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Im Test: Meater, der King of Grill

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Sommer, Sonne, Grillsaison oder wie bei uns in der Android-User Redaktion: Schnee, Hagel, Graupel, Herbststürme und Sonne – bei uns ist immer Grillsaison. Ob Steak, Würstchen, Bauchscheiben, Spare Ribs oder die bei den Kindern heißgeliebten Fackeln. Wir grillen alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Und damit unser ohnehin schon perfektes Steak noch ein wenig perfekter wird, haben wir für einen Testbericht freundlicherweise den Meater, das smarte Fleischthermometer mit App-Steuerung und Doppelsensor in die Redaktion bekommen.

Unboxing

Der Meater wird in einem kleinen rechteckigen Karton geliefert. Der Meater selbst ist noch einmal in einer extra Kartonage verpackt. Auf dieser befindet sich auf der Rückseite eine Kurzanleitung zur Nutzung des Meaters. Inliegend befindet sich der Meater mit einer edlen Holzhalterung, welche gleichzeitig als Charger fungiert. Dazu kann die Rückseite abgenommen werden, um an das Batteriefach (die Batterie ist in der Lieferung inbegriffen) zu gelangen. Die Rückseite der Holzhalterung ist magnetisch, sodass die Batterieabdeckung von selbst hält. Ebenfalls kann die Holzhalterung dank zweier weiterer Magneten auch an metallene Flächen (Kühlschrank, Grill) angebracht werden.

Der Meater wird zusammen mit einer Ladebox aus Holz geliefert.
Der Meater wird zum Laden und Aufbewahren in die Ladebox geclippt.

Aussehen

Der Meater ähnelt von der Form her einem Nagel. Er ist 130x7mm lang und hat einen Durchmesser von 6mm. Die obere Seite ist quadratisch und schwarz. Diese kommt in der Ladebox auf den unteren Kontakt. Der Rest des Meaters ist aus silbernem Metall.

Der Umgebungstemperaturfühler ist quadratisch.
Der Meater sieht aus wie ein großer Nageln und kann somit einfach ins Fleisch geschoben werden.

In der Mitte zeigt eine Markierung an, bis wohin der Meater in das Fleisch gestochen werden muss, um korrekte Messungen anzuzeigen.

Der Meater muss bis zur Markierung ins Fleisch gesteckt werden.

Charger

Der 157mm x 37mm x 28mm große Echtholzblock dient als Halterung sowie als Charger für den Meater. Vor der ersten Benutzung muss der Meater mindestens eine Stunde aufgeladen werden. Dazu entfernst du die Rückabdeckung und die Laschen der Batterie, damit diese mit den Kontaktpunkten in Berührung kommt und steckst den Meater mit der quadratischen Seite nach unten in den Charger. Ein weiterer Kontakt befindet sich mittig.

Unter der magnetischen Rückabdeckung befindet sich die Batterie.

Auf der Vorderseite ist ebenfalls noch eine LED sowie ein Kontroll-Button verbaut, welche den Ladestand des Meaters anzeigt. Leuchtet die LED ist die Batterie in Ordnung, leuchtet sie nicht mehr ist die Batterie ziemlich schwach oder bereits ganz leer und muss ausgetauscht werden. Eine AAA-Batterie hält bis zu 100 Ladungen.

Der Button auf der Vorderseite des Chargers zeigt dessen Batteriestand an.

Auf der Rückseite des Chargers sind des Weiteren noch zwei Magnetplättchen angebracht, welche den Charger zum Beispiel am Kühlschrank oder auch an metallischen Teilen des Grills haften lassen.

Durch die magnetische Rückseite kann die Ladebox zum Beispiel am Kühlschrank befestigt werden.

Nutzung

Zuerst lädst du dir die App Meater aus dem Play Store herunter. Nach dem Öffnen erhältst du hier eine kurze Erklärung der App. Du erfährst, dass der Meater zwei Sensoren hat. Die Spitze beherbergt den internen Sensor, die oberen Seite den Umgebungssensor. Sofern die richtige Temperatur für dein Fleisch erreicht ist erhältst du einen Alarm auf deinem Smartphone. Bis zu vier Meater können gleichzeitig mit der App über Bluetooth oder WiFi verbunden werden. Die Bluetooth-Verbindung darf die 10 Meter und die WiFi Verbindung die 32 Meter nicht überschreiten. Weiterhin ist es möglich, die Meater-Cloud zu nutzen, um längere Kochzeiten zu tracken.

Nachdem du die Meater-App installiert hast zeigt dir ein Tutorial die Benutzung.

Nach dem Tutorial verbindest du den Meater mit deinem Smartphone. Du aktivierst Bluetooth sowie die Standortfreigabe auf deinem Smartphone und klickst danach auf den grünen Button mit der Lupe (der Meater darf sich für eine Verbindung nicht auf dem Charger befinden). Nachdem hinter deinem Meater “Paired” steht klickst du auf den Next-Button und registrierst dich via E-Mail, Google- oder Facebook-Account. Mit der Registrierung erhältst du kostenlosen Support und lebenslangen Zugang zur Meater-Cloud. Nachdem du nun auf den “Register”-Button geklickt hast ist das Setup komplett. Du klickst nun auf den “Get Cooking” Button, um zur Startseite zu gelangen.

