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Fotos mit PicsArt aufnehmen, bearbeiten und teilen

Die Kamera des Smartphones ist schon lange mehr als nur eine nette Zusatzfunktion geworden. Für sehr viele Nutzer ist sie die Kamera schlechthin. Gehören Sie zu dieser Nutzergruppe, dann sollten Sie PicsArt installieren

Fotos mit diversen Effekten zu versehen und auf Social-Networking-Seiten zu veröffentlichen, gehört zur Hauptbeschäftigung zahlreicher Smartphone-Besitzer. Hierzu gibt es eine Menge Apps und auch eine Menge alternativer Kameraprogramme unter Android. PicsArt gehört zu den umfangreichsten und technisch am besten umgesetzten Apps dieser Kategorie.

Das PicsArt Photo Studio

Die Oberfläche von PicsArt ist aufgeteilt in acht verschiedene Menüpunkte. Der erste lautet Foto. Hier hat man die Möglichkeit zwischen verschiedenen Optionen zu wählen. Entweder wählt man ein Foto aus der Galerie, oder schießt ein Foto mit der integrierten Kamera-App. Darunter sind sechs weitere Icons zur Auswahl von Fotos über sein PicsArt-Profil, sein Facebook-Profil, seiner Flickr-Galerie, dem Picasa-Profil, über die Google-Bildersuche oder über die Dropbox.

Abbildung 1: Die recht bunte Oberfläche der PicsArt-Anwendung.
Abbildung 1: Die recht bunte Oberfläche der PicsArt-Anwendung.

Abbildung 2: Die Kamera-App macht qualitativ bessere Bilder als die Standard-Kamera.
Abbildung 2: Die Kamera-App macht qualitativ bessere Bilder als die Standard-Kamera.

Die Kamera-App selbst hat alle grundlegenden Einstellungsmöglichkeiten, die bei einer Kamera vorhanden sein sollten: Helligkeit, ISO, verschiedene kleine Filter, Szenenmodus. All das lässt sich auswählen. Hat man ein Foto gemacht, kommt die sehr große Stärke von PicsArt zum Vorschein. Hierbei handelt es sich um eine Reihe von Bildbearbeitungsmöglichkeiten, die nicht nur an professionelle Tools herankommen, sondern diese in ihren Ergebnissen noch weitaus übertreffen. Erstaunlich ist, dass die Bildergebnisse der PicsArt-Photo-App sogar die der Standard-Kamera im Fall des LG Optimus Speeds übertreffen. Die Bilder sind optisch von deutlich besserer Qualität.

Haben Sie ein Foto geschossen, können Sie es im Editormodus unter Wirkung mit verschiedenen Filtern bearbeiten. Hier gibt es verschiedene Kategorien für Filter, unter denen Artistic der beeindruckenste ist. Unter den verschiedenen Kunstformen weiß vor allem Pencil zu gefallen. Dieser Filter schafft es ein Foto in eine realistische Handzeichnung umzuwandeln. Hier kann man dann noch die Helligkeit, Stricklänge und Detailtiefe auswählen. Die anderen Filter sind zwar auch wirklich sehr gut, Pencil fanden wir jedoch am besten, da er es schafft, ein so realistisches Ergebnis zu schaffen und das auch noch auf einem Smartphone.

Abbildung 3: Pencil ist vermutlich der beste Filter in der gesamten Auswahl.
Abbildung 3: Pencil ist vermutlich der beste Filter in der gesamten Auswahl.

Neben den Filtern gibt es auch noch Maskeneffekte, die zu den Fotos eine Art Bokeh hinzufügen. Dabei werden unscharfe Lichtreflexe über das Bild gelegt wie man sie zum Beispiel daher kennt wenn man ins Licht fotografiert und sich Staubkörner in der Nähe der Linse befinden. Dieser Effekt wird manchmal gewollt eingesetzt, um Bildern Leben einzuhauchen. Durch verschiedene Aufsätze ist es bei Spiegelreflexkameras möglich, Bokeh-Effekten eine andere Form zu geben. Beim Smartphone geht dies ziemlich einfach per Fingertipp.

Abbildung 4: Mit Bokeh-Effekten bekommen Bilder einen träumerischen Ausdruck.
Abbildung 4: Mit Bokeh-Effekten bekommen Bilder einen träumerischen Ausdruck.

Der Dritte Punkt beinhaltet verschiedene Rahmen, die man um ein Foto legen kann. Hier gibt es Rahmen, die nur die Ränder verändern, aber auch welche, die sich mit einem Effekt über das ganze Bild legen. Die Auswahl ist sehr groß und es sollte für alle Geschmäcker und Ansprüche etwas dabei sein. Weitere Bearbeitungsmöglichkeiten unter PicsArt listet die Tabelle "Bearbeitungsmöglichkeiten" auf.

Bearbeitungsmöglichkeiten

Funktion Erklärung
Callout Fügt einem Bild eine oder mehrere individualisierbare Sprech- oder Denkblasen hinzu.
Text Fügt einem Bild einen individuellen Text zu.
Zeichnen Emöglicht es, eine Handzeichnung auf dem Bild zu hinterlassen.
Sticker Fügt kleine Symbole und Ornamente in das Bild ein.
Clipart Fügt ähnlich wie bei den Stickern Figuren und Bilder ein. Die Auswahl ist hier allerdings riesig und ist thematisch sortiert.
Foto zufügen Öffnet ein zweites oder drittes Bild.
Rahmen Eine Auswahl verschiedener Rahmen, die thematisch sortiert sind. Das von Haus aus recht umfangreiche Angebot lässt sich durch zusätzliche Rahmen erweitern.
Grenze Hierbei handelt es sich um das eher schlecht übersetzte Border. Man kann eine schlichte Umrandung des Bildes auswählen. Neben der Farbe bietet die App zusätzliche Auswahlmöglichkeiten für den Rand (innen oder außen), den Bildausschnitt und die Transparenz.
Abbildung 5: Mit Sprechblasen lassen sich lustige Dialoge erstellen.
Abbildung 5: Mit Sprechblasen lassen sich lustige Dialoge erstellen.

