Start Im Test Google Home Mini im Test – Mit Chromecast, Netflix und Co.

Google Home Mini im Test – Mit Chromecast, Netflix und Co.

1990
2

In dieser Woche wurde der neue Google Home Mini verschickt und ist auch bei uns in der Redaktion eingetroffen. Wir haben uns den Mini einmal angesehen und zeigen dir in diesem Artikel, wie du die einzelnen Dienste in Betrieb nimmst.

Unboxing

Den Google Home Mini gibt es in verschiedenen Farben. Auf der Unterseite ist er orange und hat rundherum eine weiße Umrandung. Mittels 4 LED zeigt er auf der Oberfläche den jeweiligen Status an. Er verfügt über einen Micro-USB-Anschluss und, ganz wichtig, über einen Hardware-Button, mit dem du das Mikrofon deaktivieren kannst. Hast du das Mikrofon deaktiviert, leuchten die 4 LED auf der Oberseite rot. Während der Einrichtung leuchten sie Weiß und während der normalen Benutzung in den Google Farben Blau, Gelb, Grün und Rot. Auf den Seiten versteckt befinden sich 2 Touch-Buttons, mit denen du die Lautstärke regeln kannst.

In den Vorversionen war es möglich, Google Home Mini über einen Touch-Schalter ohne das Keyword „OK Google“, oder „Hey Google“ anzutriggern. Da dieses aber zu Problemen führte, dass sich das Google Home Mini zwischendurch von selbst aktivierte und lauschte, wurde diese Funktion kurzerhand von Google deaktiviert.

Technische Daten

Ich bete hier jetzt nicht sämtliche technischen Daten aus dem Datenblatt herunter. Das ist für mich zu viel Schreibarbeit und für dich zu langweilig ;-)

Daher gehe ich nur auf die wichtigsten Punkte ein. Google Home unterstützt die Audioformate HE-AAC, LC-AAc+, MP3, Vorbis, WAV (LPCM) und FLAC. Neben dem Standard-WLAN 802.11b/g/n/ac im 2,4 GHz kannst du dich mit Google Home ebenfalls ins 5 GHz Netzen verbinden.

Der Stromverbrauch liegt beim Google Home Mini etwa bei 2 Watt. Das entspricht bei einem Strompreis von 28 Cent und 24 Stunden Betrieb etwa 0,013 Euro pro Tag.

Die Einrichtung

Nachdem du die App Google Home heruntergeladen hast verbindest du Google Home mit dem Stromnetz. Aktiviere nun Bluetooth und den Standort auf deinem Smartphone, damit das Gerät gefunden werden kann. Hast du diese Funktionen nicht aktiviert, wird dein Google Home nicht von der App gefunden. Nun öffnest du die App, wählst aus dem Menü den Punkt Geräte aus und wartest, bis Google Home gefunden wurde. Die weitere Einrichtung ist dann eigentlich nur noch ein Durchklicken durch die einzelnen Menüpunkte. Wenn du nach einem Musikdienst gefragt wirst, kannst du dich hier für Spotify free entscheiden, sofern du noch eine Premium-Version davon besitzt. Auch Google Play Music oder Deezer sind möglich.

Nachdem die Einrichtung erfolgreich abgeschlossen ist, findest du in der App nun ein paar neue Menü-Punkte vor. Unter dem Punkt Smart-Home Steuerung werden deine Geräte und Räume aufgelistet. Wenn du auf den Plus-Button klickst, kannst du hier nun neue Geräte, wie z.B. Philips Hue, Tado, Homematic IP, uvm hinzufügen. Dir stehen hier einige Dutzend Hersteller zur Auswahl. Jedes Gerät kannst du wiederum einem Raum zuweisen.

Auflistung aller verfügbaren Geräte.
Du kannst jedes Gerät einem Raum zuweisen.

tado und Philips Hue ausprobiert

Wer bereits von Alexa trainiert wurde, muss sich nun bei Google Home etwas umstellen; die Sprachkommandos werden nämlich natürlicher ;-)

Um das smarte Heizkörperthemostat anzusteuern sagst du beispielsweise:

„Hey Google, stelle die Heizung im Esszimmer auf 20 Grad“
„Hey Google, stelle das Thermostat im Esszimmer auf 20 Grad“
„Hey Google, schalte die Heizung im Esszimmer aus“

Bei Philips Hue ist es ähnlich. Du kannst das komplette Licht eines Raumes ein- oder ausschalten, dimmen, oder die Farbe wechseln; oder du kannst einzelne Lampen über ihren Namen ansteuern. Was aktuell allerdings nicht funktioniert ist, auf einzelne Philips Hue-Szenen zuzugreifen. Du kannst dir zwar in Google Home einen eigenen „Raum“ für ein paar Lampen erstellen und die Lampengruppe dann über diesen ansprechen. Allerdings kann ein Geräte nicht in zwei Räumen existieren. D.h. du kannst dir keinen Raum erstellen, wo alle Lampen enthalten sind und einen weiteren, in dem von diesen nur 3 Lampen existieren.

