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Im Test: Defender of the Crown

Wenn Sie beim Stichwort „Amiga“ nicht an das spanische Wort für Freundin denken sondern an den legendären Commodore-Computer, dann erinnern Sie sich vielleicht auch an den Klassiker „Defender of the Crown“. Das Spiel gibt es seit Kurzem auch für Android.

Das waren noch Zeiten, als simple Pixelgrafiken und 8-Bit-Sounds den Computer-Gamer in Entzücken bringen konnten. 1986 galt Defender of the Crown als eines der Paradebeispiele für Top-Grafik auf dem Amiga. Seither sind ein paar Jährchen vergangen, nun ist das Strategiespiel zurück und auch für Android-Geräte verfügbar.

Es war einmal?

Wir schreiben das Jahr 1149. König Richard (Löwenherz) ist gerade zurück von seinem Kreuzzug und hat die besten sechs seiner Kämpfer zum Ritter ernannt. Doch ein heimlicher Attenttäter raubt ihm das Leben während eines Ritts durch die berüchtigten Wälder von Sherwood Forest. Das Land zerfällt in sechs Königreiche. Ihre Aufgabe ist es, es wieder zu vereinigen. Wären da bloß nicht noch zusätzlich die Streitigkeiten zwischen den Saxen und den Normannen, die sich gegenseitig damit beschuldigen, den König beiseite geschafft zu haben.

So viel zur Hintergrundstory, die nur dann interessant ist, wenn Sie das Original noch nicht kennen. Aber dann haben Sie eventuell auch schon aufgehört zu lesen. Denn was Sie bei "Defender of the Crown" erwartet, ist Retrografik und Retrogaming vom Feinsten. Das Spiel stimmt praktisch 1:1 mit dem Original von 1986 überein. Einzig die Steuerung haben die Entwickler auf Touchscreens angepasst. Das ist dem Cinemaware-Team mit einem Cursor-Steuerfeld und rechter und linker Maustaste recht gut gelungen. Auf eine deutsche Übersetzung, wie in einigen Nachfolgern des Klassikers müssen Sie allerdings verzichten.

Abbildung 1: Zu Beginn des Spiels müssen Sie sich für einen Ritter als Spielfigur entscheiden.
Abbildung 1: Zu Beginn des Spiels müssen Sie sich für einen Ritter als Spielfigur entscheiden.

Abbildung 2: Wenn Sie mit der Klinge flink umgehen können, dann bieten sich Raubzüge an.
Abbildung 2: Wenn Sie mit der Klinge flink umgehen können, dann bieten sich Raubzüge an.

Die Taktik zählt

Zu Beginn wählen Sie einen Ritter als Ihren Player aus. Anschließend gilt es, sich im Ritterturnier durchzusetzen, eine Armee aufzubauen und möglichst viele Ländereien zu erobern, sodass am Ende des Spiels alle Besitztümer in England Ihnen gehören. Dabei müssen Sie nicht nur ganz sorgfältig abwegen, wie viele Ihrer Soldaten in die Armee zur Eroberung gesteckt werden und wie viele zu Hause bleiben sollen: Auch ob Sie an einem Turnier nur um Ruhm und Ehre spielen oder sogar Ländereien aufs Spiel setzen, müssen Sie sich gut überlegen. Last but not least spielt das Liebes- und Schwertglück auch noch eine gewisse Rolle.

Abbildung 3: Bilden Sie die stärkste Armee und erobern Sie alle Länder der englischen Krone, um zu gewinnen.
Abbildung 3: Bilden Sie die stärkste Armee und erobern Sie alle Länder der englischen Krone, um zu gewinnen.

Abbildung 4: Ländereien mit einer Burg lassen sich nur mit Katapulten erobern. Hier benötigen Sie viel Touch-Geschick.
Abbildung 4: Ländereien mit einer Burg lassen sich nur mit Katapulten erobern. Hier benötigen Sie viel Touch-Geschick.

Fazit

Defender of the Crown zieht Sie schon nach kurzer Zeit wieder in den Bann (wenn Sie das Genre auch heute noch mögen). Je länger Sie spielen desto öfter stellen sich Dejavu-Erlebnisse ein. Stehen Sie hingegen weniger auf Pixelgrafik, dann lohnen sich die 1,49 Euro wohl kaum. Für alle Strategie- und Amigafans ist das Retro-Feeling hingegen unbezahlbar!

1,49 Euro

Bewertung: ?????


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