26. September 2021
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Die zehn besten Tipps zum Galaxy Nexus und zu ICS

Langsam aber sicher läuft die Ice-Cream-Sandwich-Update-Welle an. Wir haben Ihnen die zehn besten Tipps und Tricks für das neue Android 4.0 zusammengestellt.

Die Umstellung von Android 2.3 auf Android 4.0 fällt deutlich radikaler aus, als wenn Sie von Android 3.0 "Honeycomb" zu Android 4.0 wechseln. Viele für Sie eventuell neue Möglichkeiten, wie das Skalieren von Widgets, die Verschlüsselung des kompletten Smartphones oder die neuen Einstellungsmöglichkeiten beschreiben wir hier nicht, da die meisten davon bereits von Android 3.0 bekannt sind. Möchten Sie einen guten Überblick über die Neuerungen von Android 4.0, empfehlen wir Ihnen unsere Artikel auf der Android-User-Webseite [1].

Apps schnell deinstallieren

Manchmal sammeln sich die Apps schneller als einem lieb ist. Für das Löschen muss man bis zu Android 3.2 den Weg über die Einstellungen | Anwendungen gehen. Unter Android 4.0 können Sie Apps direkt aus dem App-Menü heraus löschen. Halten Sie dazu das Symbol der App gedrückt, bis oben die Einträge Deinstallieren und App-Info erscheinen und ziehen Sie die App dann auf das Mülleimer-Symbol. In einem weiteren Dialog müssen Sie den Löschvorgang nur noch bestätigen. Das Entfernen einer App funktioniert nur aus dem App-Menü heruas. Halten Sie ein Symbol auf einem der Home-Screens gedrückt, dann wird lediglich die Verknüpfung gelöscht, nicht die App selbst.

Alternativ schieben Sie die App oben rechts auf den Eintrag App-Info und stoppen den zugehörigen Prozess oder entfernen die App über diesen Weg.

Abbildung 1: Apps lassen sich unter Android 4.0 per Drag & Drop löschen.
Abbildung 1: Apps lassen sich unter Android 4.0 per Drag & Drop löschen.

Abbildung 2: Vor dem Löschen erscheint noch ein zusätzlicher Sicherheitsdialog.
Abbildung 2: Vor dem Löschen erscheint noch ein zusätzlicher Sicherheitsdialog.

Einstellungen öffnen

Benutzen Sie das Galaxy Nexus oder ein anderes neues Android-Smartphone ohne Hardwaretasten, dann fehlt Ihnen vermutlich das Kontextmenü, um schnell auf die Einstellungen zuzugreifen. Das brauchen Sie unter Android 4.0 nicht mehr. Hier ziehen Sie einfach von oben die Benachrichtigungsleiste herunter und tippen dann auf das Einstellungssymbol hinter dem Datum. Hier finden sie auch Informationen zum benutzten Mobilfunkanbieter

Soll es noch schneller gehen, dann legen Sie eine Verknüpfung auf dem Homescreen für die Einstellungen an. Weil sich auch diese Vorgehensweise geändert hat, hier der Hinweis, dass sich die Widgets unter Android 4.0 im App-Menü befinden. Sie können entweder nach dem Öffnen der Apps den Reiter Widgets anklicken oder – viel eleganter – einfach die Apps durchblättern, um dann automatisch bei den Widgets zu landen. Hier finden Sie ein 1×1 großes Widget Einstellungsverknüpfung.

Abbildung 3: Ziehen Sie die Benachrichtigungsleiste herunter, um an die Einstellungen zu gelangen.
Abbildung 3: Ziehen Sie die Benachrichtigungsleiste herunter, um an die Einstellungen zu gelangen.

Abbildung 4: Benötigen Sie die Einstellungen sehr häufig, legen Sie ein Widget auf dem Homescreen an.
Abbildung 4: Benötigen Sie die Einstellungen sehr häufig, legen Sie ein Widget auf dem Homescreen an.

Größere Schrift

1280×720 Pixel auf einem 4,6-Zoll-Display sind nicht jedermanns Sache, vorallem wenn man nicht mehr so gut sieht. Möchten Sie in den Menüs und Einstellungen die Buchstaben besser lesen können, dann wählen Sie in den Einstellungen den Menüpunkt Display und richten hier die Schriftgröße auf Groß oder Sehr groß ein. Verfügen Sie über Adleraugen können Sie die Roboto-Schrift auch auf sehr klein einstellen.

Abbildung 5: Der Roboto Font: Von klitzeklein bis riesengroß ist alles möglich.
Abbildung 5: Der Roboto Font: Von klitzeklein bis riesengroß ist alles möglich.

GN: Volume+ macht lauter

Der Lautsprecher des Galaxy Nexus gehört zu den schwächsten Komponenten des Smartphones und oft wird das Klingeln des Telefons überhört, wenn es zum Beispiel in einer Tasche steckt. Die App Volume+ schafft Abhilfe. Sie bietet quasi einen Übertaktungsmodus für den Lautsprecher, der die Ausgangsleistung je nach Einstellung laut unseren Messungen von 78 db auf 84db anhebt. Volume+ [2] gibt es als Testversion und Bezahlversion im Android Market. Sie können die App aber auch in der Vollversion gratis von der Homepage des Entwicklers herunterladen [3]. Beachten Sie beim Download von der Homepage, dass Sie dann nicht automatisch Updates bekommen. Zudem muss die Option zur Installation von APK-Dateien unbekannter Herkunft aktiviert sein.

Abbildung 6: Mit der App Volume+ erhöhen Sie die relativ schwache Leistung des Galaxy-Nexus-Lautsprechers.
Abbildung 6: Mit der App Volume+ erhöhen Sie die relativ schwache Leistung des Galaxy-Nexus-Lautsprechers.

