Start Im Test Erster Eindruck: Jide Remix Ultra – Das Surface mit Android

Erster Eindruck: Jide Remix Ultra – Das Surface mit Android

Groß, elegant, produktiv: So wird der Hybrid zwischen Tablet und Notebook auf Jide’s offizieller Website vorgestellt. Ob das Surface ähnliche Tablet die Versprechungen halten kann, erfahrt ihr in diesem Kurztest.

Jide ist ein chinesisches Unternehmen, das von drei ehemaligen Google-Mitarbeitern gegründet wurde. Es veröffentlichte im Mai diesen Jahres sein erstes Tablet, das für 399 US Dollar in der 64-GByte-Variante auf Amazon erhältlich ist. Leider ist es noch nicht offiziell in Deutschland verfügbar, weshalb es mit einem Ladegerät für die USA und einer Tastatur im QWERTY-Layout kommt. Das Jide lässt sich jedoch ganz normal mit einem Micro-USB Kabel aufladen.

Das Remix Ultra kommt mit einem 11.6″-Display, das mit 1920 x 1080 Pixeln auflöst. Das IPS-Display ist schön und macht nach getaner Arbeit gleich lust auf eine Runde spielen. Das Zocken geht leicht von der Hand, da das Jide Remix mit seinem 1,8 GHz schnellen Tegra-4-Prozessor von Nividia und den 2 GByte Arbeitsspeicher praktisch alle Spiele flüssig darstellt. Die technischen Daten, Benchmark-Resultate und unsere Bewertung des Jide Remix Ultra findest du in der Gerätedatenbank.

Die Stereo-Lautsprecher von AAC Technologies liefern einen klaren, lauten Sound. Der Bass ist für solche kleine Lautsprecher auch ziemlich gut. Wenn wir gerade bei Multimedia sind: das Gerät ist mit zwei Kameras ausgestattet, welche beide mit 5 Megapixel auflösen. Die Bildqualität ist nicht sehr gut, es reicht aber für Videotelefonie mit Hangouts oder Skype.

Der 8100-mAh-Akku solle den Nutzer laut Hersteller auch bei intensiver Nutzung gut über den Tag bringen. Jedoch gibt es bei der aktuellen Version des Betriebssytems Remix OS einen Bug, der den Akku binnen kurzer Zeit leer zieht.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Tegra 4 und dem Remix OS ist noch alles andere als perfekt. Screenshot: forum.jide.com
Die Zusammenarbeit zwischen dem Tegra 4 und dem Remix OS ist noch alles andere als perfekt. Screenshot: forum.jide.com

Remix OS ist eine spezielle Version von Android 4.4.2 „KitKat“. Es kombiniert die Produktivität und den Look von Windows mit der Vielseitigkeit von Android. Eine neue Version auf Basis von Android 5.0 „Lollipop“ steht jedoch bereits kurz vor dem Release. Diese wird laut Hersteller auch den Akku-Bug beseitigen.

Die Einstellungen von Remix OS sehen wie bei Windows aus.
Die Einstellungen von Remix OS sehen wie bei Windows aus.

 

Einige weitere Probleme bietet das System ebenfalls: Im Launcher gibt es keinen App-Drawer, Widgets kann man auch nicht platzieren. Und alternative Launcher zu nutzen, ist auch nicht möglich. Dies soll jedoch im kommenden Update zu Android 5.0, genannt RemixOS 1.5 behoben werden. An Bloatware gibt es nicht viel, lediglich vier Apps von Google und die anderen hier abgebildeten Anwendungen sind vorinstalliert – an einer Uhr-App für z.B. den Wecker oder die Stoppuhr bzw. den Timer fehlt es leider.

Ein nettes Feature ist der Power Manager, welcher wie Android Lollipops Energiesparmodus auf Per-App-Basis arbeitet: Dort kann man individuell einstellen, ob die installierten Apps im Hintergrund laufen dürfen – oder eben nicht. Mit dabei ist, neben einem Google-Keep-Abklatsch und einem Kalender, auch ein Dateiexplorer, der praktischerweise auch noch eine Verbindung zu den verfügbaren Onlinespeichern herstellt. Die vorinstallierten Remix-OS-Apps könnt ihr hier herunterladen.  uf meinem OnePlusOne hat aber lediglich die Notizen-App funktioniert.

Die vorinstallierten Apps halten sich auf dem Remix Ultra in Grenzen, aber es gibt ja den Play Store...
Die vorinstallierten Apps halten sich auf dem Remix Ultra in Grenzen, aber es gibt ja den Play Store…

Im Lieferumfang enthalten ist neben dem Jide Remix Ultra und dem Netzteil einer andockbaren Tastatur, einer Displayschutzfolie und einem kleinen Poster auch ein USB-OTG Adapter, mit dem man eine Maus oder ein beliebiges Speichermedium anschließen kann. Als besonderes Feature lässt sich auch das Smartphone über den USB-Port des Tablets bis zu drei Mal komplett aufladen (je nach Akkugröße).

Zur Verarbeitung lässt sich nichts Negatives sagen: Das Tablet ist sehr solide, der Ständer für das Tablet wackelt nicht, sobald er in Position ist.

Der Ständer auf der Rückseite lässt sich in zwei Positionen fixieren und hält das Tablet stabil. Bild: jide.com
Der Ständer auf der Rückseite lässt sich in zwei Positionen fixieren und hält das Tablet stabil. Bild: jide.com
Die Tastatur verfügt zwar über einen angenehmen Druckpunkt, zieht aber Schmutz magisch an. Bild: Jide.com
Die Tastatur verfügt zwar über einen angenehmen Druckpunkt, zieht aber Schmutz magisch an. Bild: Jide.com

 

Die Tastatur zieht mit ihrer Samtoberfläche Schmutz allerdings förmlich an. Ebenfalls gestört hat mich: Wenn man das Tablet nach einem langen Tag ausschaltet, begegnet dir eine Ladeanimation im Gingerbread-Style. Passt irgendwie nicht zum schicken Layout von Remix OS.

Fazit

Das Jide Remix Ultra ist ein gutes Tablet mit ein paar Kinderkrankheiten, die sich hätten vermeiden lassen Einige der Kritikpunkte sollen sich laut Hersteller durch das kommende Softwareupdate in Luft auflösen. Wenn die Probleme mit dem Akku behoben sind, ist der Preis von 400 Dollar für 64 GByte Speicher in Ordnung.  Wir bleiben dran!

Was haltet ihr vom Jide Remix Ultra? Würdet ihr es euch kaufen?

1 Kommentar

  1. Interessant. Da Google die offizielle Uhr-App gesten in den Play-Store ausgelagert hat, sollte dieses Problem behoben sein.

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