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Google Doodle am 23.9.2024 – Wer war Oskar Picht?

Mit dem heutigen Google Doodle ehrt Google Oskar Picht, den Erfinder der Punktschriftmaschine, die erste Schreibmaschine für Blinde.

Google Doodle Oskar Picht Beitragsbild

Wer war Oskar Picht? Ein interessantes Google Doodle

Das Google Doodle auf der Startseite stellt ein Bronzerelief dar. Mittig und groß hervorgehoben die wichtigste Erfindung von Oskar Picht: die Punktschriftmaschine für blinde Menschen. Der Google Schriftzug direkt darunter etwas kleiner hervorgehoben, Werkzeuge, eine Brille und ein Buch in Brailleschrift runden das Google Doodle ab.

Das echte Bronzerelief hängt dauerhaft im Accessibility Discover Center in den Münchner Büros von Google und ermöglicht das Ertasten des Doodles. Im Doodle selbst ist auch Text in Brailleschrift, der die Errungenschaften von Oskar Picht erklärt.

Google Doodle Oskar Picht

Warum erscheint das Doodle am 23. September?

An diesem Tag im Jahr 1907 erhielt Oskar Picht auf der Internationalen Schreibmaschinenausstellung in Venedig für seine Leistungen eine Goldmedaille.

Oskar Picht – Werdegang

Oskar Picht wurde geboren am 27. Mai 1871 in Pasewalk und verstarb am 15. August 1945 in Rehbrücke.

Er war Sohn des Bäckermeisters Wilhelm Picht und seiner Frau Hermine. Nach seiner schulischen Ausbildung war er ab 1891 Lehrer in Marienthal sowie in Bahn im Kreis Greifenhagen. Danach entschied sich Oskar Picht für den Beruf des Blindenlehrers und erlangte das nötige Wissen über eine zweijährige Ausbildung von 1897 bis 1899 an der Staatlichen Blindenanstalt Berlin-Steglitz

1899 entwickelte Picht die erste brauchbare deutsche Punktschrift-Bogenmaschine, die es blinden Menschen ermöglichte, schneller und effizienter Braille zu schreiben.

Am 24. April 1902 heiratete er Margarete Charlotte Conrad, mit der er drei Kinder hatte.

1910 folgte der erste deutsche Punktschrift-Streifenschreiber (Stenomaschine)

1912 wurde er Direktor der Provinzial-Blindenanstalt in Bromberg. 1920 bis 1933 Direktor der Staatlichen Blindenanstalt in Berlin-Steglitz. Weiterhin hielt Oskar Picht als erster Deutscher im Jahr 1924 einen Vortrag über das Blindenwesen und ließ auch den ersten Blindenfilm „Unsere Blinden und ihre Welt“ drehen.

Nach seinem Eintritt in den Ruhestand zog Oskar Picht Ende 1944 in das Blindenheim Potsdam-Rehbrücke um.

Sein Leben lang setzte er sich dafür ein, dass Blinde Zugang zu hochwertiger Bildung, modernster Technologie und Chancengleichheit hatten.

Weitere Infos findest du auf der Google Doodle Webseite.


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