Start Aktuell IFA 2013: Cintiq Companion Hybrid — spezielles Tegra-4-Tablet von Wacom im Kurztest

IFA 2013: Cintiq Companion Hybrid — spezielles Tegra-4-Tablet von Wacom im Kurztest

(c) Wacom

So langsam aber sicher nehmen die Geräte mit Tegra-4-Prozessor von Nvidia Fahrt auf. Ein ganz besonderes Tablet ist das Cintiq Companion von Wacom, das wir uns auf der IFA kurz angeschaut haben.

Ein Android-Tablet mit 13,3-Zoll-Bildschirm und einem Gewicht von 1,7 kg hört sich nicht nach besonders sexy an, ist es auch nicht. Das Cintiq Companion Hybrid ist denn auch nicht in erster Linie ein Android-Tablet, sondern ein waschechtes Cintiq-Zeichentablet für professionelle Grafiker. Dass das Tablet nicht für Otto Normalverbraucher gedacht ist, erkennt man auch am Preis: Rund 1400 Euro kostet die Einsteigervariante mit 16 GByte Speicher, die ab Mitte Oktober verfügbar sein soll.

Dafür sind die Specs top: Unter der Haube des riesigen Tablets ist ein Tegra-4-Prozessor mit 2 GByte RAM und 16 GByte internem Speicher (erweiterbar) verbaut. Das 13-Zoll große IPS-Display löst mit 1920 x 1080 Pixeln auf und verfügt laut Datenblatt über eine Helligkeit von 210cd/m².  Das entspricht in etwa der Leuchtraft eines Einsteigerhandys und leider ist auch der Blickwinkel mit 178° seitlich und vertikal nicht allzugut. Das stört aber nicht weiter, da das Cintiq Companion Hybrid nicht in erster Linie zum Anschauen von Filmen bei Tageslicht gedacht ist, sondern um damit zu zeichnen. Angeschlossen an einen Mac oder einen Windows-Rechner mutiert das Tablet zum einfachen Zeichentablet und zeigt dabei den Bildschirminhalt des angeschlossenen Computers an. Via Micro-HDMI-Ausgang lässt sich das Bild auch auf einen größeren Monitor übertagen, das funktioniert aber nur unter Android.

Sobald Sie das Tablet vom Mac/PC trennen, startet automatisch das Android-System. Auch hier können Sie die Vorteile des Wacom Digitizers nutzen (der übrigens auch in den Note-Produkten von Samsung verbaut ist) und mit dem druckempfindlichen Stift auf dem Touchscreen zeichnen. Im Unterschied zu den recht simplen Note-Geräten unterstützt das Wacom-Tablet dazu über 2000 Druckstufen und bietet eine Auflösung von über 5000 Linien pro Zoll.





Das Malen auf dem 13 Zoll großen Wacom-Tablet macht Spaß.

Um optimal mit dem Tablet arbeiten zu können, verfügt das Cintiq Companion Hybrid über einen Standfuß mit drei Einstellungsmöglichkeiten zwischen 22° und 50°. Es lässt sich zudem durch Links- und Rechtshänder gleichermaßen bedienen.

Daneben lässt sich aber auch das Android-4.2-System mit dem Tegra-4-Prozessor ganz normal nutzen, also theoretisch können Sie damit auch tolle Games spielen und Full-HD oder sogar 4k-Videos anschauen.  Das funktioniert alles auch unterwegs, da das Tablet in der Einsteigervariante DTH-A1300L über eine Batterie mit 48.5 Wattstunden verfügt. Das rund 100 Euro teurere Modell mit 32 GByte internem Speicher (A1300H)  bietet sogar 72 Wattstunden Leistung. 

Als Nicht-Grafiker können wir die Nützlichkeit des Wacom-Tablets schlecht beurteilen, aber das Malen und Zeichnen mit dem Druckempfindlichen Stift hat Spaß gemacht. Zudem lässt sich der große Touchscreen auch so einrichten, dass er nur auf die Berührung durch den Stift reagiert und somit die Auflage der Handballen beim Zeichnen nicht registriert. Das Display könnte für unsere Ansprüche etwas heller sein, und beim Blickwinkel muss Wacom ebenfalls nachbessern. Bei unserem Testgerät auf der IFA handelte es sich aber noch um ein Vorseriengerät, sodass das finale Produkt diese Fehler eventuell bereits ausgebügelt hat. Für die Nutzung unterwegs ist das Cintiq Companion Hybrid hingegen nicht geeignet. Dazu ist es schlicht zu schwer und zu groß. Aber die Größe eignet sich noch gut, um das Tablet von der Arbeit mit nach Hause zu nehmen und umgekehrt.

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