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Im Test: Diverses Smartphone-Zubehör

Was wäre ein Android-Smartphone allein ohne Zubehör! Android User hat 10 Gadgets getestet, die Ihren Androiden bereichern, egal ob Smartphone oder Tablet.

MiPow PowerTube

Die SP2600-RD PowerTube von MiPow [1] besticht auf den ersten Blick durch eine tadellose und hochwertige Verarbeitung. Der Hersteller bietet die kleine Aluröhre in zehn verschiedenen Farben an. Die unverbindliche Preisempfehlung von knapp 60 Euro steht ein Straßenpreis von realistischeren 30 Euro gegenüber. Mit nur 75 Gramm stellt das Akkupack ein echtes Leichtgewicht dar.


An der Stirnseite des Zylinders befindet sich eine Plastikabdeckung mit einem Loch in der Mitte. Dieses dient zur Aufnahme der 5 verschiedenen mitgelieferten Adapter, die sowohl zum Laden des Akkus als auch der angeschlossenen Geräte dienen. Zur Auswahl stehen Mini,- Mirco- und normal-USB-Adapter (Vater und Mutter) sowie der Apple-Konnektor.

Die Plastikkappe erfüllt noch eine zweite Funktion, die Sie beim Schütteln des Röhrchens entdecken. Dahinter glimmt eine LED, die je nach Farbe (rot bis blau) den Ladezustand des Akkus anzeigt. Ähnlich verhält es sich, beim Laden oder Entladen. Hier verraten die LEDs permanent, wie viel Saft noch drin steckt. Während blaues Leuchten die volle Kapazität repräsentiert, zeigt rotes Blinken das Ende der Fahnenstange an. MiPow verspricht für den Li-Ion-Akku etwa 500 Ladezyklen.

Als Kapazität gibt der Hersteller 2600 mAh an, die Ausgangsspannung beträgt 1000 mAh bei 3,7 Volt, was dem Ladestrom eines normalen Netzgeräts entspricht. Entsprechend zackig ging das Kraftpaket zur Sache. Der Energiespeicher unseres Test-Androiden war nach knapp 80 Minuten komplett durchgeladen. Allerdings war die Röhre damit auch weitgehend leer. Es reichte für lediglich 15 weitere Prozent beim zweiten Ladeversuch. Positiv fällt auf, dass das Akku-Pack seine Ladung absolut linear abgibt. Anderen Akkupacks zeigen hier im letzten Drittel einen deutlichen Leistungseinbruch.

Um die PowerTube wieder zu laden verwenden Sie entweder ein handelsübliches Ladegerät mit USB-Stecker oder den USB-Anschluss am Rechner. Am Ladegerät ist die Tube nach ungefähr drei Stunden wieder einsatzbereit – ein eigenes Netzteil bringt die Tube nicht mit. Reicht Ihnen die Kapazität nicht, gibt es für rund 70 Euro eine Alternative mit 6600 mAh vom gleichen Hersteller.

Spider Podium



Sie möchten Ihr Smartphone im Auto nutzen, aber es gibt keine KFZ-Halterung dafür? Dann bietet die Firma Breffo mit dem Spider Podium eine clevere Smartphone-Halterung, die sich auch für diverse andere Aufgaben recht gut eignet. So lassen sich damit zum Beispiel Fotos per Stativ schießen, ohne dazu ein großes Stativ mit sich herumschleppen zu müssen, auch als Halterung fürs Fahrrad ist das Spider Podium mit seinen acht Armen bestens geeignet.

Nach dem ersten Auspacken wirkte die Spinne eher als ein Spielzeug, denn ein nützliches Zubehör, doch wenn man einmal gelernt hat, wie man das Smartphone am besten umschlingt und die Beine ausrichtet, damit alles möglichst gut hält, dann lässt sich damit sehr gut arbeiten. In unseren Tests bewährte sich das Spider Podium unter anderem als KFZ-Halterung für die Navigation mit Maps with Me auf dem Galaxy Nexus. Dazu befestigten wir den Spider mit vier Armen an den Lamellen der Lüftung, und die inneren vier Beine hielten das Smartphone fest.

Als Stativ zum Fotografieren können wir die Halterung jedoch weniger empfehlen, da die Spinne recht elastisch ist, und deshalb leicht zum wippen neigt. Man muss Sie also ziemlich gut festmachen, damit nichts wackelt. Gesehen haben wir das Spider Podium bei http://www.getdigital.de [2] zum Preis von 16,95 Euro.

