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HTC Desire S im Kurztest

© htc.com

Das überaus erfolgreiche HTC Desire wurde im Frühjahr dieses Jahres vom Desire S beerbt. Ob es sich als würdiger Thronfolger erweist, zeigt dieser Testbericht.

Als das HTC Desire im Frühjahr 2010 an den Start ging, galt es als kleine Sensation: Das erste Smartphone, das dem iPhone ernsthaft Paroli bieten konnte. In der schnelllebigen IT-Zeit ergraute es aber schon nach wenigen Monaten, und wurde im Frühjahr 2011 vom Desire S abgelöst.

Das mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 499 Euro gestartete Smartphone ist derzeit für einen Straßenpreis von etwa 350 Euro, beispielsweise bei Amazon, erhältlich.

Die Unterschiede

Durch die Unibody-Bauweise aus Alu wirkt das Desire S deutlich wertiger verarbeitet und stabiler als sein Vorgänger. Lediglich die Akku-Abdeckung am unteren und die Kameraeinfassung am oberen Ende der Rückseite fertigt HTC aus Kunststoff. Während das Vorgängermodell noch mechanische Tasten besaß, verschwanden sie – abgesehen von der Lautstärkeregelung und dem Ausschalter – in der S-Version komplett unter dem Display. Allerdings müssen Sie beim Desire S auch auf den bei vielen Nutzern beliebten optischen Trackball verzichten.

Auch an inneren Werten legte die S-Variante deutlich zu. So spendiert der Hersteller dieser Version üppige 768 MByte Arbeitsspeicher sowie 1,1 GByte internen Speicher, den Sie optional um bis zu 32 GByte per MicroSD-Karte aufstocken. Der ARM-Prozessor taktet zwar mit einem GHz genauso schnell wie im Vorgängermodell, in der Gesamtperformance legte das Desire S aber um gute 10 Prozent zu. So erreichte es im AnTuTu-Benchmark beachtliche 2739 Zähler, Vellamo attestierte ihm 624 Punkte. Damit bewegt es sich leistungsmässig im Mittelfeld der Smartphone-Liga, allerdings mit weitem Abstand hinter den Top-Performern wie dem HTC Sensation oder gar dem Samsung Galaxy S II, die beide im AnTuTu-Benchmark jenseits der 4400-Punkte-Marke rangieren.

HTC liefert das Desire S mit Android 2.3.3 sowie der eigenen Oberfläche Sense 2.1 aus. Anders als andere Hersteller, beispielsweise Motorola, versorgt der Hersteller seine Kunden regelmäßig mit Updates. So spielte das Smartphone nach dem ersten Start direkt drei Aktualisierungen ein.

Woher kommt das "S"?

Das "S" im Namen verdankt das Gerät seiner engen Vernetzung mit Social-Media-Diensten wie Twitter, Facebook, Picasa oder Flickr. Das manifestiert sich beispielsweise im so genannten FriendStream-Widget, das HTC auf einem der virtuellen Desktops platziert. Optional zeigt es die neuesten Beiträge von Flickr, Facebook und Twitter an. Auch die Alben-App zeigt nicht nur die lokal vorgehaltenen Bilder, sondern auch die auf Facebook und Flickr gehosteten.

Dieses Bild setzt sich auch im Kontextmenü vieler Anwendungen fort, das häufig zu den Media-Netzwerken. So versenden Sie Foto- und Filmaufnahmen beispielsweise ohne Umwege an die genannten Dienste.

Fazit

Das Desire S gehört inzwischen zwar nicht mehr zu den schnellsten Smartphones, dafür überzeugt es mit einer grundsoliden Verarbeitung und einem sehr gut lesbaren Super-LCD-Display. Vom Preisleistungsverhältnis liegt es etwa auf dem gleichen Level wie das Xperia Arc (ohne S) von Sony Ericsson.

Softwareseitig spricht HTC klar die Facebook-Fraktion unter den Nutzern an. Die enge Integration in die sozialen Netzwerke zieht sich durch fast alle Bereiche des Smartphones, vom Fotoalbum bis zur Kamera und dem Adressbuch. Alles in allem präsentiert sich das Desire S als würdiger Nachfolger des beinahe legendären Vorgängers.

HTC Desire S

Kerndaten
Hersteller HTC
Formfaktor 3,7-Zoll-Smartphone
Auflösung 480×800 Pixel
Prozessor ARM Cortex A8 1 GHz
Speicher 768/1100 MByte (RAM/intern)
Android-Version 2.3.3
Akku 1450 mAh
Laufzeit 390/6,5 h (Standby/Gespräch)
Preis 350 Euro
Gewicht 130g
Kamera 5 MPixel / bis 1280×720 Video
Web-Infos
Produktseite http://www.htc.com/europe/smartphones/htc-desire-s/
Technische Daten http://www.htc.com/europe/smartphones/htc-desire-s/#specs
Performance
AnTuTu-Benchmark 2739 Punkte
Vellamo-Benchmark 624 Punkte
Android-User-Bewertung 4,1 Punkte
 

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