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Huawei – Kein Zurück zu Google, eigenes OS soll genutzt werden

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Seit fast einem Jahr steht Huawei auf der schwarzen Liste des US-Handelsministeriums. Das Huawei Mate 30/30 Pro ist damit das erste Smartphone, welches ohne Google Dienste mittlerweile auch in Deutschland und bald auch in Österreich verkauft wird. Aus Österreich gab es nun auch die Nachricht, dass es für Huawei kein Zurück mehr zu Google gibt.

Huawei – Bye Bye Google

Wie der Standard berichtet, gab der Country-Manager von Huawei Österreich, Fred Wangfei heute im Rahmen eines Pressegespräches in Wien einen Einblick in die Zukunft von Huawei und machte dabei klar: Es gibt kein Zurück zu Google.

Auch dann nicht, wenn der US-Bann überraschend aufgehoben werden sollte. Denn es kann jederzeit zu einer neuen Sperre seitens der USA gegenüber Huawei kommen. Also konzentriert sich Huawei nun auf ein eigenes OS basierend auf Android Open Source und versucht dieses neben Android und iOs zu etablieren.

Für bestehende Huawei-Smartphones bleibt alles wie gehabt, neue Huawei Geräte laufen hingegen mit HMS (Huawei Mobile Services). Mittlerweile arbeiten 4000 Entwickler an HMS, was sich Huawei 3 Milliarden US-Dollar kosten lässt. Eine weitere Milliarde fließt ins Marketing des eigenen Dienstes außerhalb Chinas.

Weiterhin zählt die eigene AppGallery bereits 400 Millionen aktive Nutzer sowie 1,2 Millionen (meist chinesische) Apps. Hierzulande steht man jedoch vor dem Problem, dass die AppGallery die hier genutzten Apps wie WhatsApp, Facebook und Co. nicht (oder noch nicht) anbietet. Laut Huawei arbeite man daran. So hat man in Europa eine Proxy-Firma eingerichtet mit der die US-Anbieter ihre Verträge zur Nutzung der Dienste abschließen können, womit der Bann umschifft wird.

Huawei glaubt fest daran, dass man ein 3. Ökosystem benötigt. HMS ist offen und basiert auf der freien Version von Android. Apps müssen nicht von Grund auf neu entwickelt sondern nur adaptiert werden.

Während Huawei auf dem chinesischen Markt schon lange ohne Google Dienste auskommt muss das neue OS auf dem europäischen Markt noch etabliert werden. Ob das gelingen kann wird die Zukunft zeigen.


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