Start Im Test Im Test: Pixel 2 XL

Im Test: Pixel 2 XL

2484
0
Teilen

Was schon lange in den Medien rumgeistert und von Google gehyped wird ohne Ende ist nun auch bei uns in der Redaktion eingetroffen: Das neue Google Pixel 2 XL. Da unserem Nexus 6 so langsam die Puste ausgeht, wird uns das Pixel 2 XL nun hoffentlich ohne Macken die nächsten 2-3 Jahre begleiten. Genügend Negativschlagzeilen hat das Phone ja schon gemacht. Wir gehen den bekannten Problemen auf den Grund!

Unboxing

Das Pixel 2 XL wird gut und sicher in einem Karton geliefert. Inliegend ist außer dem Pixel 2 XL ein Garantie- sowie Benutzerhandbuch, ein SIM-Karten-Schlüssel, ein Adapter für einen 3,5 Klinkenstecker, ein Adapter für ein USB-Kabel sowie der Netzstecker mit einem USB-C-Ladekabel.

Das Pixel 2 XL wird mit einem USB-C Ladekabel sowie einem Adapter für ein 3.5 Klinkenkabel und einem Adapter für ein USB-A-Kabel geliefert.

Spezifikationen

Das 157,9 x 76,7 x 7,9 mm große und 175 g leichte Pixel 2 XL besitzt einen Qualcomm Snapdragon 835 mit 4 GB Ram (beim 64 GB Modell). Das IPS zertifizierte 6 Zoll QHD POLED-Display mit 538 ppi (2880×1440 Pixel) besteht aus 3D Gorilla Glas 5. Das Aluminium-Unibody Gehäuse hat einen fest verbauten 3520 mAh Akku mit USB-C 3.1 Anschluss. Der Akku wird mit Quick-Charge geladen. Das Pixel 2 XL hat des Weiteren einen Fingerabdrucksensor, Barometer, Annäherungssensor, Beschleunigungssensor (G-Sensor), Helligkeitssensor, Kreiselsensor (Gyroskop), Magnetometer, Kantensensor (Druck), Hall-Sensor. Es wird mit Stock Android 8.0 ausgeliefert und hat eine 12.2 MP Rück- sowie eine 8.0 MP Frontkamera mit Dual-LED-Blitz.

Konnektivität

  • Mobilfunkstandard: 2G, 3G, 4G,
  • Mobile Daten: GPRS, EDGE, GSM, LTE, UMTS, WCDMA, CDMA
  • LTE Frequenzband: 1 (2100 MHz), 2 (1900 MHz), 3 (1800 MHz), 4 (1700 MHz), 5 (850 MHz), 7 (2600 MHz), 8 (900 MHz), 12 (700 MHz), 13 (700 MHz), 17 (700 MHz), 20 (800 MHz), 25 (1900 MHz), 26 (850 MHz), 28 (700 MHz), 29 (700 MHz), 30 (2300 MHz), 32 (1500 MHz), 66 (1700 MHz)
  • LTE Standard: Cat. 15
  • maximale Mobilfunkgeschwindigkeit: 800 Mbit/s
  • lokale Verbindung: DLNA, Wi-Fi Direct, Wi-Fi Hotspot, Bluetooth, WLAN, Dualband WLan, MIMO-WLan, NFC
  • WLAN Standard: IEEE 802.11a, IEEE 802.11ac, IEEE 802.11b, IEEE 802.11g, IEEE 802.11n
  • WLAN Frequenzband: 2,4 GHz, 5 GHz
  • Bluetooth Version: Bluetooth 5.0
  • Bluetooth Profil: LE

Aussehen

Ich muss zugeben, dass Aussehen des Pixel 2 XL hat mich erst einmal ein wenig enttäuscht. Unser Gerät ist das Modell Just Black und sieht schon etwas langweilig aus. Das Display ist umrandet mit einem lackschwarzen Rahmen und geht in den Rahmen des Unibody-Gehäuses über. Der Übergang ist zwar nicht scharfkantig, aber fühlbar.

Der Übergang vom Display in das Unibody-Gehäuse ist fühlbar.

Die Rückseite selbst ist aus mattem Aluminium mit Hybridbeschichtung für eine bessere Griffigkeit. Leider fühlt sich die Rückseite eher an wie Plastik, nicht wie Aluminium. Die Kamera und der LED-Blitz sind wieder mit Glas eingerahmt und mit einem schwarzen Lackanstrich versehen. Unterhalb von Kamera und LED Blitz befindet sich in einer leichten
Vertiefung und gut fühlbar der Fingerabdrucksensor Google Imprint.