Browser im Vollbildmodus

Der Ice-Cream-Sandwich-Browser verfügt als experimentelles Feature über einen Vollbildmodus. Sie schalten Ihn aus dem Kontextmenü über Einstellungen | Labs ein. Um trotz Vollbildmodus an die Einstellungen zu gelangen, bietet sich die ebenfalls im Labs-Untermenü vorhandene Schnellsteuerung an. Mit einer Daumen-Wischgeste von rechts oder links blenden Sie so das Menü, die Fensterübersicht oder die Adressleiste ein.

Abbildung 7: Im Vollbildmodus steuern Sie den Browser über Gesten und die halbkreisförmige Schnellsteuerung.
Abbildung 7: Im Vollbildmodus steuern Sie den Browser über Gesten und die halbkreisförmige Schnellsteuerung.

Abbildung 8: Die Schnellsteuerung und den Vollbildmodus schalten Sie über die Labs-Einstellungen ein.
Abbildung 8: Die Schnellsteuerung und den Vollbildmodus schalten Sie über die Labs-Einstellungen ein.

Tipp

Downloads aus dem Browser finden Sie über die vorinstallierte App Downloads am einfachsten, einen Dateimanager brauchen Sie dazu nicht.

GN:Light Flow

Das Galaxy Nexus besitzt eine sehr schöne Benachrichtigungs-LED unten in der Mitte. Leider funktioniert diese von Haus aus nur mit GMail zusammen und zeigt Ihnen weder verpasste Anrufe noch Google+- oder Facebook-Postings an. Abhilfe schafft die App Light Flow. Sie übernimmt vom System quasi die Steuerung der LED und lässt sich sehr individuell anpassen. Für die meisten Nutzer dürfte der Umfang der kostenlosen Lite-Variante ausreichen, die Version für 1,75 Euro bietet aber den größten App-Support. Bei der Installation von Light Flow erscheint eine recht beängstigende Warnung, da die App sehr tiefgreifende Rechte im System benötigt. Light Flow ist eine relativ alte und bewährte App, die wir unseren Lesern empfehlen können.

Abbildung 9: Light Flow bringt der LED des Galaxy Nexus ein korrektes Arbeiten bei.
Abbildung 9: Light Flow bringt der LED des Galaxy Nexus ein korrektes Arbeiten bei.

Abbildung 10: Diesen Warnhinweis können Sie bei Light Flow getrost mit OK bestätigen, bei anderen Apps sollten Sie sich zunächst gut informieren.
Abbildung 10: Diesen Warnhinweis können Sie bei Light Flow getrost mit OK bestätigen, bei anderen Apps sollten Sie sich zunächst gut informieren.

Tischuhr und Nachtmodus

Uhr und Wecker hatte Google eigentlich schon mit Gingerbread recht gut gelöst. Für Ice Cream Sandwich haben sich die Entwickler eine weitere Verbesserung einfallen lassen, den Nachtmodus der Tisch-Uhr. Diesen gab es zwar auch unter Android 2.3, aber bei Android 4.0 funktioniert er anders. Starten Sie aus dem App-Menü die Uhr und halten Sie den Finger lange gedrückt, dann wechselt ICS in den Tischuhr-Modus. Dieser eignet sich besonders gut für das Galaxy Nexus oder ein anderes Smartphone, wenn dieses im Querformat in einer Dockingstation liegt. Tippen Sie die Uhr hingegen nur kurz an, dann wechselt Sie in den Nachtmodus. Die beiden Modi lassen sich kombinieren, indem Sie zunächst kurz für den Nachtmodus tippen und anschließend den Finger gedrückt halten, um zur Tischuhr zu wechseln. So kann Ihr ICS-Smartphone auf dem Nachttisch stehen, ohne zu viel Licht abzugeben und Sie sehen dennoch immer wie spät es ist.

Abbildung 11: Die Tischuhr von Ice Cream Sandwich im Nachtmodus.
Abbildung 11: Die Tischuhr von Ice Cream Sandwich im Nachtmodus.

GN:Kamera auf 3 Megapixel schalten

Die Kamera des Galaxy Nexus ist nicht schlecht, aber sie gehört auch nicht zu den allerbesten. In unseren Tests erreichten wir die besten Resultate, wenn wir die Kamera auf 3 Megapixel herunterschalteten. Mit dieser Einstellung waren die meisten Aufnahmen auch bei der 100-Prozent-Ansicht scharf und ohne Rauschen.

GN:Testmenü aufrufen

Jedes Mobiltelefon lässt sich über sogenannte Service-Codes steuern bzw. ins Innenleben blicken. Aktuell sind für das Galaxy Nexus noch kaum Codes bekannt, außer dem Testmenü, das Sie über *#*#4636#*#* aufrufen. Auf allen Smartphones und praktisch allen Handys funktioniert zudem die Kurzwahl *#06#, über die sich der IMEI-Code des Geräts aufrufen lässt. Er identifiziert jedes Smartphone auf der Welt eindeutig.

Abbildung 12: Über die "Rufnummer" *#*#4636#*#* öffnen Sie das Test-Servicemenü.
Abbildung 12: Über die "Rufnummer" *#*#4636#*#* öffnen Sie das Test-Servicemenü.

Infos

  1. ICS-Special auf der Android-User-Webseite: https://www.android-user.de/Android-4.0
  2. Volume+ im Market: https://market.android.com/details?id=com.FREE.android.lvh
  3. Volume+ vom Entwickler: http://androidaudiohacks.com/?p=149#more-149
  4. Light Flow: https://market.android.com/details?id=com.rageconsulting.android.lightflowlite

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