Start Magazin Im Test: LG Optimus Pad V900 mit 3D-Kamera

Im Test: LG Optimus Pad V900 mit 3D-Kamera

© lg.com

Glaubt man der Unterhaltungsbranche, dann ist 3D das Top-Thema schlechthin. Diesen Trend möchte auch LG nutzen und bietet dazu als zurzeit einziger Hersteller ein Tablet mit Stereokamera an.

Plusminus

+ 3D-Kamera

– Hoher Preis

– Keine 3D-Brille im Lieferumfang

– Relativ schwer

– Kein SD-Kartenslot

Das Optimus Pad von LG unterscheidet sich gleich in mehrerer Hinsicht von den Honeycomb-Tablets der Konkurrenz. So hat sich LG für den 9-Zoll-Formfaktor im Widescreen-Format entschieden (1280×786 Pixel), zwei 5-Megapixel-Kameras verbaut (zusätzlich zur Frontkamera) und den offiziellen Preis bei fast 900 Euro angesetzt.

Verarbeitung & Performance

Das 9-Zoll-Tablet von LG gehört mit rund 650g eher zu den Schwergewichten, lässt sich aber dank des etwas kleineren Displays im Hochformat gerade noch mit einer Hand halten. An der Qualität der verbauten Materialien gibt es kaum etwas auszusetzen. Einzig die Druckpunkte für die Lautstärkeregler und den Einschaltknopf fanden wir etwas zu hart. Da die Tasten zudem komplett plan mit dem Gehäuserand liegen, müssen Sie hier zunächst viel Fingerspitzengefühl walten lassen, um die Wippe zu finden, danach hingegen relativ kräftig drücken, damit sich etwas tut.

An der Leistung des Optimus Pad gibt es kaum etwas auszusetzen. Im Vellamo-Webbenchmark kommt das Tablet auf 903 Zähler, auch beim AnTuTu-Benchmark gibt sich der Androide mit 4605 Punkten keine Blöße.

Die Kamera

Aufnahmen in 3D zu erstellen und anzuschauen, macht Spaß. Allerdings sollten Sie dazu über einen passenden Flachbildschirm-TV verfügen. Auf dem 9-Zoll-Display des Tablets kommen die Tiefen nicht richtig zur Geltung, zudem müssen Sie das Tablet quasi mit ausgestreckten Armen halten, damit der 3D-Effekt am besten zu sehen ist. Dass LG beim empfohlenen Verkaufspreis von knapp 900 Euro nicht mal eine 3D-Brille beigelegt hat, spricht nicht gerade für LG.

Wozu die 3D-Kamera in etwa taugt, erfahren Sie über die Einstellungen des 3D-Camcorder-Programms. Unter den Tipps finden sich hier Hinweise, dass sich die Objekte in einer Entfernung von zwei bis sieben Metern befinden sollten und dass man auf Aufnahmen schneller Objekte verzichten soll. Bei diesen Kriterien bleibt nicht mehr viel Spielraum für wirklich interessante Filme übrig, Spielberg-Ansprüche sollten Sie an das LG-Tablet somit keine stellen. Witzig fanden wir auch den Hinweis, dass neben Kindern unter 5 Jahren auch Schwangere auf das Betrachten der 3D-Aufnahmen unbedingt verzichten sollten.

Die 3D-Camcorder-App bietet drei Aufnahmemodi an. Im voreingestellten Modus sehen Sie das Bild wie beim Abspielen, könnten also beim Aufnehmen über eine 3D-Brille den Film gleich in der dritten Dimension mitverfolgen. Im Side-by-Side-Modus sehen Sie das linke und rechte Bild getrennt. Die Einstellung Mixed zeigt zwar beide Bilder kombiniert an, aber ohne dabei mit Rot und Grün zu arbeiten. Alternativ zu diesen 3D-Modi können Sie bei der Aufnahme auch auf eine 3D-Ansicht komplett verzichten. Für eine Minute Aufnahme benötigt die Kamera 46 MByte Speicherplatz, eine Stunde kommt folglich auf knapp 3 GByte. Der interne Speicher genügt somit für die meisten Aufgaben.

Abbildung 1: Im Side-by-Side-Modus zeigt der Camcorder beide Bilder getrennt an.
Abbildung 1: Im Side-by-Side-Modus zeigt der Camcorder beide Bilder getrennt an.

Abbildung 2: Setzen Sie eine rot-grüne Brille auf, dann sollten Sie den 3D-Effekt sehen.
Abbildung 2: Setzen Sie eine rot-grüne Brille auf, dann sollten Sie den 3D-Effekt sehen.

Die 5-Megapixel-Kamera lässt sich über die Standard-Kamera-App von Honeycomb auch als ganz gewöhnliche Kamera einsetzen und erreicht dabei durchaus ansprechende Videos in Full-HD-Auflösung, solange die Beleuchtung stimmt. Überzeugen konnte dabei auch der Makro-Modus. Die Haupt-Kamera erkennen Sie an der Blitzleuchte.

Abbildung 3: Kinder unter 5 Jahren und Schwangere müssen laut Hilfedatei sofort mit dem Konsum von 3D-Inhalten aufhören.
Abbildung 3: Kinder unter 5 Jahren und Schwangere müssen laut Hilfedatei sofort mit dem Konsum von 3D-Inhalten aufhören.

Fazit

Das einzige Kaufargument für das Optimus Pad stellt aktuell die 3D-Kamera dar. Sind Sie bereit, dafür rund 650 Euro zu zahlen, dann erhalten Sie mit dem Honeycomb-Tablet von LG ein solides Gerät. Benötigen Sie die 3D-Funktion nicht, dann fahren Sie mit den Alternativen von Acer, Asus und Samsung deutlich günstiger.

LG Optimus Pad

Kerndaten
Hersteller LG
Formfaktor 8,9-Zoll-Tablet
Auflösung 1280×786 Pixel
Prozessor ARMv7, 1000 MHz (Dual-Core)
Android-Version 3.0.1
Akku 6400 mAh
Laufzeit (Standby) 1280 h
Gewicht 623g
Preis (Internet) 650 Euro
Web-Infos
http://www.lg.com/de/mobiltelefone/alle-lg-mobiltelefone/LG-V900-OPTIMUS-PAD.jsp
http://
Performance
AnTuTu-Benchmark 4615 Punkte
Vellamo-Benchmark 903 Punkte
Video-Wiedergabe 1080p
Android-User-Bewertung 4,1 Punkte
 

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