Start Aktuell Im Test: Epson Expression Premium XP-615 Cloud Printer

Im Test: Epson Expression Premium XP-615 Cloud Printer

Sie suchen einen Drucker, der sich auch ohne PC einrichten lässt, via WiFi und Cloud erreichbar ist, nicht besonders teuer ist und zudem auch bei der Druckqualität überzeugt? Dann haben wir Ihren Wunschkandidat schon gefunden.

Epson beweist mit dem Kombimodell XP-615, dass Drucken weder kompliziert noch teuer sein muss. Für unter 150 Euro (Amazon-Preis aktuell 119 Euro) bekommen Sie ein Drucker/Kopierer/Scanner-Multifunktionsgerät, das Sie nach dem Auspacken sogleich über Android nutzen können. Besondere IT-Kenntnisse benötigen Sie dazu nicht, lediglich das eigene WLAN-Passwort sollten Sie kennen.

Erstes Setup

Wenn ein Multifunktionsgerät erst mal im Netzwerk ist, dann bereitet das Drucken und Scannen üblicherweise keine Probleme mehr. Aber bis es soweit ist, kann man selbst als technikaffiner Mensch durchaus ins Schwitzen geraten. Schließt man den Drucker nämlich an eine Windows-Kiste an, dann rödelt die erst mal vor sich hin und sucht nach Druckertreibern und diversen anderen Software-Komponenten. Die Hersteller-CD ins Laufwerk einzulegen, ist oft auch keine gute Idee, müllt man sich doch damit schnell die Festplatte voll (wer will schon Adobe Reader zum x-ten Mal installieren). Umso mehr hat es uns gefreut, dass dem Epson-Drucker zwar eine CD beliegt, die Schnellstartanleitung aber explizit auch das Setup über einen Rechner ohne optischem Laufwerk bzw. via Android erwähnt. Und das ist wirklich einfach: QR-Code scannen, Epson iPrint App herunterladen und schon können Sie drucken.

Ein Blick in die Bedienungsanleitung macht klar, dass das Setup auch ohne Windows funktioniert.
Ein Blick in die Bedienungsanleitung macht klar, dass das Setup auch ohne Windows funktioniert.

Als einzige Vorarbeit müssen Sie dazu auf dem Drucker selbst das WLAN einrichten. Mit dem LCD-Display ist das kein Problem, einzig die Empfindlichkeit der Tasten machte uns etwas zu schaffen, sodass wir das Gerät zunächst auf Spanisch, statt auf Deutsch einrichteten. Nach einem Werksreset und Deutsch als Sprache klappte das WiFi-Setup problemlos. Dazu wählen Sie den Assistenten aus, tippen beim erkannten ESSID-Eintrag auf OK und geben anschließend das WiFi-Passwort ein. Dieser Schritt ist etwas fummelig ohne Tastatur und ohne Touchscreen, aber durchaus zu bewältigen.

Die Einrichtung des WLAN-Passworts verlangt etwas Fingerspitzengefühl, lässt sich dafür aber auch ohne PC bewerkstelligen.
Die Einrichtung des WLAN-Passworts verlangt etwas Fingerspitzengefühl, lässt sich dafür aber auch ohne PC bewerkstelligen.

Ist der Drucker mit dem WiFi verbunden, können Sie mit Epson iPrint sofort vom Handy oder Tablet aus drucken und scannen. Möchten Sie den Printer auch über die Cloud aus erreichen (zum Beispiel via 3G-Netzwerk statt über WiFi, dann müssen Sie den Google Cloud Print Zugang einrichten. Dazu rufen Sie in der Epson-iPrint-App den Druker auf (Utility-Dialog) und wählen ganz unten die erweiterten Einstellungen. Hier finden Sie nun einen Eintrag für die Verknüpfung mit den Google Cloud Print-Services. Anschließend klappt der Druck von jedem Gerät aus, das über einen Browser und Google-Account verfügt. Details zur Nutzung von Google Cloud Print finden Sie im Android-User-Archiv.

Befindet sich der Drucker im gleichen Netzwerk/WLAN, dann findet ihn die Epson-App problemlos.
Befindet sich der Drucker im gleichen Netzwerk/WLAN, dann findet ihn die Epson-App problemlos.

Mit der App erhalten Sie alle Informationen zum Drucker, die man so benötigt.
Mit der App erhalten Sie alle Informationen zum Drucker, die man so benötigt.

Guter Drucker?

