8. Mai 2022
StartAppsIm Test: Mobostick von HSTI mit Android

Im Test: Mobostick von HSTI mit Android

Sie möchten einen Film vom Smartphone aus auf dem großen smarten TV-Gerät von Papa und Mama abspielen, aber Papa und Mama haben weder WLAN noch eine Anbindung ans Internet? Dann bietet eventuell der Mobo-Stick von HSTI eine Lösung. Wir haben den rund 70 Euro teuren Stick getestet.

Der Mobostick macht via USB-Mass-Storage-Support aus Ihrem Smartphone eine kleine WiFi/USB-Festplatte, was vor allem im Zusammenspiel mit einem Smart-TV-Gerät oder einem Autoradio praktisch ist. Schließen Sie den USB-Stick an einen Rechner an, dann startet dieser einen WiFi-Hotspot mit dem AP-Namen ,,mobostick„. Verbinden Sie nun das Smartphone mit diesem WiFi-Netzwerk und starten auf dem Smartphone die zugehörige Mobostick-App, dann gibt der Mobo-Stick von Ihnen ausgewählte Inhalte des Smartphones als USB-Massenspeicherlaufwerk frei.

Unter Windows, Mac und Linux erscheint also einfach ein neues Laufwerk. Somit arbeitet der kleine Stick mit sämtlichen Geräten zusammen, die USB-Laufwerke als Speicher akzeptieren. Der Clou dabei: via WLAN können sich auch mehrere Smartphones mit dem Stick verbinden und Daten freigeben. Diese erscheinen dann ebenfalls in der Auswahlliste und so steht der Party mit gemeinsamer Musik mit Freunden eigentlich nichts mehr im Weg.

Mit der Mobostick-App verwandeln Sie ihr Smartphone in einen drahtlosen USB-Stick.
Mit der Mobostick-App verwandeln Sie ihr Smartphone in einen drahtlosen USB-Stick.

Leider hat das System auf dem Stick ein paar kleine Haken, die die rund 70 Euro teure Lösung gleich weniger interessant machen. So müssen Sie sich mit dem Smartphone oder Tablet unbedingt permanent mit dem Mobostick-Accesspoint verbinden. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass das Smartphone keine Internetverbindung mehr besitzt, da der Stick sein eigenes, vom Internet getrenntes WLAN-Netz betreibt. Inhalte von YouTube auf den großen Fernseher zu bringen, ist somit nicht möglich.

Der vom Mobostick gestartete WiFi-Hotspot kommt zudem komplett ohne Verschlüsselung, Ihre Nachbarn können sich somit problemlos mit dem Netz verbinden und so den kompletten Traffic mitschneiden. Zudem startet der Stick jedesmal neu, wenn Sie ein neues Verzeichnis als Share einrichten. Das macht die Arbeit mit mehreren Geräten nicht gerade angenehmer, zumal der Hotspot so für ein paar Sekunden nicht aktiv ist und sich schnelle Android-Geräte in dieser Zeit schon mit dem gewohnten AP verbinden.

Auch wenn das Setup etwas umständlich ist, lassen sich mehrere Geräte mit dem Stick verbinden.
Auch wenn das Setup etwas umständlich ist, lassen sich mehrere Geräte mit dem Stick verbinden.

Last but not least bietet der Mobostick nur eine Read-only-Lösung: So sehen Sie zwar sämtliche freigegebenen Dateien Ihres Smartphones, wie wenn sich diese auf dem USB-Stick befinden würden, darauf schreiben lässt sich allerdings nicht.
Der Mobostick eignet sich deshalb am ehesten als praktische Erweiterung für den digitalen Bilderrahmen, dessen Speicher man sonst per USB-Stick befüllt, wenn Sie — wie eingangs erwähnt — auf die Internetverbindung Ihres Androiden verzichten können.

Alternativ setzen Sie statt des Mobosticks den Wireless Media Stick von HSTI ein. Er bietet die gleiche Funktionalität, stellt aber kein eigenes WLAN bereit, sondern verbindet sich mit dem bestehenden. Dadurch ist das Setup zwar etwas komplizierter, dafür bleibt aber der Internetzugang auf den verbundenen Geräten erhalten.

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