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Die Facebook-App und der Facebook Messenger

© facebook.com

Sie nutzen Facebook auf dem PC? Warum nicht auch auf dem Handy? Unser Artikel stellt die Facebook-App vor und zeigt die Vor- und Nachteile.

Facebook bleibt mit über 20 Millionen Nutzern weiterhin das beliebteste Social Network der Deutschen. Bei solch einer Nutzerzahl ist es klar, dass Facebook auch eine eigene App bereitstellt, um die mobile Nutzung des Dienstes zu vereinfachen, in vielen Fällen ist die App auf Android-Geräten sogar vorinstalliert. Neben der eigentlichen Facebook-App bietet die Firma auch eine separate Messenger-App an, die das Nachrichtensystem von Facebook nutzt. Auf diese zwei Apps gehen wir im folgenden Artikel näher ein.

Facebook-App

Die Facebook-App [1] möchte wie die PC-Version ein möglichst umfassendes Facebook-Feeling bieten. Dazu benötigt die App allerdings für den Geschmack einiger User zu viele Berechtigungen. Dazu gehören neben allgemeinen Rechten wie Telefonstatus lesen und Kontolisten verwalten auch das versenden von SMS-Nachrichten und der praktisch uneingeschränkte Zugriff auf die Kontaktdaten. Viele User schalten außerdem das GPS-Modul nicht immer aus. Beim Verfassen eines Beitrages sucht die App dann automatisch nach dem Standort und möchte diesen hinzufügen. Wer Facebook auf seinem Smartphone nutzen möchte (und nicht nur zum Chatten), hat aber (fast) keine andere Wahl als die offizielle Facebook-App.

Facebook im Browser

Facebook bietet auch eine mobile Webseite an. Wenn Sie Facebook also nur selten nutzen, dann benötigen Sie die App nicht, sondern rufen einfach facebook.com im Android-Browser auf.

Beim ersten Start melden Sie sich mit Ihren Daten bei Facebook an. Anschließend fragt die App, ob Sie Ihre Facebook-Kontakte mit dem (Google-)Adressbuch synchronisieren möchten. Wenn Ihr Freundeskreis bei Facebook und auf dem Telefon in etwa übereinstimmt, dann ist die voreingestellte Option Mit bestehenden Kontakten synchronisieren sinnvoll. In allen anderen Fällen wählen Sie besser nicht synchronisieren, damit das Adressbuch auf dem Handy nicht mit mehreren Hundert Facebook-Kontakten zugemüllt wird.

Je nach Hersteller laufen nun im Hintergrund noch weitere Prozesse ab. Bei HTC zum Beispiel ein Abgleich mit HTC Sense, sodass Sie auch die entsprechenden Widgets auf dem Desktop benutzen können. Auch bei Sony Ericsson ist Facebook recht tief in Timescape verankert. Auf Wunsch bietet die App nun eine kleine Tour durch die Features an, anschließend sehen Sie die Timeline.

Abbildung 1: Achten Sie beim ersten Start der App genau darauf, ob und wie Sie das Adressbuch mit Facebook synchronisieren möchten.
Abbildung 1: Achten Sie beim ersten Start der App genau darauf, ob und wie Sie das Adressbuch mit Facebook synchronisieren möchten.

Navigation in der App

Der Startscreen der Facebook Anwendung beinhaltet die Timeline mit News, Posts, Bildern und Videos, wie Sie es auch von der Desktop-Version her kennen. Im oberen Menü, das auf allen Screens eingeblendet bleibt, tauchen die drei ebenfalls von der Website des Netzwerks bekannten Icons auf. Bei einem Klick auf diese öffnet sich dann ein Pop-Up mit Freundschaftsanfragen, Nachrichten oder Benachrichtigungen.

Abbildung 2: In der Timeline spielt sich das wesentliche Geschehen von Facebook ab.
Abbildung 2: In der Timeline spielt sich das wesentliche Geschehen von Facebook ab.

Über das Icon links oben blenden Sie das scrollbare Hauptnavigationsmenü ein. Hier kann man zwischen den einzelnen Menüpunkten wechseln: Ein Antippen auf den Button Neuigkeiten und man kommt wieder zu seiner Timeline zurück. Über Nachrichten gelangen Sie zum Nachrichtensystem von Facebook. Unter In der Nähe zeigt die App den aktuellen Standort von Freunden an, die an einem Platz eingecheckt haben. Möchten Sie Ihren Freunden den aktuellen Aufenthaltsort mitteilen, dann wählen Sie dazu im Hauptfenster die Schaltfläche Wo bist du?.

Weitere wichtige Einträge in der Navigationsleiste sind die Veranstaltungen mit einer Übersicht über anstehende Feste oder Geburtstage von Freunden und natürlich Freunde, über den Sie zur Übersicht aller Freunde und Ihrer Lieblingsseiten kommen. Weiter unten finden Sie auch die Listen und Notizen sowie die Einstellungen.