Boombero Wireless Speaker


Die meisten Smartphones besitzen keine wirklich guten Lautsprecher, um Musik zu hören. Wer mit seinem Handy einen kleineren Raum beschallen möchte, muss aber nicht gleich zur HiFi-Anlage und einer Docking Station greifen. Mit dem Boombero Wireless Speaker von Oregon Scientific [3] geht das auch deutlich einfacher. Die kleine Box, die über drei AAA-Batterien oder via USB-Kabel mit Strom versorgt wird, arbeitet als Verstärker für Ihr Smartphone. Dabei kommt der Lautsprecher komplett ohne Kabel aus und schnappt sich quasi das Ausgangssignal des Handys, um es über den größeren internen Lautsprecher der Boombero-Box auf maximal 3 Watt zu verstärken. Near Field Audio bzw. NearFA nennt sich diese Technologie, die mit NFC (der Near Field Communication) allerdings nichts zu tun hat.

Hat man die passende Liege- oder Stehposition für das eigene Handy gefunden, funktioniert das auch tatsächlich erstaunlich gut. Damit man nicht allzulange suchen muss, gibt es auf der Webseite von Oregon Scientific ein ausführliches Manual mit den besten Positionen für zahlreiche Smartphone-Typen [4]. In unseren Tests benutzten wir die Box mit dem Galaxy Nexus, dem Galaxy S III, dem Motorola Atrix und dem HTC Desire C problemlos. Ein Video von der Funktionsweise finden Sie in unserem YouTube-Kanal [5].

Der Klang der Einwege-Box kann dabei durchaus mit sehr guten Lautsprechern von Notebooks mithalten, sodass sich der Boombero auch als Lautsprecher fürs Notebook eignet. Hier wird der Klang dann einfach über ein übliches 3,5mm-Audiokabel an die Box weitergegeben. Ein passendes Kabel liegt dem Lautsprecher ebenfalls bei.

Auch wenn der Boombero Wireless Speaker mit einer echten Audio-Docking-Station klanglich nicht mithalten kann, birgt die rund 90 US Dollar teure Box doch ein enormes Potential. Zudem kann man sie recht gut transportieren, da man wirklich keine Kabel braucht.

Sanyo Mobile Booster

Der Eneloop Mobile Booster [6] wartet mit einem ordentlich verarbeiteten Gehäuse aus Kunststoff und nominell 5000 mAh Leitstung auf. Anders als die PowerTube bringt der Kraftwürfel ein eigenes Netzteil mit. Neben dem Netzstecker befindet sich ein zusätzlicher Mini-USB-Eingang, über den Sie den Akku optional laden, falls Sie das mitgelieferte Netzteil mal nicht zur Hand haben.


Der Mobile Booster bringt gleich zwei USB-Ausgänge mit. Was zunächst als Vorteil erscheint, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung eher als Nachteil: Der Booster beschickt nämlich jeden der beiden Anschlüsse lediglich mit 500 mAh, was dem Ladestrom eines normalen USB-Anschlusses am PC entspricht. Dem entsprechend lange dauern die Ladezyklen gerade bei Geräten mit leistungsstarken Akkus, etwa von Tablets. Ein Y-Kabel, das diesen Engpass durch Doppelanschluss beheben könnte, liefert Sanyo nicht mit.

Auf der Frontplatte des Gehäuses befinden sich ein Power-Knopf, der auch dazu dient, den Status des Akkus abzufragen. Drücken Sie ihn für drei Sekunden, leuchtet die LED für einige Sekunden durchgängig, was einen vollen Ladestand anzeigt. Ein langsames Blinken signalisiert eingeschränkte Betriebsbereitschaft und ein schnelles, dass es leer ist.

Im Test konnte das Sanyo nicht überzeugen. Die Ladezeit für ein Tablet betrug etwa acht Stunden. Wie bei der Powertube war auch hier bei 40 Prozent Schluss. Ein eher mageres Ergebnis angesichts der deutlich höheren nominellen Leistung.

