Start Aktuell Erster Eindruck und Kurztest vom Huawei Ascend P6: Wow-wei!

Erster Eindruck und Kurztest vom Huawei Ascend P6: Wow-wei!

(c) Medialinx AG

Vorabinformationen im Netz gab es ja schon haufenweise, nun hat Huawei heute sein neues Flaggschiff offiziell vorgestellt. Die Erwartungen waren hoch und wurden nicht enttäuscht.

Der Wow-Effekt blieb nicht aus, nachdem wir nach dem heutigen Launch-Event das Ascend P6 von Huawei zum ersten Mal in die Hand nehmen durften. Es ist wirklich superdünn, sauber verarbeitet und super schnell. Auch das 4,7-Zoll große LCD-Display gefällt, wobei wir dazu noch keine Wertung abgeben können, da die Testgeräte in einer dunklen Umgebung ausgestellt waren.

Zunächst die Fakten: Als CPU kommt im Ascend P6 ein von Huawei entwickelter Quad-Core-Prozessor mit 1,5 zum Einsatz, dem 2 GByte RAM zur Seite stehen. 8 GByte Speicher sind fest verbaut, lassen sich aber via MicroSD-Karte erweitern. LTE fehlt dem neuen Flaggschiff, dafür gibt es das schnelle HSDPA+. Falls Ihnen LTE wichtig ist, dann müssen Sie bis Ende Oktober warten. Dann soll eine LTE-Variante des P6 auf den Markt kommen, die zudem dank zahlreicher Verbesserungen auch noch einmal 30 Prozent effizienter mit dem Akku umgehen soll. Dem Rotstift und dem schlanken Design ist auch NFC zum Opfer gefallen. Das 4,7 Zoll LCD-große Display löst mit 1280×720 Pixeln auf. Vorinstalliert ist Android 4.2.2 mit der Emotion UI 1.6.

Tolle Software

Huawei legte bei der Präsentation den Schwerpunkt auf die im P6 verbaute Kamera mit BSI-Sensor. Trotz der extrem flachen Bauweise löst Sie mit 8 Megapixeln auf und verfügt über einen besonders guten Macro-Modus (bis 4cm) und 2.0-Blende. In ersten Testfotos schnitt die Kamera deutlich besser aus als zum Beispiel die im Nexus 4 verbaute Kamera. Auch die Frontkamera arbeitet mit 5 Megapixeln und verfügt zudem über ein Software-Feature, das bei Selbstportraits auf Wunsch gleich sämtliche Alterserscheinungen entfernt und Sie gleich um 10 Jahre jünger aussehen lässt. Zumindest kann man so die Einstellungsmöglichkeiten des Auto Face Enhancement mit Beauty Level Filter von 1 bis 10 deuten.

Bestmögliche Makroaufnahme mit dem Nexus 4 (unten) und zum Vergleich oben die Aufnahme des Ascend P6. Beim Nexus 4 mussten wir uns wirklich Mühe geben, um überhaupt eine gute Aufnahme hinzubekommen. Das Ascend P6 hatte hingegen keine Mühe.
Bestmögliche Makroaufnahme mit dem Nexus 4 (unten) und zum Vergleich oben die Aufnahme des Ascend P6. Beim Nexus 4 mussten wir uns wirklich Mühe geben, um überhaupt eine gute Aufnahme hinzubekommen. Das Ascend P6 hatte hingegen keine Mühe.

An der Emotion UI hat man laut Huawei über 300 Verbesserungen gegenüber der Standard-Android-Version vorgenommen. Auf den ersten Blick konnten wir hier keinen großen Unterschied zur Emotion UI 1.5 erkennen, einzig der Permission Manager ist neu. Damit legen Sie für jede App fest, ob und über welche Verbindungsart diese ins Netz darf. Bislang waren solche Features bei Android nur verfügbar, wenn Sie Ihr Handy rooten, beim Ascend P6 ist es Standard. Gut gefallen hat uns auch die Sound-Ausgabe mit Dolby Digital, allerdings war es im Roundhouse in London recht laut, sodass wir auch hier kein fundiertes Urteil fällen können.

Well done Huawei: Am Permission Manager dürfte auch so mancher Power User seine Freude haben!
Well done Huawei: Am Permission Manager dürfte auch so mancher Power User seine Freude haben!

Gereicht hat die Zeit auch noch für einen ersten Benchmark mit Vellamo. Demnach erreicht das Ascend P6 im Metal-Test von Vellamo rund 480 Punkte. Der HTML5-Benchmark ergab ein Resultat von 1400 Punkten, wobei es sich hier um Demogeräte handelt, die schon in diversen Fingern waren. Keine Angaben können wir zu Akkulaufzeit des P6 machen. Wie gut sich der 2000 mAh-Akku im Alltag schlägt, werden wir in unseren detaillierten Tests ermitteln. Huawei hat jedoch auch auf diesem Handy den hauseigenen Power Manager installiert, der erfahrungsgemäß für recht gute Akkulaufzeiten sorgt.

Preis und Verfügbarkeit

Huawei empfiehlt einen Verkaufspreis von 449 Euro. Im Klartext bedeutet das, dass wir das Ascend P6 ziemlich sicher schon bald unter 400 Euro sehen werden. Der Europa-Start erfolgt im Juli mit den Farben Schwarz und Weiß, die Version in Pink soll noch bis August auf sich warten lassen. 

Fazit

Mit dem Ascend P6 bringt Huawei ein Highend-Smartphone zum Preis eines besseren Mittelklasse-Smartphones auf den Markt. Die angepriesenen Funktionen der Kamera sind wirklich sehr gut und auch das Design weiß zu gefallen. Wir sind uns ziemlich sicher, dass Ihnen das P6 ab Herbst auch vermehrt auf der Straße über den Weg laufen wird, nicht nur in Tech-Blogs.

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