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Die App zu Box.com im ausführlichen Test

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Sie haben einen PC, ein Notebook, ein Tablet und ein Smartphone? Ohne großen Aufwand möchten Sie von allen diesen Geräten auf Ihre Daten zugreifen? Dann führt kein Weg an Box vorbei, wir schauen uns den Cloudspeicher genauer an.

Speichern Sie wichtige Daten, wie Fotos oder Dokumente gerne in der "Datencloud" des Internets, möchten aber nicht auf die Platzhirsche Google Drive oder Microsoft SkyDrive zurückgreifen? Dann ist Box [1] genau das Richtige für Sie: Box ermöglicht es Daten für andere Personen freizugeben oder von allen Ihren Geräten – wie Computer, Tablet und Smartphone – bequem über Apps zuzugreifen.

Abbildung 1: Über die Box-App greifen Sie ganz bequem auf die des Cloud-Speicherdienst zu.
Abbildung 1: Über die Box-App greifen Sie ganz bequem auf die des Cloud-Speicherdienst zu.

Nach dem Anlegen eines Box-Accounts über die App [2], finden Sie einige Beispiel-Dateien auf Ihrem Online-Speicher. Am oberen Rand der Box-App finden Sie eine Leiste mit Buttons, um Dateien in Ihren Ordnern zu suchen, einen Ordner hinzuzufügen, Dateien hochzuladen, sowie einen Knopf für allgemeine Einstellungen und andere Möglichkeiten, wie Verknüpfungen oder Mehrfachauswahlen.

Freigaben und Vorschauen

Box bietet Ihnen die Möglichkeit Dateien und Ordner für Dritte freizugeben, so dass Sie Daten mit Freunden oder Kollegen teilen können. Dazu müssen Sie das freizugebende Objekt öffnen und auf den Freigeben-Button mit dem Teilen-Symbol tippen. Dort haben Sie dann die Möglichkeit, den Link in die Zwischenablage zu kopieren oder ihn direkt zu versenden. Die Option Link senden übergibt den Link zu Apps wie Facebook oder Gmail.

Abbildung 2: Mit der Offline-Funktion spiegeln Sie Dateien und Ordner direkt auf das Handy.
Abbildung 2: Mit der Offline-Funktion spiegeln Sie Dateien und Ordner direkt auf das Handy.

Abbildung 3: Viele Formate sehen Sie in einer Vorschau, per Wischgeste geht es zur nächsten Datei.
Abbildung 3: Viele Formate sehen Sie in einer Vorschau, per Wischgeste geht es zur nächsten Datei.

Wenn Sie einen großen Ordner mit Bildern oder PDF durchstöbern möchten, kommt Ihnen die Vorschau-Funktion von Box zu gute. Per Wischgeste blättern Sie sich durch Ihre Alben, ohne die Dateien auf Ihren Androiden kopieren zu müssen. Möchten Sie manche Dateien oder Ordner immer dabei haben, markieren Sie diese aus dem Menü heraus für den Offline-Gebrauch, Ordner-Inhalte werden dabei automatisch aktuell gehalten.

Fünf GByte und OneCloud

Box ist kostenlos, wenn Sie mit einem Speicherplatz von fünf GByte auskommen, Dateien dürfen dann nur maximal 250 Mbyte groß sein. Gegen eine Monatspauschale lässt sich der Speicher ausbauen, Privatanwender bekommen etwa für 17 Euro pro Monat 50 GByte Speichervolumen bei einem Dateilimit von einem GByte. Für Geschäftskunden und Unternehmen bietet Box auf Anfrage besondere Pakete an.

Abbildung 4: OneCloud-Apps integrieren den Cloud-Speicherdienst Box direkt in ihre App.
Abbildung 4: OneCloud-Apps integrieren den Cloud-Speicherdienst Box direkt in ihre App.

Abbildung 5: Mit dem OneCloud Text Editor bearbeiten Sie Textdateien gleich in der Box.
Abbildung 5: Mit dem OneCloud Text Editor bearbeiten Sie Textdateien gleich in der Box.

Mit der OneCloud-Schnittstelle erweitert Box die Möglichkeiten seiner Cloudspeicher-Box. Apps können über eine API direkt auf die Daten in der Box zugreifen, diese Lesen und Verändern. Box bietet Ihnen entsprechend vorbereitete Apps beim Klick auf den Öffnen-Button in der Vorschau zur Auswahl an.

Abbildung 6: Für zahlreiche andere Dateiformate bietet box zusätzliche OneCloud-Apps an.
Abbildung 6: Für zahlreiche andere Dateiformate bietet box zusätzliche OneCloud-Apps an.

Box selber stellt etwa mit OneCloud Text Editor [3] einen einfachen Texteditor bereit, mit dem Sie direkt innerhalb der Box Ihre Notizen bearbeiten. Für Microsoft Office-Dokumente hat etwa das mobile Office-Paket ThinkFree Mobile Pro [4] die Schnittstelle bereits integriert.

Online-Speicher im Vergleich

Im Internet finden Sie eine ganze Reihe von Anbietern, zu denen Sie Dateien hochladen, sie verwalten, teilen und bearbeiten können. Auf den ersten Blick ähneln sich Dropbox, Box und Co. stark. Doch in den Details finden sich durchaus einige Unterschiede. Die Wahl des richtigen Cloud-Storage fällt daher nicht leicht.

Google Drive und Dropbox bieten Ihnen zum Beispiel jeweils eine Versionsverwaltung. Fälschlicherweise geänderten Dateien stellen Sie so leicht wieder her. Box und Google Drive haben den Vorteil, dass sich eine Reihe von Dateiformaten direkt im Web-Frontend des Dienstes bearbeiten lassen. Dropbox besitzt nicht einmal einen Online-Texteditor für Notizzettel oder To-do-Listen.

Box und Google Drive bietet Ihnen fünf GByte kostenlosen Speicher, bei Dropox müssen Sie sich mit lediglich zwei GByte zufrieden geben, können den Speicher aber durch Freundschaftswerbung und verschiedene Aktion deutlich ausbauen. Nur Dropbox lädt mit dem Smartphone geschossene Bilder direkt hoch. Bei Box lässt sich dieses Feature durch OneCloud-Apps nachrüsten, bei Google Drive jedoch nicht.

Fazit: Box hat aufgeholt

Wenn von Cloud-Speicherdiensten gesprochen wird, dann kommt den meisten Android-Usern Dropbox oder Google Drive in den Sinn. Vor allem der eigentlich recht junge Dropbox-Dienst konnte durch eine clevere Synchronisierungs-App für den PC und durch Freundschaftswerbung gegen zusätzlichen kostenlosen Speicherplatz eine sehr große Nutzerbasis akquirieren.

Box hatte lange Zeit dagegen nicht viel zu bieten, Box positionierte sich als reiner Online-Speicher mit Web-Oberfläche. Inzwischen hat Box allerdings eine gehörige Aufholjagd hingelegt. Mit Box Sync [5] gibt es nun auch ein PC-Programm, das im Hintergrund Verzeichnisse überwacht und neue bzw. geänderte Dateien automatisch in die Box lädt. Ebenso ist die Box-Android-App auf der Höhe der Zeit angekommen. Box ist eine echte Alternative zu Dropbox, Google Drive und Co.

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