Die Rückseite ist aus mattem Aluminium mit Hybridbeschichtung.

Durch das Anbringen der Lautsprecher auf der Front oben und unten wird das Smartphone in die Länge gezogen und man hat nicht das Gefühl einen 6 Zoller in der Hand zu halten. Es wirkt schmal und lässt sich leicht mit einer Hand umschließen. Der SIM-Karten-Slot befindet sich in der Draufsicht links, die Lautstärke-Wippe und der Ein-/Ausschalter sind in der Draufsicht rechts. Am unteren Rand ist der Anschluss für das USB-C-Kabel zu finden.

Das Gerät lässt sich gut in der Hand halten.

Betriebssystem/Software

Das Pixel 2 XL wird ab Werk mit Stock-Android 8.0 ausgeliefert. Updates werden per OTA ausgerollt. Mit dem neuen Pixel Launcher befindet sich die Google-Suchleiste nicht mehr oben am Display sondern am unteren Rand. Sind Benachrichtigungen verfügbar werden diese mittels rotem Punkt an den App-Icons angezeigt. Mit dem Glance-Bildschirm-Feature werden zukünftige Ereignisse, Benachrichtigungen oder die Uhrzeit auch auf dem Sperrbildschirm angezeigt.

Display

Das QHD-Display des Pixel 2 XL ist 6 Zoll groß und löst mit 2880×1440 Pixel auf. Es hat ein 18:9 Seitenverhältnis mit abgerundeten Ecken und besteht aus 3D Corning Gorilla Glas 5. Am oberen Bildschirmrand befindet sich links die Frontkamera, sowie oben und unten der Lautsprecher. Die Farben des Displays werden mit 538ppi scharf dargestellt. In den Einstellungen hast du die Möglichkeit die Farben noch einmal extra scharf zu stellen, wobei mir persönlich hier kein großer Unterschied auffällt.

Das Display mit „normalen“ Farben.
Das Display mit „kräftigen“ Farben.

Die Farben selbst sind eher “kalt” dargestellt, was auch den Blaustich beim Kippen des Displays erklären dürfte. Der Blaustich erscheint auch nur bei weißem Hintergrund. Auf farbigem Hintergrund ist von einem Blaustich nichts mehr zu sehen.

Der normale Blick auf ein weißes Display.
Bei Kippen des Displays ist bei einem weißen Hintergrund ein Blaustich zu erkennen.

Allerdings werden auch hier andere Farben beim Kippen des Smartphones durch die schlechte Blickwinkelstabilität verfälscht dargestellt.

Die Farben werden durch die schlechte Blickwinkelstabilität verfälscht dargestellt. Ein Blaustich ist jedoch bei einem farbigen Hintergrund nicht mehr erkennbar.

Wenn ich die Displays des Nexus 6 und des Pixel 2 XL nebeneinander lege sind die dargestellten Farben auf dem Nexus 6 deutlich wärmer zu sehen.

Die beiden Displays des Nexus 6 (re.) und des Pixel 2 XL (li.) nebeneinander in der Draufsicht.
Die beiden Displays des Nexus 6 (re.) und des Pixel 2 XL (li.) nebeneinander. Mit einem schrägen Blickwinkel erscheint das Display des Pixel blau.

In der bisherigen 1-wöchigen, dauerhaften Nutzungszeit sind noch keine weiteren Display-Schwachstellen wie Pixelfehler, Einbrennen oder Flackern aufgetreten. Beim sogenannten “Einbrennen” bleiben Motive auf Dauer als Schatten auf dem Display sichtbar. Dies ist zwar auf einem pOLED-Display, wie es im Pixel verbaut ist, möglich tritt jedoch, laut Google, wenn überhaupt, nur bei einer sehr langen Anzeige des Bildschirminhaltes bei sehr hoch eingestellter Bildschirmhelligkeit auf. Demnächst soll auch noch ein Update bezüglich des eventuellen Einbrennens erfolgen.
Des Weiteren ist das Display des Pixel 2 XL ein Always On-Display. Das heißt, Nachrichten, Uhrzeit und Wetter sind auch bei nicht aktivem Display sichtbar.

