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Google will Zeitfenster für Geräte-Zertifizierung beschränken, ältere Android-Versionen seit 4. Februar nicht mehr möglich

Androidpolice hat eine interessante Story veröffentlicht, wonach Google bei der Zertifizierung von Geräten den Herstellern ein Zeitfenster von neun Monaten nach der Folgeversion aufzwingen will. Wer sein Smartphone oder Tablet später abliefert, muss es mit einer neueren Android-Version versehen.

 

Die wichtigste Info vorab: Bei den veröffentlichten Informationen handelt es sich um inoffizielle Angaben, die der Androidpolice-Redakton vorliegen. Zudem bezieht sich der Zeitraum von neun Monaten nur auf die Zertifizierung des Geräts für die Google-Dienste (Google Mobile Services, GMS), nicht auf die Android-Version an sich. Und last but not least halten sich die meisten Hersteller bereits jetzt an diese Regelung, auch wenn sie anscheinend neu ist.

Ab Mai kein Android 4.2 mehr

Der Zeitplan sieht vor, dass Google stets die zwei aktuellsten Android-Versionen bzw. API-Levels zur Zertifizierung freigibt und dabei ein Zeitfenster von neun Monaten nach Veröffentlichung der API-Version besteht. 

"Starting February 2014, Google will no longer approve GMS distribution on new Android products that ship older platform releases. Each platform release will have a ?GMS approval window? that typically closes nine months after the next Android platform release is publicly available."

Android 4.2 erschien am 13. November 2012. Das Zeitfenster für diese Version endet neun Monate nach der Veröffentlichung der Folgeversion. Android 4.3 erschien am 25. Juli 2013, also ist der spätestmögliche Zeitpunkt für einen Hersteller, ein Smartphone oder Tablet mit Android 4.2 zur Zertifizierung einzureichen neun Monate später, am 24. April 2014. Für Android 4.1 wäre dieser Zeitrahmen theoretisch neun Monate nach der Veröffentlichung von Android 4.2 abgelaufen, also am 12. Oktober 2013, für alle älteren Versionen als Android 4.2 endete das Zeitfenster laut Unterlagen aber am 4. Februar 2014.

Was bedeutet das? Aktuell kann kein Hardwarehersteller mehr Google ein Gerät zur Zertifizierung der Google Apps (GOogle Mobile Services) vorlegen, das nicht über mindestens Android 4.2 verfügt. Ab Mai muss bereits Android 4.3 vorinstaliert sein, ab 1. August 2014 Android 4.4.

API Version Veröffentlichungsdatum Letzter Termin für die Zertifizierung
4.1 (API Level 16) oder älter 12. Juli 2012 1. Februar 2014
4.2 (API Level 17) 13. November 2012 24. April 2014
4.3 (API Level 18) 25. Juli 2013 31. Juli 2014
4.4 (API Level 19) 31. Oktober 2013 Abhängig vom Release von Android 4.5/5.0 bzw. API level 20

Was ändert sich für den Verbraucher?

Diese Termine beziehen sich nur auf die Zertifizierung der Google Mobile Services durch den Hersteller. Hat Google eine Zertifizierung erteilt, gibt es keinen verbindlichen Termin, wann das Gerät im Handel erscheinen muss. Ein jetzt zertifiziertes Tablet mit Android 4.2 kann es durchaus erst zu Weihnachten in den Handel schaffen. Angesichts der Tatsache, dass aktuell praktisch sämtliche neuen Geräte mit Android 4.2 in den Handel kommen, dürfte sich also für den Endnutzer nicht viel ändern. Es sei denn, Google schiebt ein schnelles Release nach. Würde zum Beispiel noch diese Woche Android 4.5 oder Android 4.4 mit dem API Level 20 erscheinen, dann könnte man bereits am 10. November keine Geräte mehr für die Zertifizierung mit Android 4.4 API Level 19 einreichen.

Android User meint…

Wir halten die von Androidpolice veröffentlichten Informationen für durchaus glaubwürdig, viel ändern wird sich hierzulande hingegen nicht. Die neue Regelung dürfte in erster Linie kleineren chinesischen Anbietern das Leben schwer machen, die mit supergünstigen (alten) Chipsätzen arbeiten, die sich eventuell nicht ohne weiteres auf eine neue Android-Version updaten lassen. So gibt es immer noch viele Noname-Tablets, die von Haus aus mit Android 4.0.4 ausgeliefert werden, weil der darin verbaute Chipsatz mit dieser Version am besten klarkommt. Ein solches Tablet wird in Zukunft keine Zertifizierung mehr von Google erhalten. Das kann einerseits dazu führen, dass die Hersteller aktuellere Android-Versionen anbieten, der Schuss kann aber genauso gut auch nach hinten losgehen, und die Hersteller verzichten dann komplett auf die Google-Zertifizierung. In China besitzt diese mangels offiziellem Support für Google Play eh keinen allzu großen Stellenwert.

Quelle:  androidpolice.com

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