Start Magazin Im Test: Hi-Fun Hi-Led Glühbirne mit Bluetooth-Lautsprecher

Im Test: Hi-Fun Hi-Led Glühbirne mit Bluetooth-Lautsprecher

Mit einer Leistung von 5 Watt bzw. 300 Lumen ist die hi-Fun-Glühlampe auf den ersten Blick eine ganz normale Energiesparlampe mit LED-Beleuchtung. Erst auf den zweiten Blick — und über den Preis — entdeckt man, dass sich im Innern der Lampe auch noch ein Bluetooth-Lautsprecher verbirgt. Wir haben die besondere Kombination getestet.

Sind die Halloween-Kürbisse erst einmal von den Regalen verschwunden, dann gibt es für die Weihnachtszeit kein Aufhalten mehr und dann beginnen auch die meisten Menschen sich erste Gedanken über Weihnachtsgeschenke zu machen. Als solches bietet sich die Hi-Led Glühlampe mit integriertem Bluetooth-Lautsprecher als Gadget geradezu an. 42 Euro (Amazonpreis) als Kaufpreis liegen auch noch gerade so drin. Doch was taugt die Lampe im Alltag? Wir haben es für euch getestet.

LED-Lampe

Zunächst mal zur Lampenfunktion: Die Leuchtkraft der 5-Watt-Birne ist ok, allerdings strahlt die Glühbirne ganz klar mehr nach unten als seitlich. Sie eignet sich deshalb in erster Linie für eine ganz spezifische Beleuchtung und weniger dafür, einen ganzen Raum auszuleuchten (dafür reicht auch die Leistung nicht). Der Hersteller hi-Fun gibt die Leuchtdauer mit 30.000 Stunden an, so lange dauert unser Test nicht, die Leuchtkraft beträgt offiziell 300 Lumen.  Ich empfand das Licht als recht grell aber mit einem angenehmen warmen Farbton.

Die Lampe produziert ein angenehm warmes Licht, das allerdings stark nach unten strahlt.
Die Lampe produziert ein angenehm warmes Licht, das allerdings stark nach unten strahlt.

Mehr Lärm als Fun

Auch die Funktion als Bluetooth-Lautsprecher nimmt die hi-Fun hi-Led eigentlich recht gut wahr, allerdings gibt es ein paar recht störende Faktoren. Zunächst lässt sich der Lautsprecher nur dann benutzen, wenn die Lampe an ist. Im Winter ist das kein Problem, denn ein Bisschen Beleuchtung geht immer (und 5 Watt sind ja auch nicht diel Welt), aber im Sommer, wenn es Abends bis 22 Uhr hell ist, dann möchte man wohl kaum so lange warten mit dem Licht einschalten, um etwas Musik zu hören. Hier gibt es bessere Alternativen, die sich per App steuern lassen und die Beleuchtung über Software realisieren, nicht über den Lichtschalter, zum Beispiel die MiPow Play Bulb für knapp 70 Euro, die wir auch schon zum Test bestellt haben.

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Aber zurück zur hi-Fun-Leuchte. Neben dem ersten Problem gibt es zwei weitere. Die Glühlampe macht bei jedem Einschalten und bei der Verbindung via Bluetooth jeweils ein recht lautes und unangenehmes Geräusch. Beim Einschalten und Koppeln sind es Piepstöne, beim Starten des Playbacks Knackgeräusche. Ich habe mal versucht, diese Geräusche für Euch als Video einzufangen:

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Deutlich störender ist hingegen, das die Bluetooth-Lampe bei einer bestehenden Bluetooth-Verbindung ein recht lautes Hintergrundrauschen von sich gibt, das gerade bei leiser Musik dann doch sehr stört. Da die Leuchte sich wie oben erwähnt in erster Linie als Hintergrundbeleuchtung bzw. Zusatzleuchte eignet, möchte man auch nicht andauernd seine Musik laut hören. Das mag damit zusammenhängen, dass bei meinem Test die Fassung der Birne ohne Erdung auskommen musste und dass in meiner Wohnung die letzte Verkabelung schon ein paar Jahrzehnte zurückliegt. Ein Test in den eigenen vier Wänden lohnt sich also, denn wäre dieses Rauschen nicht, dann könnten wir der hi-Fun hi-Led noch eine eingeschränkte Empfehlung abgeben, so müssen wir aber leider vom Kauf abraten.

Die ganze Technik braucht auch etwas Platz. Die hi-Fun Glühbirne passt deshalb nicht in jede Lampe.
Die ganze Technik braucht auch etwas Platz. Die hi-Fun Glühbirne passt deshalb nicht in jede Lampe.

Fazit

Cooles Konzept, aber mangelhaft umgesetzt. Die hi-Fun hi-Led macht schlicht zu viele nicht gewünschte Geräusche und eignet sich auch als Lampe nur eingeschränkt. Zudem muss das Licht zwingend an sein, um Musik hören zu können. Somit können wir der Bluetooth-Glühbirne leider keine Empfehlung aussprechen. Um einfach als cooles Gadget zu Weihnachten durchzugehen, sind uns die 42 Euro bei den genannten Mängeln zu teuer.

 

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