Einrichtung

Nach dem Starten des Smartphones wählst du deine Landessprache aus und klickst auf den Los Geht´s-Button. Als Nächstes legst du deine SIM-Karte ein. Nun können Daten von einem iPhone oder einem anderen Androiden kopiert, oder ein neues Gerät eingerichtet werden. Du stellst eine Netzwerkverbindung her und verbindest dein altes Smartphone über den mitgelieferten USB-Adapter mit einem passenden USB-Kabel mit dem Pixel 2 XL. Danach sollte die Übertragung laufen. Dies funktionierte im Test allerdings nicht, sodass als zweite Variante der Übertragung der Daten nur über Bluetooth möglich war. Dies funktionierte aber ohne Probleme. Innerhalb von 20 Minuten waren alle Daten des alten Smartphones auf das neue Smartphone kopiert und die Apps korrekt angeordnet.

Die Einrichtung ging schnell von Statten.

Was allerdings nicht funktionierte war der Übertrag vorhandener Fotos, beziehungsweise Galerie-Alben von meinem alten Smartphone auf das neue Pixel 2 XL. Somit habe ich die Bilder zuerst mittels USB-Kabel auf den Computer kopiert und stand dann vor dem nächsten Problem: Es war nicht möglich, das Pixel 2 XL per Kabel mit dem PC zu verbinden, da dieser keinen USB-C Anschluss besitzt und Google kein Adapter-Kabel beigelegt hat. Dieses kann bei Google direkt für 25 Euro zusätzlich bestellt werden. Für mich ein Manko; denn dieses Kabel hätte man bei dem unverschämt teuren Preis für das Smartphone beilegen können. Alternativ hole dir lieber eine günstigere Variante für 7 Euro bei Amazon.

Fingerabdrucksensor

Der Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Rückseite des Pixel 2 XL in einer leichten Vertiefung gut fühlbar unterhalb von Kamera und LED-Blitz. Er wird entweder bei der Einrichtung hinzugefügt oder später über die Einstellungen und die Option Sicherheit. Des Weiteren wird noch eine zusätzliche Display-Sperre wie PIN-Nummer, Muster oder Passwort empfohlen. Die Erkennung des Fingerabdrucks (beziehungsweise der Fingerabdrücke bei mehreren hinzugefügten Abdrücken) funktioniert ohne Probleme, fehlerfrei und entsperrt das Smartphone in Sekundenschnelle.

Performance

Die Performance des Pixel 2 XL ist klasse. Der blitzschnelle Snapdragon 835 Prozessor mit 8 Kernen sorgt dafür, dass Downloads in weniger als 2-3 Sekunden über die Bühne gehen. Auch das Aufrufen von Webseiten ist innerhalb von 1-2 Sekunden, selten langsamer als 4 Sekunden, geschehen.

Einstellungen

Mit dem Öffnen der Einstellungen fällt dir die erste Neuerung ins Auge: Eine dauerhaft eingeblendete Suchleiste. In diese gibst du verschiedene Begriffe ein, um dich schnell in den doch recht umfangreichen Einstellungen und deren Untermenüs zurechtzufinden. Denn die neuen Optionen Active Edge, Now Playing und andere sind an Orten versteckt, an denen man sie nicht gleich vermuten würde. So rufst du die Option Active Edge über Apps&Benachrichtigungen, dort in den erweiterten Optionen zu den Standard-Apps und weiter zu Assistent&Spracheingabe auf. Weiterhin ist es möglich, eine versteckte Benachrichtigungs-LED zu aktivieren. Dazu wählst du in den Einstellungen die Option Benachrichtigungen aus und aktivierst den Regler bei “Licht blinken lassen”.

Es kann eine Benachrichtigungs-LED zugeschaltet werden.

Künstliche Intelligenz/Google Lens/Active Edge/Now Playing

Google hat ja schon bei der diesjährigen I/O verstärkt auf künstliche Intelligenz und Machine Learning gesetzt. Dies zeigt sich bei der starken Kamera mit Google Lens, welche dir beim Fotografieren eines Gemäldes zum Beispiel hilft den Namen eines Künstlers zu erfahren. Hier wird computergestütztes Sehen mit maschinellem Lernen und der Google Suche miteinander kombiniert.

Mit Google Lens hast du mehr Möglichkeiten für deine Fotos.