Auch das Ermitteln der Ladedauer und Kapazität scheiterte in den Tests bei einigen Geräten daran, dass sich das Akku-Pack selbst in voll geladenem Zustand in regelmäßigen Abständen (etwa alle 3-5 Minuten) abschaltete. Bei anderen Android-Handys lud das Sanyo das Smartphone zwar voll durch, mehr als 1,5 Ladungen waren aber auch hier nicht drin. Der Ladezyklus dauert mit vier Stunden zudem recht lange.

Ähnlich behäbig gibt sich der Energiespeicher, wenn er wieder Strom braucht. Bis er wieder seine komplette Kapazität erreicht, verstreichen am Netzteil satte 7 Stunden – am USB-Stecker sogar 14.

D-Link DCS-942L


Sie sind auf der Suche nach einer Webcam mit Drahtlos-Anschluss und Aufnahmefunktion für die Nacht, die zudem Bilder auch gleich aufs Smartphone überträgt? Dann ist die DCS-942L von D-Link [6] genau das Richtige. Die Webcam lässt sich – zumindest unter Windows – kinderleicht in Betrieb nehmen, und einmal installiert greifen Sie über das MyDlink-Portal bzw. über die zugehörige Android-App jederzeit und von jedem Ort aus auf die Webcam zu. Das ist besonders dann praktisch, wenn man unterwegs einen Blick auf das traute Heim werfen möchte, aber auch als Babyphone lässt sich die Kamera einsetzen, auch wenn die vier roten LEDs dabei eher hinderlich sind.

Die Kamera lässt sich mit Windows, Mac OS und Linux zusammen nutzen, für den Einsatz der Android-App benötigen Sie aber zwingend einen Account bei mydlink.com und müssen auch die Webcam diesem Account zufügen. Das klappt nur mit Windows. Einmal eingerichtet, benötigt die Webcam aber kein Windows mehr. Der Zugriff auf die Weboberfläche ist von jedem Browser aus möglich.

Abbildung 1: Unter Windows richten Sie die Webcam ganz einfach per Assistent ein.
Abbildung 1: Unter Windows richten Sie die Webcam ganz einfach per Assistent ein.

Falls Sie eine komplette Heimüberwachung aufsetzen möchten, gibt es die Kameras auch etwas günstiger als LAN-Version nur mit Ethernet-Anschluss. Das von uns getestete Modell DCS-942L verfügt zum Preis von rund 110 Euro über einen MicroSD-Slot und es befindet sich auch eine 16 GByte große MicroSD-Karte im Lieferumfang. Versionen ohne Nachtsichtfunktion und ohne MicroSD-Karte gibt es bereits ab 60 Euro.

Die MyDlink-App [7] eignet sich ideal, um auch unterwegs mal einen Blick auf die Webcam zu werfen. Die App gibt es als kostenlose Lite-Version [8] und als MyDlink+ für 0,80 Cent. Die Plus-Version unterscheidet sich darin von der Lite-Variante, dass sie mehrere Kameras verwaltet. Bei der Lite-Version müssen Sie sich im ersten Dialog für eine Cam entscheiden. Die App lässt sich nur mit einem MyDlink-Account zusammen nutzen.

Abbildung 2: In der App MyDlink Lite wählen Sie im ersten Dialog die Webcam aus?
Abbildung 2: In der App MyDlink Lite wählen Sie im ersten Dialog die Webcam aus?

In der Detailansicht sehen Sie nun das Live-Bild Ihrer Webcam und können hineinzoomen oder das Bild auf den kompletten Bildschirm bringen. Über die Kamerataste unten Links erstellen Sie eine Momentaufnahme und via Klang schalten Sie den Ton der Kamera aus. Die Kamera schaltet je nach Lichtverhältnissen automatisch vom Tagmodus (Farbe) in den Nachtmodus um. Nach unseren Auffassung geschieht dieser Switch etwas zu früh, also bei Lichtverhältnissen, die eigentlich noch gut für Farbaufnahmen taugen. Zudem ist der Wechsel mit einem recht lauten Knack-Geräusch verbunden, was gerade beim Anbruch der Dämmerung inklusive Wolken für eine recht unangenehme Geräusch-Kulisse sorgt. Da die Kamera aber im Normalfall in Räumen installiert sein dürfte, wo man sich eh nicht auffällt, ist das nicht weiter tragisch. Die Bilder der Tagaufnahmen sind recht gut, die Infrarotbilder könnten etwas schärfer sein.