Die Verbindung gelingt einfach über Bluetooth.
Nachdem das Pairing abgeschlossen ist registrierst du dich mittels Google-, Facebook- oder E-Mail-Account.

Auf der Startseite der App finden sich am oberen Bildschirmrand die derzeitige Temperatur des Meaters (Internal). Per Klick auf die Temperatur-Buttons gelangst du zur Option “Tap to Setup Cook”. Hier wählst du dann aus, welche Art Fleisch du auf dem Grill hast (Rind, Schwein, Huhn, Lamm oder Fisch). Es ist möglich benutzerdefiniertes oder geführtes Kochen auszuwählen.

Per Klick auf den Button “Tap to Setup-Cook” gelangst du zu der Fleischauswahl.
Du kannst geführtes oder benutzerdefiniertes Kochen auswählen.

In den Einstellungen am unteren Bildschirmrand gibst du an, wann dir die App einen Alarm senden sowie ob die Temperatur in Celsius oder Fahrenheit angezeigt werden soll. Nachdem du nun deine Fleischart ausgewählt hast gibst du an, welches Stück Fleisch du zubereitest (bei Rind zum Beispiel T-Bone Steak, Roastbeef, Rib-Eye oder anderes). Die App zeigt nun an, bei welcher Temperatur das Fleisch Rare, Medium Rare, Medium, Medium Well oder Well Done ist. Anhand von farbigen Buttons ist hier auch gut ersichtlich, wie die Fleischfarbe später sein soll. Du wählst hier einfach den Grad des Fleisches aus und klickst anschließend auf den Start-Cook Button oben rechts.

Bei jedem Tier wählst du aus, welches Teil davon du grillen möchtest.
Du wählst den Gargrad aus.

Die App zeigt nun an, dass du den Meater in der Mitte des dicksten Stückes Fleisch bis zur Markierung in das Fleisch schieben sollst. Danach startest du das Kochen über den Button oben rechts.

Du kannst den Meater direkt in das Fleisch stechen und dieses dann auf den Rost legen.
Die App berechnet die benötigte Zubereitungszeit.

Die App schätzt nun eine Zeit, bis wann das Fleisch fertig ist. Am oberen Bildschirmrand siehst du nun die derzeitige Temperatur an der Spitze des Meaters, die Zieltemperatur sowie die Temperatur am Ende des Meaters.

Nachdem der Meater im Fleisch platziert wurde zeigt er die Innentemperatur, die Umgebungstemperatur sowie die Zieltemperatur an.
Der Meater zeigt die noch verbleibende Zeit an.

Weiterhin sind die aktiven Alarme angezeigt. Per Klick auf den Hand-Button oben rechts kann das Kochen angehalten werden. Am unteren Bildschirmrand befindet sich ein Grafik-Button, welcher die Temperatur als Grafik darstellt.

Die App bietet auch Grafiken an.
Das Fleisch wird wunderbar saftig und zart.

Sobald die Zieltemperatur überschritten ist erfolgt ein Alarm, dass das Fleisch von der Hitzequelle genommen werden soll. Sollte das Fleisch dann immer noch nicht von der Hitze genommen werden erfolgt ein weiterer Alarm, der auch visuell, anhand einer brennenden Flamme, das “Überkochen” darstellt.

Ist es zu heiß erhältst du eine Warnung, dass das Fleisch dringend von der Hitzequelle entfernt werden muss.
Die Warnungen werden eindringlicher sofern du das Fleisch immer noch nicht von der Hitzequelle entfernt hast.

Auf der Startseite der App befindet sich nach einem gestarteten Kochen noch ein Uhren-Button. Per Klick darauf wird angezeigt, was du schon alles mit dem Meater gekocht hast. Über den Play-Button wiederum finden sich schon ausprobierte Video-Rezepte mit genauer Anleitung.

Der Uhren-Button zeigt schon von dir zubereitete Essen mit dem Meater an.
Verschiedene Videos beinhalten Rezepte.

Fazit

Die Handhabung des Meater ohne Kabel ist einfach und praktisch. Du steckst den Meater ins Fleisch wartest ab, bis die App das OK gibt, dass das Fleisch gar ist. Die spätere Reinigung ist ebenfalls kein Problem, da er einfach unter fließendem Wasser abgewaschen wird. Auch die App ist gelungen. Sie beinhaltet eine ganze Menge, schon erprobter Rezepte, welche dank der Videos leicht nachzumachen sind. Des Weiteren siehst du hier genau, welche Temperaturen im Innern des Fleisches sowie Außen herrschen. Die App berechnet anhand der gemessenen Temperaturen schnell, wie lange dein Fleisch benötigt. 5 Minuten bevor die benötigte Temperatur erreicht ist erhältst du dazu noch einen Alarm, um genau zu wissen, wann du essen kannst. Einziges Manko der App: Sie ist momentan nur in englischer Sprache nutzbar, dies soll sich aber ab Mitte 2018 ändern.

Der Preis des Meater ist zwar kein Schnäppchen, aber ich denke die Vorteile überwiegen. Und außerdem: Wer sich einen Weber für mehrere tausend Euro kauft, Fleisch von einem mit Liebe gestreichelten Rind isst, dem dürften auch die knapp 100 Euro für den Meater nicht wehtun.

Der Meater ist zum Preis von 99,50 Euro bei Amazon erhältlich.