Start Aktuell Google Doodle für Chiune Sugihara, den japanischen Oskar Schindler

Google Doodle für Chiune Sugihara, den japanischen Oskar Schindler

Google Doodle | Android-User.de

1993 kam Schindlers Liste in die Kinos. Ein Film über den Industriellen Oskar Schindler, der während des 2. Weltkrieges in Krakau eine Emaillefabrik gründete und dort nur Juden beschäftigte und so vor dem Tod rettete. Doch nicht nur Schindler half den Juden sondern auch Chiune Sugihara, der in Japan als „Japanischer Schindler“ bekannt wurde.

Chiune Sugihara wird mit einem Google Doodle geehrt

Chiune Sugihara (1900-1986) war ein japanischer Diplomat, der während des 2. Weltkrieges als Konsul des japanischen Kaiserreiches in Litauen arbeitete. Dort stellte er am 29. Juli 1939 in der damaligen litauischen Hauptstadt Kaunas zusammen mit seiner Frau sogenannte Transitvisa für Flüchtlinge aus, welche von den Nazis aus Polen geflohen waren. Damit widersetzte er sich den direkten Anweisungen seiner Vorgesetzten, den Flüchtlingen bei ihrer Flucht über Japan zu helfen. Sugihara stellte jeden Tag rund 300 handschriftliche Visa aus, ohne dafür eine Gebühr zu verlangen. Mehr als 6000 Juden konnten so nach Japan ausreisen und vor den Nazis gerettet werden. Japan selbst war seit 1936 eigentlich Verbündeter von Deutschland. Nachdem Sugihara der Sowjetunion zu unbequem wurde flüchtete dieser mit seiner Familie am 1. September 1940 selbst. Noch aus dem Zug heraus soll er weitere Visa ausgestellt haben. Durch sein Ungehorsam verlor er seinen Job und erhielt auch sonst wenig Anerkennung für seine Aktion. Erst als einer der Geretteten, mittlerweile israelischer Diplomat in 1968 fand wurde ihm zu Ehren am Holocaust-Mahnmal in Jerusalem ein Baum gepflanzt. Chiune Sugihara wurde zu einem „Gerechten unter den Völkern“ erklärt . Nun würdigten auch Gedenkstätten in Litauen und Yaotsu, Japan Sugihara und seine heldenhaften Bemühungen, die unzählige Leben gerettet haben.

Google ehrt den „japanischen Schindler“ Chiune Sugihara heute mit einem Doodle in dem dessen gute Tat festgehalten ist.

Es zeigt einen Reisepass in dem das Google Logo nur noch mit viel Fantasie erkennbar ist. Dafür der Kopf von Sugihara sowie viele weitere Stempel mit Personen in Google Farben. Die Personen stehen für alle durch Sugihara geretteten Menschen. Auch der Schriftzug Litauen/Lithuania ist unten rechts zu sehen und weist auf die Wirkungsstätte Sugiharas hin.

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Im Doodle Archiv findet man auch ein Interview mit dem Zeichner des Doodles sowie frühere Entwürfe.

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