Abbildung 3: In der Sidebar finden sich alle wichtigen Menüpunkte, hier erreichen Sie auch Ihre Seiten.
Abbildung 3: In der Sidebar finden sich alle wichtigen Menüpunkte, hier erreichen Sie auch Ihre Seiten.

Ihr Profil

Die Profile der Nutzer sind in der App ähnlich wie in der Desktopvariante aufgebaut. Unter dem Titelbild befinden sich die persönlichen Informationen und die Schaltflächen Fotos, Freunde und die abgegebenen Gefällt mir. Darunter sehen Sie die Pinnwandeinträge des jeweiligen Nutzers angezeigt.

Abbildung 4: Das Profil, welches seit der Einführung der Timeline auch optisch etwas her macht, gehört mit zu wichtigsten Orten der Facebook App.
Abbildung 4: Das Profil, welches seit der Einführung der Timeline auch optisch etwas her macht, gehört mit zu wichtigsten Orten der Facebook App.

Um einen Beitrag zu veröffentlichen, wechseln Sie zum Startscreen und wählen oben aus den drei Möglichkeiten Status, Foto oder Wo bist du? aus. Je nachdem, welchen Punk Sie ausgewählt haben, erscheint vor dem Posting noch ein zusätzlicher Bestätigungsdialog, und schon erscheint der Beitrag bei Facebook.

Abbildung 5: Status Updates, Bilder oder Check-In's lassen sich auch mobil mit den Freunden teilen.
Abbildung 5: Status Updates, Bilder oder Check-In’s lassen sich auch mobil mit den Freunden teilen.

Über den Menübutton oder die Navigationsleiste gelangen Sie zu den Einstellungen. Hier legen Sie unter anderem fest, wie oft die App ihren Inhalt automatisch aktualisiert oder welche Aktionen Push-Benachrichtigung auslösen sollen. Für Facebook-Benachrichtigungen per Push zu praktisch allen Ereignissen gibt es mit Slk Notifications for Facebook [3] auch eine externe App. In weiteren Untermenüs finden Sie auch komplexere Bereiche wie die Privatsphäreneinstellung. Hierzu nutzen Sie aber der Übersichtlichkeit halber besser die Desktop-Version im Browser.

Abbildung 6: Die Schaltzentrale zahlreiche Möglichkeiten, Facebook auf die eigenen Bedürfnisse zuzuschneiden.
Abbildung 6: Die Schaltzentrale zahlreiche Möglichkeiten, Facebook auf die eigenen Bedürfnisse zuzuschneiden.

Facebook Messenger

Die Facebook-App holt das komplette soziale Netzwerk auf das Smartphone. Das zeigt sich meist negativ bei der Akkubelastung, da Facebook je nach Einstellungen recht häufig ins Netz will und zudem auch sehr viele Daten überträgt (Bilder aus Postings). Suchen Sie eine einfache Lösung, um mit Ihren Facebook-Freunden in Kontakt zu bleiben, dann ist der Messenger die bessere Wahl. Die App bringt nur eine Chat- bzw. Nachrichtenfunktion mit sich, benötigt dafür aber nur sehr wenige Berechtigungen.

Abbildung 7: Schnell mal eine Nachricht versenden? Alles kein Problem mit dem Messenger!
Abbildung 7: Schnell mal eine Nachricht versenden? Alles kein Problem mit dem Messenger!

Auf dem Hauptscreen werden alle aktiven Unterhaltungen angezeigt und ein Tippen auf das kleine + in der oberen rechten Ecke öffnet eine neue Konversation. Mit einem Wisch von oben nach unten aktualisiert sich der komplette Inhalt, genauso wie dies auch in der Facebook-App funktioniert. In die Einstellungen der Anwendung gelangen Sie über die Menütaste von Android. Hier stellen Sie die Benachrichtungen ein und schalten den Ortungsdienst ein/aus.

Abbildung 8: Viele Einstellungen lassen sich zwar nicht vornehmen, das Deaktivieren der Ortungsdienste hilft aber beim Akku-Schonen.
Abbildung 8: Viele Einstellungen lassen sich zwar nicht vornehmen, das Deaktivieren der Ortungsdienste hilft aber beim Akku-Schonen.

Fazit

Die Facebook-App ist eine gute und übersichtliche Kopie der Desktop-Website in App-Form. Sie lädt manchmal Inhalte relativ langsam, was aber in einem erträglichen Rahmen bleibt. Wer jedoch einfach nur Nachrichten senden oder chatten will, trifft mit dem schnellen, aufgeräumten Messenger die bessere Wahl und muss zudem Facebook auch nicht die kompletten Rechte fürs Smartphone einräumen.

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