Abbildung 3: ?und holen dann das Bild Ihrer Webcam auf Ihr Android-Smartphone.
Abbildung 3: ?und holen dann das Bild Ihrer Webcam auf Ihr Android-Smartphone.

MyDlink Lite funktioniert ohne kompliziertes Firewall-Setup. Möglich machen dies die D-Link-Server, die das Kamerabild quasi als Streaming-Server zwischenspeichern. Sie sollten sich also bewusst sein, dass D-Link theoretisch die kompletten Aufnahmen Ihrer Webcam mitschneiden kann. Möchten Sie den Dienst nicht nutzen oder können Sie ihn nicht nutzen, weil Sie mit Linux arbeiten, dann bietet das Web-Frontend die Möglichkeit, die Bewegungsmeldung einzuschalten und bei Motion Detection automatisch Aufnahmen per E-Mail zu verschicken oder auf einem FTP-Server zu speichern. Je nach Bewegungsaufkommen fallen auf diese Weise allerdings stündlich Daten im GByte-Bereich an!

Mobostick


Sie möchten einen Film vom Smartphone auf dem großen smarten TV-Gerät von Papa und Mama abspielen, aber Papa und Mama haben weder WLAN noch eine Anbindung ans Internet? Hier kommt der Mobostick von HSTI [9] ins Spiel. Er macht via USB-Mass-Storage-Support aus Ihrem Smartphone eine kleine WiFi/USB-Festplatte, was vor allem im Zusammenspiel mit einem Smart-TV-Gerät oder einem Autoradio praktisch ist. Und so funktioniert’s:

Schließen Sie den USB-Stick an einen Rechner an, dann startet dieser einen WiFi-Hotspot mit dem AP-Namen "mobostick". Verbinden Sie nun das Smartphone mit diesem WiFi-Netzwerk und starten auf dem Smartphone die zugehörige Mobostick-App [10], dann gibt der Mobostick von Ihnen ausgewählte Inhalte des Smartphones als USB-Massenspeicherlaufwerk frei. Unter Windows, Mac und Linux erscheint also einfach ein neues Laufwerk. Somit arbeitet der kleine Stick mit sämtlichen Geräten zusammen, die USB-Laufwerke als Speicher akzeptieren. Der Clou dabei: via WLAN können sich auch mehrere Smartphones mit dem Stick verbinden und Daten freigeben. Diese erscheinen dann ebenfalls in der Auswahlliste und so steht der Party mit gemeinsamer Musik mit Freunden eigentlich nichts mehr im Weg.

Abbildung 4: Mit der Mobostick-App verwandeln Sie ihr Smartphone in einen drahtlosen USB-Stick.
Abbildung 4: Mit der Mobostick-App verwandeln Sie ihr Smartphone in einen drahtlosen USB-Stick.

Leider birgt das System auf dem Stick ein paar kleine Tücken, die die rund 80 Euro teure Lösung gleich weniger interessant machen. So müssen Sie sich mit dem Smartphone oder Tablet unbedingt permanent mit dem Mobostick-Accesspoint verbinden. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass das Smartphone keine Internetverbindung mehr besitzt. Inhalte von YouTube auf den großen Fernseher zu bringen, ist somit nicht möglich. Der vom Mobostick gestartete WiFi-Hotspot kommt zudem komplett ohne Verschlüsselung, Ihre Nachbarn können sich somit problemlos mit dem Netz verbinden und so den kompletten Traffic mitschneiden. Zudem startet der Stick jedesmal neu, wenn Sie ein neues Verzeichnis als Share einrichten. Das macht die Arbeit mit mehreren Geräten nicht gerade angenehmer, zumal der Hotspot so für ein paar Sekunden nicht aktiv ist und sich schnell Android-Geräte in dieser Zeit schon mit dem gewohnten AP verbinden.

Abbildung 5: Auch wenn das Setup etwas umständlich ist, lassen sich mehrere Geräte mit dem Stick verbinden.
Abbildung 5: Auch wenn das Setup etwas umständlich ist, lassen sich mehrere Geräte mit dem Stick verbinden.

Last but not least bietet der Mobostick nur eine Read-only-Lösung: So sehen Sie zwar sämtliche freigegebenen Dateien Ihres Smartphones, wie wenn sich diese auf dem USB-Stick befinden würden, darauf schreiben lässt sich allerdings nicht.

