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Field Trip: Ein Reiseführer für Spontane

Sind Sie schon öfter an Sehenswürdigkeiten, schönen Restaurants oder historischen Stätten vorbeigefahren, ohne davon zu wissen? Google will das mit seiner Field Trip-App ändern und Smartphone-Besitzer auf Attraktionen aufmerksam machen, die ein wenig abseits der vielbegangenen Pfade liegen. Je nach Destination hat die App ein umfangreiches Angebot.

Warum sollten Smartphone-Besitzer überhaupt noch einen Reiseführer mitnehmen, wenn sie doch sowieso alle Informationen unterwegs auf dem Androiden abrufen können? Mit der App "Field Trip", die in den USA bereits seit rund einem Jahr zu haben ist, will Google Vielreisenden einen Helfer zur Hand geben, der im Handrumdrehen und im Vorbeifahren auf interessante Orte aufmerksam macht. Die App soll speziell Kurzentschlossenen helfen, in der Fremde die ein- oder andere Sightseeing-Perle zu entdecken oder auch einfach nur ein gutes Restaurant ausfindig zu machen.





Auf Field Trip kann man festlegen, mit welcher Häufigkeit man informiert werden will.

Schönes Angebot – aber gibt es viel Neues?

Soweit die Theorie. In der Praxis konnte uns die App – zumindest im Münchner Raum – zwar beeindrucken, aber nicht vom Hocker hauen. Wir erwarteten von ihr Geheimtipps, die App lieferte jedoch eher Standardware wie "Deutsches Museum", "Hofbräuhaus", "Haus der Kunst" oder das "Valentin-Musäum". Im Münchner Osten wird es noch magerer, geliefert hat die App lediglich den ehemaligen Flughafen Riem, an dem jetzt die neue Münchner Messe steht, St. Michael, eine eher unbekannte, wenn auch schöne Kirche in Berg am Laim und, man höre und staune, eine Filiale des Schnellrestaurants "Wienerwald". Derweil befinden sich in Haidhausen einige Ausgeh-Geheimtipps, der Perlacher Forst bietet sich für einen Wanderausflug an und das Michealibad ist eines der schönsten Hallenbäder im Stadtgebiet. Wie dem auch sei: Ist man ortsfremd, liefert die App immerhin ausreichend Tipps für den City-Trip am Wochenende.

Im Google-Sprech hört sich die Beschreibung des Funktionsumfangs der App folgendermaßen an: "Die Geschichtsexperten von Arcadia und Historvius offenbaren Ihnen unerwartete historische Informationen. Publikationen wie TimeOut, Thrillist, Food Network, Zagat und Eater haben immer die neuesten Trends auf Lager und zeigen Ihnen die besten Orte für Ihr leibliches Wohl. Mit den Experten von Sunset, Cool Hunting, WeHeart, Inhabitat und Remodelista finden Sie einzigartige Geschäfte und Produkte. Atlas Obscura, Dezeen und Daily Secret zeigen Ihnen versteckte Schätze, wo immer Sie sich auch gerade befinden. Mit Songkick und Flavorpill erfahren Sie alles über die lokale Musikszene. Offensichtliches Manko: Die für die Tipps auf der App verantwortlichen Quellen sind primär amerikanischer oder englischer Provenienz. Das heißt zwar noch lange nicht, dass nicht auch Insider-Tipps zu finden sind, primär werden jedoch Hinweise geliefert, die eher für Touristen aus fernen Ländern von Belang sind und nicht gerade als "Insiderwissen" verkauft werden können. Kenner der Szene entlocken die Tipps also mitunter nur ein müdes Lächeln, für Touristen liefert Field Trip immerhin Standardware.

Der Anfang ist also gemacht und vielleicht gelingt es den Entwicklern, Field Trip künftig zu wirklich exklusiven und spannenden Inhalten zu verhelfen.





Im Osten nichts Neues: Echte Geheimtipps konnte Field Trip für die rechte Isarseite Münchens nicht liefern.





Mit der Zeit lernt Field Trip aus den eigenen Vorlieben.

 

Fazit:

Als Reiseführer für die Hosentasche ist Field Trip eine tolle Erfindung, kann aber mangels Content in einzelnen Regionen noch kaum mit echtem Insider-Wissen glänzen. Wir haben uns die schön gestaltete App trotzdem heruntergeladen und warten derweil auf mehr Inhalte. Bis es soweit ist, gibt es 3 von 5 Sternen.

Field Trip herunterladen

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