Natürlich bringt die beste Android-Anbindung nichts, wenn der Drucker selbst nichts taugt. Dem ist aber nicht so: Die Druckqualität empfanden wir subjektiv als sehr gut, zumal der Epson-Drucker auch randlose Fotos bis A4 liefert. Auch bei einfachen Office-Dokumenten waren wir mit dem Schriftbild und der allgemeinen Druckqualität sehr zufrieden. Gegenüber einigen anderen Herstellern hat der Epson-Drucker den Vorteil, dass Sie die Tintentanks für die beiden Schwarztöne und für Blau, Gelb und Rosa separat austauschen können. Zudem ist das Multifunktionsgerät recht kompakt und arbeitet leise. Die kompletten technischen Details zum Drucker XP-615 finden Sie auf der Epson-Homepage. Wir haben uns bei unseren Tests auf die Funktionalität mit Android konzentriert und keine intensiven Druckqualitätstests durchgeführt.

 

Scannen mit Android

Auch direkt auf das Handy zu scannen, ist mit der Epson-App und dem XP-165 kein Problem. Die eingescannten Dokumente können Sie lokal auf dem Handy speichern, per Mail verschicken oder zu den von der Epson-App unterstützten Cloud-Speicherdiensten (Box, Dropbox, Evernote, Google Drive, Microsoft One Drive) hochladen. Über die Option "Öffnen in…" erreichen Sie auch das gewöhnliche Teilenmenü von Android, sodass Sie ein gescanntes Dokument als JPG oder PDF auch gleich bei Google+ oder Facebook teilen können.

Über Epson iPrint landen eingescannte Dokumente direkt auf Ihrem Handy oder Tablet.
Über Epson iPrint landen eingescannte Dokumente direkt auf Ihrem Handy oder Tablet.

Natürlich lässt sich der XP-165 auch einfach als Kopierer nutzen. Dafür ist das Gerät aber schon fast zu schade. Zudem gibt es einen USB-Port für Speichermedien und einen Kartenleser für SD-Karten und Memory-Stick-Duo-Speicherchips.

Tipp 

Genügen Ihnen die Basisfunktionen der Epson-App nicht, dann holen Sie sich zusätzlich Epson Creative Print auf das Smartphone oder Tablet. Damit lassen sich Ansichtskarten gestalten, CDs bedrucken und Malbücher für die Kleinen erstellen. Die App ist die ideale Ergänzung zur Standard-Druck-App von Epson.

Schwachstellen

Wirklich kritische Punkte haben wir beim Drucker keine gefunden, hier aber ein paar Details, die wir nicht verschweigen möchten. Mit einer Druckzeit von 3:30 Minuten für ein randloses A4-Dokument in Fotoqualität auf Fotopapier gehört der Epson-Drucker nicht zu den allerschnellsten. Dafür arbeitet er aber recht leise. Nervig fanden wir den Piepston beim betätigen der Tasten auf dem Frontpanel, der sich trotz Bemühungen auch im Lautlosmodus nicht ausschalten ließ. Bis wir unser WLAN-Passwort (korrekt) eingegeben hatten, meldeten sich im Büro diverse Mitarbeiter, ob sich denn die Piepserei nicht ausschalten lasse. Abgesehen vom ersten Setup benötigt man aber die Tasten aber nicht wirklich. Sehr unangenehm empfanden wir den Geruch der frischen Ausdrucke, dafür verursacht der Drucker aber im Vergleich zu einem Laser keine weiteren Emissionen.

Die Epson iPrint-App ist im Wesentlichen ein hübsches Frontend für die Weboberfläche. Manchmal kommt auch direkt die Weboberfläche zum Einsatz.
Die Epson iPrint-App ist im Wesentlichen ein hübsches Frontend für die Weboberfläche. Manchmal kommt auch direkt die Weboberfläche zum Einsatz.

Dank Cloud-Anbindung können Sie praktisch jedes Dokument auf dem Epson-Printer ausdrucken.
Dank Cloud-Anbindung können Sie praktisch jedes Dokument auf dem Epson-Printer ausdrucken.

Wir waren uns nicht bei allen Funktionen sicher, ob diese nun manuell durchgeführt werden sollen, oder ob sich die Elektronik darum kümmert (Ausgabe-Tray herausziehen, LCD-Panel herunterklappen). Aber da in den Tests nichts kaputt ging, haben wir wohl alles richtig gemacht ;-)

Fazit

Zum Amazon-Preis von 120 Euro finden Sie aktuell wohl kaum einen Markendrucker, der besser mit Android zusammenarbeitet. Sämtliche Funktionen der Hardware stehen via Android-App zur Verfügung. Selbst ein Firmware-Upgrade können Sie damit durchführen. Das Design der App könnte etwas schöner sein und iPrint ist bloß eine HTML-App, keine native. Das tut der Funktionalität aber keinen Abbruch. Wir können den Epson Expression Premium XP-615 für Android-Nutzer ohne Einschränkung empfehlen.

Epson Expression Premium XP-615

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