Oder du gehst den Umweg über IFTTT und stellst dir hier etwas zusammen. Aber so ganz Out-of-the-Box klappt das mit den Szenen aktuell noch nicht. Vielleicht denke ich auch einfach zu kompliziert und finde demnächst noch heraus, ob bzw. wie es richtig funktioniert.

In Verbindung mit Chromecast

Chromecast fügst du in Google Home zunächst über den Punkt Geräte hinzu. Anschließend gehst du, um Chromecast für Google Home bekannt zu machen, im Menü auf Weitere Einstellungen und wählst hier Fernseher und Boxen aus. Über den Plus-Button fügst du deinen Chromecast nun der App hinzu. Ist das geschehen, taucht Chromecast nun im Menü-Punkt Smart-Home Steuerung auf und du kannst ihn einem Raum zuweisen.

Ist Chromecast eingerichtet kannst du Videos beispielsweise wie folgt auf dem Chromecast abspielen:

„Hey Google, schalte Untertitel ein“
„Hey Google, spiele den Trailer von Star Wars auf dem Chromecast ab.“

Weiterhin kannst du die Videos pausieren, stoppen, usw. Weitere Sprachkommandos findest du hier.

Chromecast, Netflix und Co richtest du über den Menü-Punkt Weitere Einstellungen ein.

Netflix einrichten

Netflix richtest du ebenfalls über die Weiteren Einstellungen. Klicke hier auf den Menüpunkt Videos und Fotos. Wenn dir Netflix dort bereits angezeigt wird bestätige die Verknüpfung. Das war es dann auch schon. In Verbindung mit Chromecast kannst du nun Netflix-Videos abspielen:

„Hey Google, spiele den Film Transformers ab“

Die Zusammenarbeit zwischen Chromecast, Youtube, Netflix mittels Sprachsteuerung klappt bei uns richtig gut. Du kannst Videos pausieren, stoppen, Untertitel hinzufügen, uvm.

Wo ist mein Handy?

Hast du den Standort deines Smartphones aktiviert und bist bei beiden Geräten mit demselben Google-Konto angemeldet, kannst du mittels dem Sprachbefehl

„Hey Google, wo ist mein Handy“

dein Smartphone über Google Home klingeln zu lassen. Diese Funktion wurde nun auch für Deutschland freigeschaltet. Hast du mehrere Geräte in deinem Google-Account hinterlegt, wirst du einzeln gefragt, welches du klingeln lassen möchtest. Dein Smartphone klingelt anschließend auch dann, wenn es sich im Lautlos-Modus befindet. Allerdings klingelt es nicht, wenn du es auf „Nur Wecker“ eingestellt hast.

Fazit

Aus Datenschutz-Sicht sind Sprachassistenten sicherlich bedenklich, zumal man sie mit allen möglichen smarten Geräten im eigenen Haushalt verknüpft und den Unternehmen hinter der Hardware damit einen Leckerbissen serviert. Ob man sich mit einem Sprachassistenten nun eine Wanze in sein Zuhause holen möchte oder nicht, bleibt letztendlich jedem selbst überlassen. Die Grenze zum Verlust der Privatsphäre verschiebt sich jedenfalls schwimmend, hat doch selbst der Nest Protect oder der smarte Fernseher ein Mikrofon verbaut. Und nun verknüpfen wir diese ganzen Geräte auch noch mit einem Dienst, Prost Mahlzeit.

Google Home Mini funktioniert in unserem Test schonmal ganz gut. Allerdings gibt es auch noch viele Stellen, an denen es softwareseitig hakt. Auch finde ich, dass die Stimme abgehackt klingt. Die Technologie steht gerade noch relativ am Anfang und wird mit der Zeit immer weiter ausgebaut. Wir sind gespannt, was noch kommt. Der verbaute Lautsprecher des Mini empfinde ich als besser als beim Amazon Echo Dot. Natürlich ist der Lautsprecher des Mini nicht mit dem seines großen Bruders zu vergleichen; er reicht zum normalen Musikhören aber vollkommen aus.

2 Kommentare

Comments are closed.