabelle) liegen in etwa auf dem Level eines Tegra-2-Prozessors mit 1 GHz. Höchstleistungen dürfen Sie also keine erwarten, aber ein solides System.

Zu den vorinstallierten Apps gehören neben Google Play, Mail (kein GMail) und den üblichen Standard-Apps von Android auch der Flash-Player und als separate App der Google Video Player, der üblicherweise zur Galerie gehört. Ebenfalls mit an Bord ist die Telefon-App, sodass Sie das Onyx 527 auch als vollwertiges Dual-SIM-Telefon benutzen können.

Zu den vorinstallierten Nicht-Google-Apps gehören ein Dateimanager, die Analog-TV-App, das FM-Radio und eine spezielle App, um das Layout der Tastatur einzustellen. Ein GPS-Testprogramm und separate Icons für die Bluetooth-Einstellungen runden das App-Angebot ab. Nicht ganz schlüssig wurden wir über die Funktion des Scan-Icons, das die übliche Google-Suche aufruft, aber optisch und funktionell irgendwie nicht zu Andorid 4.0 passt. Google Search ist auf dem Tablet nicht vorinstalliert, bei einer Suchanfrage landen Sie aber wie üblich bei Gogle. Auch Die App POV-Tastatur verhielt sich in unseren Tests nicht wie erwartet, sodass wir zur Android-Tastatur wechselten.

Abbildung 1: Erinnerung an vergangene Zeiten: Analoges TV können Sie hierzulande kaum mehr empfangen.
Abbildung 1: Erinnerung an vergangene Zeiten: Analoges TV können Sie hierzulande kaum mehr empfangen.

Abbildung 2: Die Suche funktioniert ausgezeichnet, allerdings ist es nicht die Standard-App von Google.
Abbildung 2: Die Suche funktioniert ausgezeichnet, allerdings ist es nicht die Standard-App von Google.

Kritikpunkte

Die Akkulaufzeit des Tablets dürfte bei maximal 4 Stunden Displayzeit liegen. Hier leisten andere Tablets teilweise deutlich mehr, wenn auch nicht in dieser Preisklasse. Achten Sie unbedingt darauf, das Tablet neu zu starten, falls Sie eine der beiden SIM-Karten aus dem Slot entfernen. Sonst versucht das System stets, eine GSM-Verbindung aufzubauen, was den Akku innerhalb von 1-2 Stunden komplett leert. Falls Sie das Tablet ohne SIM-Karte betreiben (nur über WiFi), dann schalten Sie es zunächst in den Flugmodus und anschließend WLAN ein. So bleiben die zwei GSM-Modems deaktiviert und der Akku hält deutlich länger.

Abbildung 3: Unter Last und mit SIM-Karte(n) steigt der Akkuverbrauch drastisch an.
Abbildung 3: Unter Last und mit SIM-Karte(n) steigt der Akkuverbrauch drastisch an.

Wie oben erwähnt besitzt das Tablet keine automatische Helligkeitsregelung. Das ist nicht weiter tragisch, da Sie das Display tagsüber eh mit maximaler Helligkeit betreiben müssen. Leider spiegelt das Display aber auch sehr stark, was ein seitliches Draufschauen praktisch verhindert. Auch bei der Nutzung im PKW als Navi hatten wir manchmal Probleme, etwas auf dem Display zu erkennen. Der GPS-Sensor braucht sehr lange, bis er einmal startet, die Sprachausgabe ist hingegen gut und genug laut.

Fazit

Benötigen Sie ein Tablet mit Dual-SIM-Support, dann haben Sie aktuell keine allzugroße Auswahl. Insofern stellt das Onyx 527 durchaus eine interessante Option dar und für das Komplettpaket stimmt auch der Preis. Benötigen Sie nur eine SIM-Karte erhalten Sie aber bereits deutlich günstiger brauchbare 7-Zoll-Tablets. In allen anderen Fällen gilt: Für 200 Euro ist immer noch das Nexus 7 das beste Android-Tablet.

Point of View Onyx 527

Kerndaten
Hersteller Point of View
Formfaktor 7-Zoll-Tablet
Auflösung 1024×600 Pixel
Prozessor 1,2 GHz, Dual-Core
Android-Version Android 4.0.4
Akku k.A.
Laufzeit (Standby/Gespräch) k.A.
Gewicht 324 Gramm
Preis (Internet) 200 Euro
Technische Details und Preisvergleich
  http://www.android-user.de/lp/19487
Performance
AnTuTu-Benchmark 6544 Punkte
Vellamo (HTML5/Metal) 856/365 Punkte
Android-User-Bewertung 3,6 Punkte
 

Kommentiere den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here