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Die besten Root-Apps: Teil 3

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In diesem dritten Teil unserer Serie über Root-Apps stellen wir Ihnen vier weitere Apps vor, die auf einem gerooteten Smartphone nicht fehlen dürfen.

Root-Apps eignen sich nicht nur dazu, um via Titanium-Backup eine Sicherung zu erstellen oder die CPU hochzutakten. Android User stellt Ihnen deshalb in jeder Ausgabe besonders gelungene Root-Apps vor.

FauxSound Audio/Sound Control

Die von den Herstellern verbauten Lautsprecher sind häufig nicht die besten und meistens holt die Software aus der Hardware auch nicht den bestmöglichen Sound heraus. Die App FauxSound [1] behebt diesen Missstand und ersetzt die Soundkonfiguration nach Ihren Wünschen.

Voraussetzung zur Verwendung der App ist ein Custom-Kernel, der die entsprechenden Modifikationen unterstützt. Nach der Installation müssen Sie der App Root-Rechte gewähren, damit sie ihre Arbeit ordnungsgemäß verrichten kann. FauxSound verteilt sich auf zwei Bereiche, die in Form von Tabs strikt voneinander getrennt sind: Der erste Tab enthält alle interessanten Einstellungen und Optionen. Der Info-Tab listet Informationen zu Ihrem Gerät sowie auf die App bezogene Links auf.

In den Einstellungen ist es sinnvoll, den Switch Set on Boot zu aktivieren, damit FauxSound die von Ihnen getätigten Einstellungen beim Hochfahren des Handys automatisch übernimmt. Darunter finden Sie ein Auswahlmenü mit fünf vordefinierten Profilen. Diese erleichtern die Anpassungen erheblich. Unterhalb des Menüs befinden sich die eigentlichen Schieberegler, mit denen Sie die Einstellungen vornehmen. Die Regler sind in vier Kategorien unterteilt, je nachdem, welchem Zweck sie dienen. Im oberen Bereich sind die Optionen platziert, die den digitalen Hörerausgang betreffen. Danach kommt der für die normalen Lautsprecher wichtige Punkt, mit ihm steuern Sie die Lautstärke.

Darunter sitzen die beiden Regler für den digitalen Audioausgang. Am Ende gibt es zwei Optionen für den Mikrofoneingang und den Kameramikrofoneingang. Sie können nun entweder mit den vielen Reglern herumprobieren und experimentieren, bis Sie die für Sie perfekte Einstellung gefunden haben oder Sie verwenden einfach eine der Voreinstellungen aus dem Menü. Das Profil Loudness hebt zum Beispiel die maximal mögliche Lautstärke eines Nexus 5 erheblich an. Um Hardwaredefekte zu vermeiden, sollten Sie Ihr Gerät jedoch nicht allzu lange auf der höchsten Stufe spielen lassen. Für 1,49 Euro holen Sie mit der FauxSound-App deutlich mehr aus Ihrem Smartphone heraus, für Musikfans ist die App ein Muss.

Abbildung 1: Beim Herumprobieren finden Sie garantiert die für Sie passende Einstellung.
Abbildung 1: Beim Herumprobieren finden Sie garantiert die für Sie passende Einstellung.

MyFont(Fonts For Android)

Android bietet sehr viele Individualisierungsmöglichkeiten, aber die Auswahl der gewünschten Schriftart ist nicht bei jedem Hersteller ausreichend. Mit der MyFont-App [2] installieren Sie auf jedem gerooteten Handy die Schriften, die Ihnen persönlich gefallen – und nicht dem Hersteller.

In vier Kategorien gegliedert, präsentiert sich MyFont in einem modernen, typografisch ansprechend aufbereiteten Design. Zu Beginn zeigt die Anwendung die aktuell beliebtesten Schriftarten an. Hier sind immer wieder einige interessante Kandidaten dabei. Im nächsten Tab finden Sie die von der App bereitgestellte volle Auswahl an Schriften. Durch diese klicken Sie sich einfach durch, bis Sie Ihren Favoriten gefunden haben. Dann öffnen Sie die Detailansicht des Fonts über einen Fingertipp und betätigten den Download-Button. Daraufhin zeigt die Anwendung einen Beispieltext in der bisherigen Schriftart und in der neuen zum Vergleich an. Um die Installation zu starten, tippen Sie auf Use und bestätigen die Abfrage mit OK. Nach einem Neustart begrüßt Sie Ihr Smartphone schon in der neuen Schriftart. Falls Sie wieder zurück zur originalen möchten, finden Sie alle heruntergeladenen Schriftarten und die Standardschrift auf dem Local-Tab.

Abbildung 2: Sie erkennen schon in der Übersicht von MyFont, wie die ausgewählte Schrift später aussehen wird.
Abbildung 2: Sie erkennen schon in der Übersicht von MyFont, wie die ausgewählte Schrift später aussehen wird.

DataSync

Wer mehrere Android-Geräte benutzt, kennt das Problem: Es wird zu einer mühseligen und nervigen Angelegenheit, die Apps auf gleichem Stand zu halten. Auf welchem Gerät bin ich momentan in welchem Level bei Angry Birds? Wo habe ich die Einkaufsliste geschrieben? Solche Situationen sind unliebsam und unnötig. Die DataSync-App [3] hilft Ihnen, die App-Informationen über mehrere Androiden hinweg immer aktuell zu halten. Sie synchronisiert automatisch eine von Ihnen festgelegte Liste über die Cloud und sorgt so dafür, dass überall die gleichen Daten zu Verfügung stehen.

Nach der Installation legen Sie eine Liste über das +-Symbol an und markieren dabei alle Apps, die Sie synchronisieren wollen. Benennen Sie die Liste noch und klicken Sie dann auf das Speichern-Icon. Dies müssen Sie nun auf jedem Handy und Tablet tun, das Sie synchronisieren möchten. Es empfiehlt sich, bei der Einrichtung die Anmeldung mit dem Google-Konto zu wählen, das vereinfacht die Sache. Tippen Sie nun auf Ihre eben angelegte Liste. Um sie zu synchronisieren, klicken Sie auf die zwei Pfeile in der Action-Bar. Im auftauchenden Dialog wählen Sie entweder die Cloud aus (in den Einstellungen können Sie zusätzliche Anbieter wie Dropbox, Box und auch FTP-Verzeichnisse hinzufügen) oder ein anderes Gerät, das sich im selben Netzwerk befindet.

Im Ausklappmenü unten legen Sie noch fest, in welche Richtung synchronisiert werden soll; ob also das jeweilige Gerät die Daten nur senden oder auch empfangen soll. Umgehend beginnt DataSync, die von Ihnen ausgewählten Apps via Cloud mit den anderen Geräten abzugleichen. Dieser Vorgang benötigt seine Zeit, kann aber einfach im Hintergrund laufen. Über die Optionen legen Sie fest, ob DataSync von alleine aktiv werden und automatisch Synchronisierungen durchführen darf.

Die App ist kostenlos im Play Store erhältlich. Die Plus-Variante für 1,99 Euro bietet Real-Time-Synchronisation und den Abgleich via Bluetooth und NFC statt über die Cloud. Auch zeitlich geplante Syncs sind damit möglich.

Abbildung 4: Im Statusfenster von DataSync sehen Sie den aktuellen Fortschritt der Synchronisierung.
Abbildung 4: Im Statusfenster von DataSync sehen Sie den aktuellen Fortschritt der Synchronisierung.