Der Mobostick eignet sich deshalb am ehesten als praktische Erweiterung für den digitalen Bilderrahmen, dessen Speicher man sonst per USB-Stick befüllt, wenn Sie – wie eingangs erwähnt – auf die Internetverbindung Ihres Android-Geräts verzichten können.

No-Name-Akkupack

Alternativ zu den relativ teuren Akku-Packs offerieren Händler wie System-S bei Amazon [11] Plastik-Batteriefächer, das vier Mignon-Zellen fassen – dafür aber auch nur 10 Euro kostet.


Verarbeitung und Leistung der Billig-Packs können nicht wirklich überzeugen, dafür warten sie mit einem Trumpf auf, der den traditionellen Akkupacks fehlt: Auf der ganzen Welt bekommen Sie quasi an jeder Ecke-Mignon-Batterien – und damit Saft für Ihr Smartphone. Voll bestückt wiegt das Pack ungefähr 127 Gramm. Die Ausstattung reduziert sich auf einen Ein/Aus-Schalter, einer Power-LED und einem fest am Gehäuse angebrachten Kabel mit einem Micro-USB-Anschluss am Ende.

Im Leistungstest schaffte es der Reservetank, unser Tablet um etwa 30 Prozent aufzuladen, bei den Testhandys waren es immerhin 90 Prozent der Kapazität in ungefähr drei Stunden. Ein Nachladen des Power-Packs fällt beim Einsatz von herkömmlichen Zellen flach, sinnvollerweise bestücken Sie das Batteriefach mit Akkus.

Seagate GoFlex Satellite


Auch wenn es sich bei dieser externen Festplatte nicht um ein Android-spezifisches Gadget handelt, eignet sich die GoFlex [12] mit ihrem integrierten WLAN-Hotspot ideal, um gemeinsam Daten zu nutzen bzw. einen zentralen Speicher für Multimedia-Dateien einzurichten. Der Zugriff erfolgt allerdings read-only, d.h. Sie können vom Smartphone oder Tablet aus keine Dateien auf die Festplatte kopieren. Dazu müssen Sie die Seagate-Platte via USB-Schnittstelle an einen Rechner anschließen. Im USB-Modus ist die Festplatte dann nur für den Rechner verfügbar, an den sie angeschlossen ist, und während Sie Dateien auf die Platte kopieren oder verschieben lädt auch der interne Akku der Platte, der bis zu 5 Stunden Laufzeit gewähren soll. Alternativ lässt sich der kleine Dateiserver auch via Netzteil betreiben (im Lieferumfang enthalten). Dank passendem USB-Kabel und KFZ-Adapter klappt das auch im Auto.

Wie bereits beim Mobostick ist auch bei der GoFlex-Platte das einfache Setup die größte Schwäche: Die Festplatte betreibt ein eigenes, nicht verschlüsseltes WiFi-Netzwerk, auf das sich in der Grundeinstellung problemlos vom Nachbarhaus aus zugreifen lässt. So lässt sich die Platte zwar sehr einfach nutzen, aber wiederum stehen Sie vor dem Problem, dass der Internetzugang Ihres Smartphones oder Tablets nicht mehr funktioniert. Immerhin: bei Seagate hat man an die Sicherheit der Daten gedacht und das offene WLAN lässt sich via Passwort in ein sicheres WPA-Netzwerk verwandeln. Das Problem mit dem Internetzugang bleibt aber bestehen.

Zudem hat in unseren Tests die zugehörige Android-App [13] nicht wirklich funktioniert und wir bekamen stets die Meldung angezeigt: "Service-Status der GoFlex Satellite wird überprüft?". Das ist aber nicht weiter tragisch, da Sie auch via Browser kompletten Zugriff auf die Festplatte erhalten. Einzig unter Android 2.3 arbeitete die GoFlex-App ab und zu richtig. Unter Android 4.0 und 4.1 ließ sich der Fehler hingegen nicht beheben. Zum Preis von rund 160 Euro bekommen Sie mit der GoFlex Satellite eine 500-GByte-Platte mit USB-3.0-Verbindung und WiFi-Hotspot. Ohne WiFi-Funktion bekommen Sie zum gleichen Preis 1,5 TByte oder Sie bezahlen für 500 GByte lediglich 60 Euro. Für den heimischen Gebrauch setzen Sie also besser auf eine konventionelle Netzwerk-Festplatte, lediglich für unterwegs lohnt sich die Anschaffung des doch recht teuren Massenspeichers von Seagate.

