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Großes Interesse am Öko-Fairphone

Das in den Niederlanden entwickelte Öko-Smartphone „Fairphone“ geht weg wie warme Semmeln. Der 325 Euro teure Jelly Bean-Androide erreichte noch vor dem Ende der Funding-Phase das erste Planziel von 5.000 Vorordern.

Seien wir doch mal ehrlich: Wer hat beim Kauf eines Smartphones eines großen Herstellers ein wirklich gutes Gewissen? Ohne Samsung, HTC, Motorola und Co. etwas unterstellen zu wollen: Nach den Skandalen rund um Foxconn kann sich wohl niemand mehr sicher sein, ob Teile der schlauen Telefone nicht in Sweatshops hergestellt werden, von der Rohstoffbeschaffung ganz zu schweigen.

Das niederländische Unternehmen Fairphone hat sich daher entschlossen, ein Smartphone unter so weit wie möglich „fairen“ Bedingungen auf die Beine zu stellen. Dass das Gerät nicht vollends unter öko-freundlichen Bedingungen hergestellt werden kann, ist Fairphone dabei selbst klar. Ziel ist es vielmehr, die Herstellungsprozeduren des Smartphones komplett transparent zu gestalten, die Produktion unter ethischen Gesichtspunkten aufzubauen und die Ressourcenbeschaffung offenzulegen.

Gleichgewicht halten: Fairphone kümmert sich um die Herkunft der Komponenten.
Gleichgewicht halten: Fairphone kümmert sich um die Herkunft der Komponenten.

Beim Bau des Fairphones sollen „konfliktfreie“ Materialien verwendet werden. Um dies zu garantieren, sieht sich das Fairphone-Team seine Vertragspartner und Zulieferer sehr genau an, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und ein vertretbares Lohnniveau stehen an erster Stelle. Zudem sollen Materialien verwendet werden, die die Umwelt so wenig wie möglich belasten.

Ein erster Schritt zu öko-korrekten Smartphones?

Das Konzept scheint aufzugehen: Acht Tage vor dem Ende von Fair Phones „Early Funding Campaign“ hat das Unternehmen das erste Planziel von 5.000 Vorbestellungen erreicht, die Nachfrage steigt weiter an.

Wer überlegt, sich ein Gerät des Klein-Herstellers aus Amsterdam zuzulegen und damit zumindest einen Schritt in Richtung bewusstes Konsumieren zu machen, erhält für einen Preis von 325 Euro eine auf 1,2 GHz getaktete Quad Core-CPU (MTK6589M) mit einem GByte RAM. Der kompakte 4,3-Zöller hat 16GByte Speicher (erweiterbar via microSD), eine 8MPixel-Hauptkamera, eine 1,3MPixel-Videochatkamera, Dual SIM-Support und Android 4.2 Jelly Bean an Bord. Das haut Android-Freaks zwar nicht um, für ein „Fair Trade“-Phone sind Preis und Features jedoch angemessen.

Bleibt zu hoffen, dass die Idee hinter Fairphone ordentlich an Fahrt aufnimmt und auf Dauer auch andere Hersteller darauf aufmerksam macht, dass Smartphone-Käufer nicht nur Wert auf das Neueste vom Neuen legen, sondern sich auch über die Produktionsbedingungen Gedanken machen. Welche Art von Konsum betreiben Sie? Konsumieren Sie mehr oder weniger blind oder haben Sie schon mal den Kauf eines Smartphones verschoben, weil Ihnen ständig die Bilder von Coltan-Gruben im Kongo im Kopf herumgeistern?

Mehr Infos zum Fairphone gibt es direkt auf fairphone.com

Quelle: androidauthority.com

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