Des Weiteren ist auch der normale Google Assistant mit an Bord. Diese aktivierst du beim Pixel 2 XL durch das Zusammendrücken des unteren Rahmens. Die Technik nennt sich “Active Edge” und wird in den Einstellungen über die Option Apps&Benachrichtigungen, Standard-Apps, Assistent und Spracheingabe eingeschaltet. Der Google Assistant kann nun mit deinem Smart Home interagieren, Messages an deine Kontakte versenden, ein Selfie von dir machen oder auch eingehende Anrufe auf deinem Smartphone stummschalten.

Mit Active Edge kann durch das Zusammendrücken des Smartphone-Randes der Assistant aktiviert oder das Smartphone stumm geschaltet werden.

Eine weitere AI-Funktion ist das Erkennen von Musik, Now Playing genannt. Diese findet du in den Einstellungen und der Option Töne. Mit diesem Feature können Songs, welche in deiner Umgebung laufen, erkannt werden. Das heißt, dein Smartphone hört zu, wenn du zum Beispiel in einem Cafe sitzt und dort Musik läuft. Das Ergebnis wird auf dem Always-On-Display gezeigt. Die Erkennung erfolgt nur nachdem du zuvor deine Zustimmung gegeben hast.

Now Playing funktioniert nur, nachdem du es aktiviert hast.
Mit Now Playing erkennt das Pixel 2 XL Songs, welche gerade in deiner Umgebung laufen.

Telefon/Lautsprecher

Die Telefonqualität beim Pixel 2 XL ist gut und ohne Auffälligkeiten. Auch bei eingeschaltetem NFC konnten wir keine Klickgeräusche in den Lautsprechern feststellen. Die Klangqualität der beiden Front-Lautsprecher ist bei normaler Lautstärke gut und in Ordnung. Sie liefern Klangqualität in Stereo. Allerdings verfügen beide Lautsprecher über eine unterschiedliche Leistung: der obere Lautsprecher ist um 12 db leiser als der untere Lautsprecher. Der untere Lautsprecher kommt bei Tests auf 91 dB, der obere lediglich auf 79 dB. Google hat schon vor Monaten intern entschieden, die Lautsprecher nach unten zu regulieren, da sonst bei voller Lautstärke Vibrationen und Geräuschbildung auftraten. Allerdings wurden nicht beide Lautsprecher, sondern nur der obere nach unten reguliert. Somit ergibt sich bei voller Lautstärke ein leicht unsauberer Klang.
Des Weiteren hat das Pixel 2 XL keinen 3.5mm Klinkenanschluss. Dieser kann aber mittels mitgeliefertem Adapter angebracht werden.

Kamera

    • Rückkamera: 12,2 MP, 1,4 Mikrometer-Pixel, f/1.8 Blende, Autofokus mit Laser- und Dual-Pixel-Phasenerkennung, optische und elektronische Bildstabilisierung, Video 120 fps bis 1080p, 30 fps bei 4K
    • Frontkamera: 8 MP aus, 1,4 Mikrometer-Pixel und f/2.4 Blende.

Beide Kameras verfügen über einen eigenen Retusche-Modus, welcher Falten und Pickel im Nu glättet. Die KI-Algorithmen sowie der Snapdragon 835 sorgen für einen bessere und schnellere HDR+-Verarbeitung, eine Optimierung des Dynamikumfanges, eine Rauschreduzierung sowie Bewegungsunschärfekompensation. Somit erhältst du eine prima Kamera-Performance und Bildqualität. Im Portraitmodus (Front- und Hauptkamera) wird durch die KI-Algorithmen der Hintergrund vom Vordergrund getrennt, ohne eine Dualkamera zu nutzen. Bei der Tiefenmessung der Rückkamera wird im Portraitmodus der Dual-Pixel-Autofokus genutzt.

Bilder können im Portraitmodus, als Photo Sphere, oder Panorama aufgenommen werden.
Im Portraitmodus wird der Hintergrund ausgeblendet.

Mit Google Lens hast du eine eigene visuelle Suchfunktion, welche Googles Datenbank nach ähnlichen oder gleichen Bildern durchsucht und Informationen dazu preisgibt. Allerdings ist diese nicht sonderlich genau. Das Foto meines lebenden Meerschweinchens wurde von Google Lens als toter Grizzly-Bär erkannt. Aber Google ist ja lernwillig 😉

Google Lens erkennt das lebende Meerschweinchen…
…als toten Bären.