Abbildung 6: Die Android-App verweigerte die Zusammenarbeit mit der GoFlex-Platte und zeigte stets diese Meldung an.
Abbildung 6: Die Android-App verweigerte die Zusammenarbeit mit der GoFlex-Platte und zeigte stets diese Meldung an.

Abbildung 7: Auch das Aussehen der Browser-Oberfläche ist stark an iOS angelehnt.
Abbildung 7: Auch das Aussehen der Browser-Oberfläche ist stark an iOS angelehnt.

Anyloader


Der Anyloader [14] ist ein Allzweck-Solar-Lader aus dem Hause getdigital.de. Im Lieferumfang finden Sie eine umfangreiche Stecker-Auswahl, um das Gerät mit allen nur erdenklichen Stromfressern zu verbinden: Ganze elf Stecker und zwei Verbindungskabel legt der Hersteller dem Gerät bei – für 34,95 Euro ein ansprechendes Gesamtpaket.

Der 125 Gramm schwere Ladehelfer funktioniert auf zweierlei Weise. Zum einen kann man den internen 1100-mAh-Akku via USB an den Computer oder ein Ladegerät anschließen – die Ladedauer beträgt 2-4 Stunden. Anschließend stellt das Gerät Ladestrom mit einer Ausgangsleistung von 5,5 Volt bei 500 Milliampere zur Verfügung.

Zum anderen kann man den Anyloader aber auch in eine Solar-Ladestation verwandeln. Zu diesem Zweck ist das Gerät mit einem Solarpanel auf der Oberseite ausgestattet, zu dem ein kleineres durch Aufschieben des Gehäuses hinzukommt. Der Ladestatus wird durch drei kleine LEDs an der Seite des Gehäuses angezeigt. Die Solarpanels liefern bei perfekter Sonneneinstrahlung laut Hersteller in sechs bis acht Stunden einen gefüllten Akku. In der Praxis ist diese Zeitspanne ein dehnbarer Begriff: Zwar ist bei strahlender Sonne von einem klaren blauen Himmel durchaus von einem beobachtbaren Ladevorgang zu sprechen, um den Anyloader jedoch zur Gänze zu füllen, bedurfte es in unserem Fall mehrerer Tage (Testzeitraum: September 2012). Bei gemischten Wetterverhältnissen ist die Solar-Funktion also nur sehr eingeschränkt nutzbar.

Shoqboxen von Philips


Die Philips Shoqbox-Serie [15] umfasst das elegante Modell SB 7300 und eine stoß- und spritzwassergeschützte Variante, das Modell SB7200 (Bild). Es ist für Abenteuer im Freien gewappnet und mit dem integrierten Haltering kann es sogar an der Kleidung oder am Rucksack befestigt werden. Mit einer Laufzeit von acht Stunden hält die Shoqbox auch einen langen Tag am Strand durch. Zwei Shoqboxen lassen sich zudem zu einem Stereo-Set miteinander koppeln.

In beiden Boxen ist ein Mikrofon integriert, so dass sie auch als mobile Freisprecheinrichtung genutzt werden können. Zudem ist ein Sensorfeld integriert, über das Sie die Musikwiedergabe steuern. Per Gestensteuerung kann man zudem laut Hersteller wie bei einem normalen Hi-Fi-System eine Shoqbox als linken Lautsprecher und die andere als rechten Lautsprecher einrichten. In unseren Tests hat das jedoch nicht auf Anhieb geklappt.

Die Lautsprecher sind via Bluetooth universell anschließbar, egal ob Android-Gerät oder ein anderes Bluetooth-fähiges System. Für Geräte ohne Bluetooth steht ein 3,5-mm-LineIn-Eingang zur Verfügung. Geladen werden Sie mit dem mitgelieferten Netzteil und einen Mikro-USB-Anschluss wie beim Handy. Sie können die Boxen daher auch mit Ihrem Handy-Netzteil laden. Allerdings verzichtet Philips bei der Shoqbox auf einen USB-Port, ein Nachladen des Handys über den Akku der Box ist daher nicht möglich.

