Start Magazin Im Test: Base Tab von E-Plus

Im Test: Base Tab von E-Plus

© base.de

Für 19 Euro bietet der zur E-Plus-Gruppe gehörende Dienstleister Base ein Android-Tablet inklusive Internet-Flatrate an. Wir haben uns das „Base Tab“ getaufte Gerät näher angeschaut.

Plusminus

+ Guter Preis mit Datenflat

+ 3G, GPS und 16 GByte Speicher

+ Lange Akkulaufzeit

+ UKW-Radio

– Schwacher Prozessor

– Display nicht top

– Wenig Speicher

Für knapp 20 Euro pro Monat bietet Base seit dem Juli 2011 ein eigenes 7-Zoll-Android-Tablet mit dazugehöriger Internetflatrate an. Das gute am Deal: Das Android-Tablet bringt alles mit, was man von einem guten Tablet erwartet: 3G-Modul, GPS-Sensor, berührungsempfindliches Display und eine 16-GByte-Speicherkarte. Leider gibt es auch einige Pferdefüße.

All inclusive

Das Tablet-Angebot von Base ist ein Rundum-Sorglos-Paket für alle, die mit ihrem Android-Tablet viel surfen, twittern, chatten und mailen möchten und dazu noch nicht über eine entsprechende Flatrate verfügen. Auch als Navi eignet sich das 7-Zoll-Gerät dank integriertem GPS-Modul. Mit dem Base Tab bekommen Sie ein Tablet und den dazugehörigen Datentarif für 19 Euro im Monat, müssen sich allerdings für 24 Monate verpflichten. Innerhalb dieser Zeit ersetzt Base defekte Tablets kostenlos und bietet zudem bei Reparaturen ein Ersatzgerät an.

Die versprochene Flatrate ist allerdings keine echte Flat – nach 500 MByte pro Monat dreht E-Plus den Datenhahn fast zu und lässt die Bytes nur noch mit 56,5k strömen. Wer zu Hause über ein WLAN-Netz verfügt und die Datenverbindung nur für unterwegs nutzt, sollte mit den 500 MByte aber ganz gut klarkommen. Im Preis von 19 Euro inbegriffen sind zudem 30 Freiminuten und 30 Frei-SMS innerhalb des Base-/E-Plus-Netzes. Nach Ablauf der 24 Monate können Sie sich entscheiden, ob Sie das Tablet kaufen möchten.

Abbildung 1: Der Startbildschirm des Base Tab mit dem leicht angepassten Launcher.
Abbildung 1: Der Startbildschirm des Base Tab mit dem leicht angepassten Launcher.

Die Abstriche

Das Herzstück des Base Tabs von ZTE mit Android 2.2 "Froyo" bildet ein 600 MHz schneller ARM-Prozessor, der schon etwas älter ist. Das merkt man als Vielsurfer bereits beim Browsen, als Laie spätestens beim Spielen von Angry Birds: Die Leistung der CPU reicht gerade noch, um die Vögel fliegen zu lassen, aber wirklich genießen kann man das Spiel nicht. Für einfache 3D-Games reicht es aber immerhin. In Zahlen bedeutet das 1203 Punkte beim AnTuTu-Benchmark und gerade mal 58 Punkte beim auf Browsen optimierten Vellamo-Benchmark von Qualcomm. Bei dieser Leistung fällt es nicht mehr negativ ins Gewicht, dass das Base Tab keinen Flash Player unterstützt. Dieser würde das Tablet eh nur unnötig ausbremsen.

Das zweite große Manko des Tablets stellt der interne Speicher dar. Er ist mit 200 MByte reichlich knapp bemessen, was Sie spätestens nach Installation der zehnten App mit einer entsprechenden Android-Warnmeldung bemerken werden. Zum Glück lassen sich viele Apps auf die Speicherkarte verschieben, die mit 16 GByte hingegen großzügig ausfällt.

Abbildung 2: Die erreichten 58 Punkte beim Vellamo-Benchmark sind ein klares Indiz dafür, dass es sich beim Base Tab um kein Kraftpaket handelt.
Abbildung 2: Die erreichten 58 Punkte beim Vellamo-Benchmark sind ein klares Indiz dafür, dass es sich beim Base Tab um kein Kraftpaket handelt.

Weitere Abstriche müssen Sie bei der Display-Qualität in Kauf nehmen. Der Bildschirm löst im Unterschied zu den hochwertigen 7-Zoll-Tablets von Samsung und HTC nur mit 800×480 Pixeln auf und ist nicht besonders farbkräftig bzw. kontrastreich. Das gleiche gilt für die verbaute 3-Megapixel-Kamera: Ihre Bilder entsprechen in etwa der Qualität eines drei Jahre alten Photohandys. Eine Frontkamera besitzt das Base Tab trotz anders lautender Berichte nicht: Für Videotelefonie ist das Tab aufgrund der schwachen Spezifikationen eh nicht geeignet. Last but not least sind die drei Android-Buttons für Home, Zurück und das Kontextmenü nicht beleuchtet, was die Bedienung im Dunkeln erschwert.

