Start Aktuell Erster Eindruck: SONY Xperia S alias LT26i im Test

Erster Eindruck: SONY Xperia S alias LT26i im Test

Auf der DroidCon in Berlin war Sony nicht nur mit dem brandneuen Xperia Sola anwesend, sondern auch mit den übrigen Geräten der neuen Xperia-Serie. Wir haben uns das Xperia S näher angeschaut.

Neben der neuen One-Serie von HTC gehören die Handys der Xperia-Familie von SONY (ehemals Sony Ericsson) ohne Zweifel zu den spannendsten neuen Android-Geräten auf dem Markt. Seit ein paar Tagen ist das Flaggschiff, das Xperia S mit 1,5 GHz schnellem Dual-Core-Prozessor nun für rund 450 Euro im Handel erhältlich. Hier unser Testbericht.

Schicke Hardware

Das Xperia S sieht sehr elegant aus und liegt auch recht gut in der Hand. Die Front des Smartphones ist bis auf eine kleine Ausnahme absolut eben, die Rückseite gegen Außen leicht gebogen. Die Rückseite ist matt und mit einer speziellen Beschichtung behandelt, die recht widerstandsfähig sein soll. Zwischen dem Oberteil des Smartphones und dem unteren schwarzen Balken mit dem Sony-Logo befindet sich ein transparenter Balken und darüber die drei Android-Tasten für Home, Menü und Zurück. Die Bezeichnung "Tasten" ist hier allerdings übertrieben, da die Designer von Sony die Symbole auf drei Punkte reduziert haben. Die Bedeutung der Taste ist lediglich auf dem durchsichtigen Balken zu sehen, bei Tageslicht nicht immer ein einfaches Unterfangen. Bei wenig Licht beleuchten drei LEDs den transparenten Balken, die Funktion für Benachrichtigungen übernimmt eine separate Vierfarben-LED oben links neben dem Lichtsensor. Die hintere Abdeckung und das komplette Gehäuse sind aus Kunststoff, machen aber dennoch einen hochwertigen Eindruck. Einzig beim unteren Ende des Displays waren wir mit der Verarbeitung nicht ganz zufrieden, hier war eine scharfe Kante zu spüren.

Positiv aufgefallen ist das sehr helle und hochauflösende IPS-Display des Xperia S. Der 4,3-Zoll-Bildschirm mit einer Auflösung von 1280×720 Pixeln gehört zu den aktuell besten LCD-Paneln für Smartphones.

Der Audioplayer sieht nicht nur toll aus, sondern er verfügt auch über einen recht großen Funktionsumfang. Natürlich will Sony darüber auch Musik verkaufen.
Der Audioplayer sieht nicht nur toll aus, sondern er verfügt auch über einen recht großen Funktionsumfang. Natürlich will Sony darüber auch Musik verkaufen.

Das Xperia S verfügt über ein NFC-Modul, das Gerät lässt sich somit mit den Xperia-Tags oder beliebigen NFC-Tags zusammen nutzen. Aktuell funktioniert das Beamen von Inhalten auf andere Geräte noch nicht, nur der Empfang. Mit dem Update auf Android 4.0, das voraussichtlich Ende Q2, Anfang Q3 2012 erfolgt, hält dann aber auch Android Beam Einzug ins System.

Der Import von NFC-Tags funktionierte in den Tests problemlos. Selbst beamen kann das Phone aber erst mit Android 4.0.
Der Import von NFC-Tags funktionierte in den Tests problemlos. Selbst beamen kann das Phone aber erst mit Android 4.0.

Das Xperia S verfügt über eine 12-Megapixel-Kamera, die zwar nicht zu den Schnellsten gehört, aber sehr gute Bilder macht. Auf einen Xeon-Blitz müssen Sie aber auch hier verzichten, die LED-Lampe reicht nur selten aus. Zudem reagierte bei unserem Testgerät die Kamera-Hardwaretaste sehr schlecht.

Gut zu wissen beim Xperia S sind noch folgende zwei Punkte: Der 1750-mAh-Akku ist fest verbaut und das Gerät besitzt keinen MicroSD-Kartenslot. (32 GByte Speicher sollten jedoch für die meisten Nutzer genügen.) Dafür bietet es neben dem USB-Port auch einen HDMI-Ausgang und SONY hat auch eine recht gute Docking-Station für das Xperia S angekündigt.

Die Software

Aktuell wird das Xperia S mit Android 2.3.7 ausgeliefert, bei dem Sony an zahlreichen Bereichen das System angepasst oder um eigene Apps erweitert hat. So bringt das Smartphone einen eigenen Audio- und Videoplayer mit, auch die meisten Widgets auf den Homescreens sind keine Standard-Widgets von Android. Wir finden, dass die Anpassungen von Sony recht gut gelungen sind. Neben dem Musikplayer hat uns besonders das Widget für die Schnelleinstellungen beeindruckt. Beim Antippen wandelt es sich animiert in ein größeres Widget um, sodass man den gewünschten Schalter auch dann erwischt, wenn man nicht allzu genau gezielt hat.

Beim Antippen des kleinen Widgets mit den Schnell-Einstellungen...
Beim Antippen des kleinen Widgets mit den Schnell-Einstellungen…

...erscheint dieses übersichtliche Fenster mit praktisch allen wichtigen Einstellungen.
…erscheint dieses übersichtliche Fenster mit praktisch allen wichtigen Einstellungen.

 

Die Benchmarks

Sony hat im Xperia S einen recht schnellen Dual-Core-Prozessor von Qualcomm verbaut, der auf 1,5 GHz getaktet ist. Unterstützt wird die CPU von der Adreno 220 GPU. Damit erreichte das Android-Handy in unseren Benchmarks sehr gute Resultate. Beim Vellamo-Benchmarks liegen die Werte mit 1216 Zählern zwischen einem Tegra-2- und einem Tegra-3-Gerät, beim AnTuTu-Test kommt das Xperia S auf ebenfalls sehr gute 6605 Punkte und liegt damit deutlich vor dem Galaxy Nexus oder dem Samsung Galaxy SII. Auch subjektiv machte das Android-Smartphone einen sehr flotten Eindruck.

Das Xperia S liegt von der Leistung her beim Vellamo-Benchmark zwichen Tegra-2- und Tegra-3-Geräten.
Das Xperia S liegt von der Leistung her beim Vellamo-Benchmark zwichen Tegra-2- und Tegra-3-Geräten.

 

Fazit

Zum aktuellen Internetpreis von rund 450 Euro gehört das Xperia S klar zu den heißen Eisen unter den neuen Android-Geräten. Würde das SONY-Smartphone bereits jetzt Android 4.0 mitbringen, dann gäbe es eine klare Kaufempfehlung von uns, so bleibt noch ein Rest Unsicherheit, wann das Update kommt und wie gut es ausfällt. Aber auch mit der aktuellen Software (Android 2.3.7) macht das Xperia S enorm viel Spaß: Das sehr helle und hochauflösende Display, die gute Kamera und die umfangreiche Software-Ausstattung gehören zu den wichtigsten Alleinstellungsmerkmalen. Der Preis ist für das Gebotene absolut in Ordnung.

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