Start Magazin Im Test: Das Motorola Fire XT316

Im Test: Das Motorola Fire XT316

© Motorola

Auch wenn RIM mit seinen BlackBerry-Geräten aktuell eher etwas auf dem absteigenden Ast sitzt, gibt es weiterhin viele Leute, die eine Hardware-Tastatur und den Formfaktor schätzen. Diese Zielgruppe spricht Motorola mit dem Fire an.

Plusminus

+Günstiger Preis

+Hardware Tastatur

+Android 2.3

– 600 MHz CPU

– 3-MP-Kamera

– Zu wenig interner Speicher

Das Motorola Fire ist das erste Smartphone von Motorola mit einer QWERTZ-Tastatur und einem Touchscreen im Hochformat. Es zeichnet sich durch Funktionalität und ein elegantes Design glänzend in Schwarz und Silber aus. Es passt zu Jeans und zur schwarzen Krawatte, und wirkt trotz des günstigen Preises nicht billig.

Abbildung 1: Das Motorola Fire gibt es auch in Weiß.
Abbildung 1: Das Motorola Fire gibt es auch in Weiß.

Über zwei Drittel der vorderen Abdeckung des Gerätes fallen auf den Touchscreen und die vier Android-Funktionstasten. Unten befindet sich eine QWERTZ-Tastatur. Um die Bedienung des Gerätes zu erleichtern, sind die kleinen Tasten speziell geformt, das Tippen geht recht einfach. Neben den typischen Tasten für Ein/Aus und die Lautstärke verfügt das Fire auch über eine separate Kamerataste. Zum Lieferumfang des Fire gehört neben dem Ladegerät mit USB-Kabel auch eine 2 GByte große MicroSD-Karte, die Sie recht schnell benötigen.

Mit Gingerbread

Das Fire läuft mit Android 2.3.4 und wird von einem 600-MHz-Prozessor angetrieben. Gepaart mit der recht fetten Batterie (1420mAh) sorgt das für bis zu zehn Stunden Sprechzeit oder 660 Stunden Standby-Zeiten. Das 2,8-Zoll-Display löst mit 320×240 Pixeln auf, wobei die Farbtiefe mit 256.000 Farben etwas besser sein könnte. Hier bieten echte BlackBerrys mehr, das zeigt sich aber auch bei den Kosten. Auch bei der Leistung darf man vom Fire keine Wunder erwarten: Im AnTuTu-Benchmark kommt das Motorola Fire auf 1476 Punkte, ist hier also sogar noch etwas langsamer als das SPX-5 von Pearl. Auch beim Vellamo-Test kommt es lediglich auf 247 Zähler.

Die von Motorola verbaute 3-Megapixel-Kamera sorgt für keine Wunder, aber immerhin gibt es einen separaten Auslöser. Mangels Blitz kann man scharfe Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen vergessen, bei Tageslicht macht die Kamera aber passable Bilder und nimmt zudem Videos bei [email protected] in H263 oder H264 auf. Zudem lassen sich die Aufnahmen auch mit einem Geotag versehen.

Schnelles GPS

Bei der Orientierung im Gelände unterstützen uns heute 31 GPS-Satelliten und GPS-Module. Ein solches findet man auch beim Motorola Fire, es ist zudem sehr schnell. Während die meisten Smartphones (darunter auch das Motorola Defy) zum Bestimmen der Position ohne Internetverbindung zum Teil recht lange brauchen, erledigt das Fire selbst ohne A-GPS-Daten "kalt" die Position in weniger als zwei Minuten. Das funktionierte in den Tests auch in einem Raum durch das Fenster. Nach dem Abrufen der aktuellen A-GPS-Daten unter Verwendung des gleichen Satelliten dauert es etwa 30 bis 40 Sekunden, bis das Fire die Position wieder gefunden hat.

Das Motorola Fire eignet sich mit seinem kleinen Display nicht als Navigation für das Auto, aber für Pendler oder für die Fußgängernavigation ist es ausreichend. Da schmerzt es auch nicht, dass dem Smartphone keine Navigationslösung (außer Google) beiliegt.

Multimedia

Zum Lieferumfang des Fire gehört auch ein Headset. Es eignet sich aber auf Grund der sehr miserablen Qualität nur zum telefonieren, nicht zum Musik hören. Das ist insofern schade, da die Musikqualität des Fire recht ordentlich ist und Motorola dem günstigen Smartphone auch ein Radio inklusive RDS spendiert hat.  

Tipp

Gefällt Ihnen der Formfaktor des Motorola Fire, aber die Spezifikationen sind Ihnen zu schwach, dann lohnt sich ein Blick auf das Modell Pro+ mit 1-GHz-Prozessor und einer Displayauflösung von 640×480. Das Pro+ kostet rund 300 Euro.

Fazit

Das Motorola Fire ist ein Smartphone mit einer durchschnittlichen Leistung zu einem sehr günstigen Preis. Aufgrund seiner Ausstattung mit der Hardware-Tastatur und dem großen Akku eignet sich das Smartphone für alle, die viele SMS und E-Mails schreiben, sowie ständig in sozialen Netzwerken unterwegs sind und dabei auf ein großes Display verzichten können.

Motorola Fire XT316

Hersteller Motorola
Formfaktor 2,8-Zoll-Smartphone
Auflösung 240 x 320 Pixel
Prozessor ARMv6, 600 MHz (Single-Core)
Android-Version 2.3.4
Akku 1420mAh
Laufzeit (Standby/Gespräch) 660 h / 10 h
Gewicht 110g
Preis (Internet) 130 Euro
Technische Details und Preisvergleich
http://www.android-user.de/lp/5017
Performance
AnTuTu-Benchmark 1476 Punkte
Vellamo-Benchmark 247 Punkte
Android-User-Bewertung 3,7 Punkte
 

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