Trotzdem gut

Android- und Technik-Fans dürfen sich also an dieser Stelle vom Base Tab verabschieden. Für alle anderen Nutzer, die einfach nur ein Tab zum Musikhören, Youtube-Browsen und Chatten auf der Couch möchten, eignet sich das Tablet hingegen gut. Dazu trägt unter anderem auch die sehr gute Akkulaufzeit bei. In unseren Tests erreichten wir bei sehr moderater Nutzung spielend Laufzeiten von über sechs Tagen (nur per WLAN). Aber auch bei aktiver Nutzung inklusive 3G hält das Tablet locker zwei Tage durch. Das können andere Geräte auch zu höheren Preisen nicht.

Abbildung 3: Der Lock-Bildschirm des Base Tab zeigt die Anzahl ungelesener Nachrichten an.
Abbildung 3: Der Lock-Bildschirm des Base Tab zeigt die Anzahl ungelesener Nachrichten an.

Allerdings sind die Stromspar-Einstellungen des Tablets recht hart gesetzt. Bereits nach 10 Sekunden Inaktivität schaltet sich die Displaysperre wieder ein, was zum Beispiel beim Lesen von Webseiten echt nervt. Über die Einstellungen lässt sich dieses Problem jedoch schnell beheben. Das gilt auch für die Autokorrektur, die in den Werkseinstellungen auf "hoch" eingestellt ist. Die Eingabe einer E-Mail-Adresse ist dadurch praktisch unmöglich, weil die Autokorrektur stets einschreitet. Ändern Sie diese Einstellungen, lässt sich auf der Swype-Tastatur aber recht flott schreiben.

Ebenfalls für das Base Tab spricht, dass man mit dem Tablet auch Anrufe tätigen und entgegennehmen kann, auch wenn das auf den ersten Blick etwas schräg aussieht und für manchen Lacher sorgen mag. Die Sprachqualität liegt dabei sogar über dem Level mancher Smartphones. Wer sich schämt, ein 7-Zoll-Tablet ans Ohr zu halten, telefoniert über das im Lieferumfang enthaltene einfache Headset oder kauft sich ein entsprechendes Bluetooth-Gerät. A propos Headset: Für Musikliebhaber hält das Base Tab mit Dolby Mobile einen weiteren Pluspunkt bereit, der über die integrierten Lautsprecher sehr schön zur Geltung kommt.

Das Android-System auf Basis von Version 2.2 "Froyo" hat Base nur wenig geändert. Anstelle des klassischen Launchers, der nur ein Symbol für die Apps mitbringt, zeigt der Base-Launcher fünf Symbole an. Hinter dem Briefumschlag, der auf den ersten Blick wie ein zweites Symbol für das E-Mail-Programm aussieht, verbirgt sich die SMS-Anwendung, das Briefmarken-Symbol startet Google Mail. Praktisch fanden wir in den Tests auch das UKW-Radio.

Abbildung 4: Das Radio eignet sich hervorragend für den Zeitvertreib unterwegs oder am Abend.
Abbildung 4: Das Radio eignet sich hervorragend für den Zeitvertreib unterwegs oder am Abend.

Fazit

Das Base Tab gehört von der Leistung her klar in die Kategorie Günstigtablets. Der berührungsempfindliche Touchscreen, die integrierte 3G-Funktion inklusive Telefonieren, die gute Akkulaufzeit und nicht zuletzt die attraktive Mietkonstruktion von E-Plus machen es dennoch zu einem interessanten Einsteiger-Tablet für alle, die etwas Android-Luft schnuppern möchten. Ob man sich dazu für zwei Jahre verpflichten möchte, muss man selbst entscheiden.

Base Tab

Kerndaten
Hersteller ZTE
Formfaktor 7-Zoll-Tablet
Auflösung 800×480 Pixel
Prozessor ARMv6, 600 MHz
Android-Version 2.2
Akku 3400 mAh
Laufzeit (Standby/Gespräche/Video) 500 h / 20h / 6 h
Preis 280 Euro ohne Vertrag / 19 Euro/Monat inklusive Internet-Flatrate
Gewicht 700g
Web-Infos
Produktseite http://www.base.de/Tablets/BASE-Tablets/BASE-Tab-white.aspx
Technische Daten http://www.eplus-gruppe.de/presse/doc/1380.pdf
Performance
AnTuTu-Benchmark 1203 Punkte
Vellamo-Benchmark 58 Punkte
Video-Wiedergabe keine HD-Inhalte
Android-User-Bewertung 2,1 Punkte

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