Ist während der Aufnahme eines Bildes die Option Motion Photos aktiviert bekommst du zusätzlich zum Originalbild ein 3-sekündiges Video (1024x768p) vor und nach dem Bild erstellt.Motion Photos kann immer inaktiv, aktiv, oder automatisch aktiviert werden. Es ist allerdings nicht möglich RAW-Bilder zu erstellen oder die Kamera manuell einzustellen. Auch ist kein optischer Zoom vorhanden und der Bokeh-Modus kann nicht gesondert eingestellt werden.

Die Kamera hat verschiedene Einstellungsmöglichkeiten.

In unserem Test hat die Kamera auf ganzer Linie überzeugt. Sie ist übersichtlich aufgebaut und lässt sich leicht bedienen. Das Auslösen geht schnell und liefert im Automatik-Modus immer sehr gute Bilder. Allerdings ist kein Profi-Modus vorhanden, um manuell zusätzliche Einstellungen wie Weißabgleich oder Belichtungszeit einzustellen. Jedoch sind verschiedene Szenen für ein Foto möglich: Automatisch, Bewölkt, Sonne, Neonlicht, Glühlampe.

Verschiedene Szenen können ausgewählt werden.

Über das Menü kann man allerdings Bilder/Videos in Zeitlupe, Panorama, Photo Sphere oder ein Portrait erstellen. In den Kamera-Einstellungen kann man noch verschiedene Bewegungen für Aktionen rund um die Kamera eingeben. So zoomt das Doppeltippen auf dem Display das Bild heran und die Lautstärketaste kann als Auslöser fungieren. In den erweiterten Einstellungen kann die manuelle Steuerung für HDR+ eingeblendet werden.

Akku

Im Pixel 2 XL befindet sich ein fest verbauter 3520 mAh Akku mit USB C 3.1 Anschluss. Die Ladung erfolgt per Quick Charge. Die Ladung erfolgt schnell und unkompliziert. Bei normaler Nutzung hält das Gerät locker 1,5 Tage durch, bei Hardcore-Nutzung dementsprechend weniger (“nur” noch einen Tag). Was allerdings negativ auffällt ist ist die fehlende Möglichkeit des Wireless Charging.

Der Akku hält locker 1,5 Tage durch.

AnTuTu Benchmark

Bei unseren Benchmark-Ergebnissen mit AnTuTu schnitt das Pixel 2 XL wie folgt ab:
Gesamtpunktzahl: 167581, 3D: 70269, UX: 47983, CPU: 39151, RAM: 10178.

Die Benchmark-Ergebnisse.
Der Multitouch-Test.

Fazit

Das Pixel 2 XL besticht mit einer richtig guten Kamera sowie dem unbegrenzten Speicherplatz bei Google Photos. Auch die jetzt 3 Jahre andauernden Android-Updates sind ein Plus-Punkt. Mittels Active Edge kannst du schnell mit dem Google Assistant agieren und die Performance ist einfach der Hammer. Sekundenschnelle Downloads beziehungsweise schnelles Aufrufen von Webseiten und Apps ohne Hänger sind einfach super.

Negativ ist für mich, dass dem Lieferumfang kein USB-C zu USB-A-Kabel beiliegt, um Daten vom PC auf das Smartphone zu übertragen. Des Weiteren stört die fehlende Blickwinkelstabilität und der damit verbundene Blaustich auf dem Display. Laut einem Google-Statement soll dies bauartbedingt sein. Allerdings denke ich vielmehr, dass hier einfach die Qualitätskontrolle versagt hat. Also Google, mal ganz ehrlich: Blaustich und fehlende Blickwinkelstabilität bei einem 940 Euro Smartphone! Da läuft doch was grundsätzliches falsch!

Auch Wireless Charging ist nicht möglich (warum eigentlich?) und wie bei Google mittlerweile gewohnt: Keine Speichererweiterung. Der fehlende Klinkenstecker stört mich persönlich weniger, da ich ihn auch beim alten Smartphone nie benutzt und Kopfhörer schon immer per Bluetooth verbunden habe.

Das Pixel 2 XL ist ein Smartphone mit tollen Funktionen, guter Verarbeitung und einer mega Kamera. Aber die Blickwinkelstabilität und der Blaustich bei einem Smartphone für 940 Euro! Man kann damit leben, aber bei dem hohen Preis erwartet man eigentlich etwas anderes; und wenn Google dann sagt, dass das bauartbedingt halt so ist, dann muß ich entgegnen: Dann macht es eben anders!

Das Pixel 2 XL ist im Google Store in einer 64 GB Variante für 939 Euro erhältlich. Die 128 GB Variante kostet 1049 Euro.