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Google: Strengeres Regelwerk für Apps

Google will Push-Werbung in der Benachrichtigungszeile, irreführenden Angaben und weiteren störenden App-Eigenschaften Einhalt gebieten: Ab 23. September gilt ein deutlich strengeres Regelwerk für Entwickler. 

Die App-Landschaft auf Google Play war bisher geprägt von einer Vielfalt, die Nutzern neben vielen Vorteilen (und einer großen Auswahl) auch einige Nachteile einbrachte. So konnten Entwickler in der Benachrichtigungszeile unerwünschte Push-Werbung unterbringen, ohne das Wissen des Anwenders Lesezeichen einrichten und weitere "Störfaktoren" in ihre Apps einbauen.

Damit ist jedoch mit dem 23. September 2013 Schluss – denn dann greifen Googles neue App-Regeln, die den Play Store qualitativ aufwerten sollen. Hier die eine Liste der wichtigsten Änderungen:

  • Apps können keine Werbung oder Werbelinks mehr in der Benachrichtigungszeile unterbringen. Zudem können Apps nur noch dann Benachrichtigungen anzeigen, wenn diese einen elementaren Bestandteil der Funktionalität der App darstellen.
  • Entwickler dürfen keine falschen oder irreführenden Informationen mehr in die App einbauen. Das gilt auch für verlinkte Webseiten. So darf eine App ab sofort nicht mehr so tun, als sei sie selbst eine "große Hausnummer" oder stehe in Kontakt mit einer bekannten Marke.
  • Apps dürfen nicht mehr die Einstellungen des Androiden manipulieren, die App-Reihenfolge im Drawer ändern, Bookmarks und Homescreen-Shortcuts anlegen und andere Änderungen ohne die Zustimmung des Besitzers vornehmen.
  • "Interstitial Ads" – also Werbung, die während der Verwendung von Apps zwischenzeitlich eingeblendet wird – muss mit einem gut sichtbaren Schließen-Button versehen sein. 
  • Jede Art von Manipulation der Play Store-Bewertung ist strikt verboten. Darunter fällt sogenanntes "Keyword-Stuffing", also das massive Einbringen von Keywords in den App-Beschreibungen um die App nach SEO-Kriterien leichter auffindbar zu machen, gefälschte Kritiken und irreführende App-Beschreibungen.
  • Glücksspiel in Apps ist und bleibt zudem illegal. Jede App, die Geld oder Wertgegenstände als Preis auslobt, fällt in die Glücksspiel-Kategorie.

Alles in allem dürften die Regeln zu hochwertigeren Apps, einem aufgeräumteren Play Store und zufriedeneren Kunden führen. Natürlich werden findige Entwickler erneut Hintertürchen finden – Google macht jedoch einen wichtigen und im Grunde längst überfälligen Schritt in Richtung Kundenzufriedenheit. Bis man einen Effekt der Maßnahmen bemerkt, wird es allerdings einige Zeit dauern – derzeit sind bereits eine knappe Million Apps bei Google Play zu haben. Die kompletten Programmierrichtlinien für Entwickler finden Sie hier: play.google.com/about/developer-content-policy.

Quelle: androidauthority.com

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