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Im Test: Grand Theft Auto San Andreas

Carl Johnson ist wieder da und muss sich auf den Straßen von Los Santos allerlei bösen Herausforderungen stellen. Schafft er es trotz Bandenkriegen, Drogen und Korruption, seine Familie zu retten und zu überleben?

Wer die mobilen Geräte als Spieleplattform immer noch nicht ernst nimmt, der sollte sich einmal Grand Theft Auto San Andreas anschauen. Das ist das volle, uneingeschränkte GTA-Erlebnis mit zig Spielstunden und ohne Kürzungen am Inhalt. Man kann es kaum glauben: Das Spiel, das vor knapp 10 Jahren auf der Playstation 2 einen Riesenerfolg feierte, kann jetzt auf dem Handy gespielt und in die Hosentasche gesteckt werden.

GTA San Andreas spielt in der Stadt Los Santos, die im Staat San Andreas liegt. Die Stadt ist Los Angeles nachempfunden und dient auch dem aktuellsten GTA-Spiel, GTA V, als Schauplatz. In Los Santos regieren Banden die Gegend und Sie dürfen mit dem Protagonisten Carl Johnson, auch CJ genannt, mitmischen. Die alte Heimat, in die CJ nach ein paar Jahren zurückkehrt, ist korrupt, verlogen und ein Sammelbecken für Gangster. Zeitlich ist das Spiel in den 90ern angesiedelt und stellt das Leben im Ghetto dar, mit all seinen Facetten wie Hip-Hop und Bandenkriegen.

GTA San Andreas ist in gewohnter GTA-Manier ein weitreichendes Open-World-Spiel. Das bedeutet, dass Sie zwar permanent Aufträge erhalten, die die Geschichte weitertragen. Sie können aber auch Nebenquests erledigen, Ihren Charakter entwickeln oder einfach nur eine Menge Unfug in der Stadt anstellen. Die Missionen sind alle sehr abwechslungsreich und reichen vom einfachen Diebstahl bestimmter Autos bis hin zu komplexen Überfällen mit schwerer Bewaffnung. Je weiter CJ in den Strudel aus Korruption und Gewalt gerät, desto härter werden die Missionen. Wie es sich für ein GTA-Spiel gehört, kauft man sich in der ganzen Spielwelt Immobilien und Autos und wird schon bald zur beeindruckendsten Persönlichkeit in Los Santos.

Als Weiterentwicklung von GTA Vice City macht San Andreas vieles anders. Zum einen ist die Geschichte noch ernster und besser geschrieben: Wenn sich das Spiel mittendrin plötzlich wendet, spätestens wenn man sich auf dem Land wiederfindet, merkt man, wie viel Story in diesem Spiel steckt. Zum anderen ist das Spiel grafisch deutlich weiter als Vice City. Leider ist die Performance selbst auf Top-Android-Geräten alles andere als flüssig. Man kann im Menü noch mehr grafische Einstellungen vornehmen, als es damals auf dem PC möglich war. Doch selbst auf dem aktuellen Nexus 7 läuft das Spiel nur mit den empfohlenen Einstellungen richtig glatt, und die sehen nicht besonders toll aus. Mit Schatten, maximalen Texturen und hoher Weitsicht wird das Spiel unspielbar, und das ohne Kantenglättung, die das Spiel unbedingt vertragen hätte.

Die Steuerung dagegen ist viel besser als bei Vice City: Die Autos lassen sich leichter steuern und die Gefechte, in denen manuelles Zielen ohnehin nicht möglich ist, laufen jetzt noch optimierter ab, das heißt, die Gegner werden noch leichter automatisch erfasst.

Zum Glück gibt es viele kleine Änderungen, die dem Spiel gutgetan haben. Da wäre einerseits die Cloud-Speicherfunktion über den Rockstar Social Club, dank derer man das Spiel auch dann weiterspielen kann, wenn man ein anderes Gerät benutzt oder das alte zurückgesetzt hat. Andererseits ist da noch die Unterstützung von Gamecontrollern. Auch sehr gut sind die vielen neuen Checkpoints, die verhindern, dass man Missionen nach dem Scheitern wieder ganz von vorne beginnen muss.

GTA San Andreas ist ein episches Abenteuer in einem sozialen Brennpunkt. Ein Spiel, in dem man den Hauptcharakter so stark entwickeln kann wie in keinem anderen GTA-Spiel und in dem man so unglaublich viel machen kann, dass man Monate damit zu tun hat, wenn man möchte. Es hätte grafisch noch besser sein können, aber vielleicht legt Rockstar ja noch einen Performance-Patch nach.

5,99 Euro

Englisch|Version 1.0|2,4 GByte

★★★★





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