Der UVP liegt der SB7200 liegt bei recht stolzen 179,99 Euro, für die SB7300 werden gar 199,90 Euro als UVP empfohlen. Die Straßenpreise dürfen sich jedoch ein bisschen unter diesen Preisen einpendeln.

Für Outdoor-Profis


So manches Smartphone-Zubehör ist für den Gebrauch abseits der heimischen Couch gänzlich ungeeignet – sei es nun, weil das Gehäuse undicht ist, Schräubchen locker sitzen oder die verwendeten Materialien schnell rissig werden. Nicht so die Produkte aus dem Hause Brunton. Die 1894 gegründete Firma fertigt seit längerem auch portable Akkupacks und Solarpanele, die speziell für den harten Outdooreinsatz konzipiert sind.

Für diesen Artikel testeten wir das 3200mAh speichernde Brunton Inspire-Akkupack [16] und das Solaris 4 USB-Panel [17], die im Handel für rund 60 Euro (Inspire) respektive knapp 200 Euro (Solaris 4 USB) erhältlich sind. Auf einer 3-wöchigen Outdoor-Tour durch die Pyrenäen mussten die beiden Brunton-Produkte zeigen, was sie leisten.

Mit einer Größe von 15,2×5,1×27,9cm ist das 227 Gramm schwere Inspire recht kompakt geraten. Auch der Lithium-Polymer-Akku mach mit seinem robusten, gummierten und wasserfesten Gehäuse einen sehr langlebigen Eindruck. Das mit einem microUSB- und einem USB-Anschluss ausgestattete Kästchen bietet 5 Volt Ausgangsleistung bei 1000mA Ausgangsstrom. Laut Hersteller benötigt es 2h Ladezeit am Zigarettenanzünder, über den USB 2.0-Anschluss dauert der Ladevorgang laut Eigenauskunft 4 Stunden. Will man mit dem Outdoor-Akku sein eigenes Smartphone, den Fotoapparat oder das GPS aufladen, so muss man 1-2 Stunden Ladezeit veranschlagen. Zum Laden legt Brunton dem Inspire neben einem USB-Kabel übrigens auch den Freedom 12 Volt USB-Adapter für das Aufladen im Auto bei.

Abbildung 8: Das Inspire Akkupack erträgt auch Wasser und Schmutzt. Es kostet 60 Euro.
Abbildung 8: Das Inspire Akkupack erträgt auch Wasser und Schmutzt. Es kostet 60 Euro.

Beim Solaris 4 USB handelt es sich um ein faltbares, vierteiliges Solar-Panel, das mit vier Ösen an den Ecken zur Befestigung am Zelt, Rucksack oder anderen Aufhängepunkten ausgestattet ist. Brunton verwendet für seine Solar-Panels sogenannte CIGS-Zellen, die den großen Vorteil haben, flexibel und damit vielseitig einsetzbar zu sein. Das Gerät hat einen USB-Ausgang für den Anschluss direkt am Smartphone, an Akkupacks oder anderen Geräten, die es aufzuladen gilt. Die CIGS-Solarzellen sind auf einer sehr robusten, aber trotzdem dünnen Textilplane angebracht, die 22,8×63,5 Zentimeter misst. Die maximale Ausgangsleistung des 178 Gramm schweren Sonnen-Segels liegt bei 5V/800 mA.

Unsere Testbedingungen waren gut – Sonne satt, in 3 Wochen kaum eine Wolke am Himmel, ideale Voraussetzungen also für einen Solar-Lader, um zu zeigen, was er kann. Der erste Aufladevorgang durch das noch zu Hause an der Steckdose aufgefüllte Inspire ging überraschend schnell vonstatten. Die vom Hersteller angegebenen 1,5 Stunden Ladedauer wurden voll eingehalten. Auch das Solarpanel bewährte sich vollständig: Nach knapp vier Stunden leuchteten bereits 3 LED am Inspire Akkupack, als wir es nach insgesamt 5 Stunden von der Leitung nahmen, war das Inspire wieder voll – obwohl das Solarpanel während des Ladevorgangs zum Teil sogar im Schatten eines Baumes hing. Probleme traten lediglich mit de LED-Anzeige auf. Hier leuchtete von Zeit zu Zeit nur eine LED leicht bläulich, obwohl das Akkpack voll war. Abgesehen davon können wir das Paket mit Panel und Akkupack für Outdoor-Fans nur empfehlen.

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