Das zweite Icon auf dem Startbildschirm der App ist die Kamera. So starten Sie aus der App heraus direkt die Kameraanwendung. Über das dritte Symbol wechseln Sie in den Effektmodus, also zu den Filtern. Dazu müssen Sie aber zunächst ein Foto aufnehmen oder aus der Galerie auswählen. Unter dem Punkt Collage lässt sich – wie man vermutet – eine Collage aus mehreren Bildern erstellen. Hierzu wählt man einfach einen Rahmen mit der gewünschten Zahl an Aussparungen und füllt diese dann per Fingerdruck mit den gewünschten Fotos. Die Anzahl und Stilvorlagen der verschiedenen Collagen-Rahmen fallen recht umfangreich aus. Von schlicht bis schrill ist alles dabei. Wer es eher noch schlichter mag, kann auch Raster auswählen. Diese sind meist nur schmale dünne Linien um die Fotos. Aber auch hier ist die Anordnung immer wieder individuell und nie langweilig.

Abbildung 6: PicsArt bietet auch zahlreiche Vorlagen für Collagen an.
Abbildung 6: PicsArt bietet auch zahlreiche Vorlagen für Collagen an.

Der fünfte Punkt auf dem Startbildschirm ist der Punkt Draw also Zeichnen. Wählt man ihn aus, kann man sich entscheiden entweder auf ein Foto zu zeichnen oder auf einem weißen Untergrund frei zu zeichnen. Die Möglichkeiten sind im Vergleich zu den anderen Funktionen sehr rudimentär und machen vermutlich auf einem Tablet etwas mehr Spaß, als auf einem kleinen Smartphone-Screen.

Erweiterungen

Unter dem Menüpunkt Mehr verbirgt sich der Shortcut zu anderen Anwendungen der Entwickler, mit denen man noch mehr Möglichkeiten hat, Bilder zu verändern. Hat man diese noch nicht installiert, fragt die App, ob sie die Programme im Play Store aufrufen und installieren soll. Die erste ist PicsArt for Kids [2], eine Anwendung in der Kinder zum Beispiel ganz einfach und per Fingertipp Bilder kolorieren können. Ein virtuelles Ausmalbuch, das nicht nur die Fantasie anregt, sondern auch den Umgang mit einem Smartphone oder Tablet trainiert. Weiterhin gibt es noch einen Modus zum freien Zeichnen und zum Zeichnen-Lernen. Letzterer ist sehr interessant, indem er vermittelt, dass alle Figuren letztendlich aus geometrischen Formen bestehen. Hat man das einmal begriffen und gelernt, kann man fast alles zeichnen.

Abbildung 7: Bei PicsArt for Kids kommen auch Kinder nicht zu kurz.
Abbildung 7: Bei PicsArt for Kids kommen auch Kinder nicht zu kurz.

Ein weiteres Zusätzliches Programm ist PicsArt Goo – Liquid Face [3]. Mit dieser App kann man beispielsweise Gesichter verzerren und verändern. Obwohl dies normalerweise eine sehr rechenintensive Aufgabe ist, läuft sie auf dem Testsmartphone mit einem Dual-Core-Prozessor flüssig und ohne Performanceprobleme.

Die dritte zusätzliche Anwendung ist das Kaleidoskop [4]. Bei dieser Anwendung kann man selbst Bilder zeichnen, die einem Kaleidoskop sehr ähnlich sehen. Sehr beruhigend, sehr meditativ. Eigentlich hat die Anwendung sonst keinen Sinn und Zweck, macht aber trotzdem auch längere Zeit großen Spaß.

Abbildung 8: Eigene Kaleidoskop-Muster erstellen? Fast schon meditativ.
Abbildung 8: Eigene Kaleidoskop-Muster erstellen? Fast schon meditativ.

Willkommen im Club

Unter Me kann man sich einloggen und am Netzwerk der PicsArt-Nutzer teilhaben. Positiv fällt hier auf, dass man keinen Account haben muss um die restlichen Funktionen der App nutzen zu können, sondern man diesen Account tatsächlich nur dann braucht, wenn man sich im PicsArt-Netzwerk aktiv einbringen möchte.

Unter dem letzten Eintrag Galerie finden sich dann Bilder der PicsArt User. Hier kann man stöbern und schauen, wie andere die Funktionen von PicsArt verwenden und welche Effekte sie auf ihren Bildern angewendet haben.

Fazit

PicsArt ist nicht nur umfangreich sondern überzeugt auch mit Qualität, denn die verwendeten Effekte sehen hochwertig und nicht kitschig aus. PicsArt ist nicht nur eine alternative Kamera-App mit Bearbeitungsmöglichkeiten, sondern bringt je nach Smartphone eine deutlich Verbesserung der Standard-Kamera mit unzähligen Effekten. Da die App werbefinanziert ist und sich somit kostenlos für den Nutzer im Play Store befindet, kann man sie risikolos testen.

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