Start Magazin Die Android Debug Bridge drahtlos nutzen

Die Android Debug Bridge drahtlos nutzen

2357
0

Die Android Debug Bridge ist das Mittel der Wahl, um am Android-System herumzuspielen. Dank Wireless ADB können Sie dabei auch auf das USB-Kabel verzichten.

Wie schön wäre es, wenn man all die nützlichen Kommandos die mit der Android Debug Bridge (kurz ADB) ausführbar sind, nicht nur nutzen könnte, wenn das Endgerät über ein USB-Kabel an den Computer angeschlossen ist? Dank Wireless ADB ist der Traum Realität. Einzige Voraussetzung: Ein gerootetes Android-Smartphone, und Sie müssen sich im gleichen WiFi-Netzwerk befinden.

Installation

Laden Sie sich zunächst eine beliebige Wireless-ADB-App aus dem Google Play Store herunter. Die dort angebotenen Apps unterscheiden sich alle nur sehr geringfügig und die Entscheidung ist letztendlich eine Geschmacksfrage. Wir empfehlen ADB Konnect von Rocko Labs [1].

Öffnen Sie die von Ihnen bevorzugte Anwendung. Beim ersten Start müssen Sie die angeforderten Root Rechte der App bestätigen und werden bei Erfolg auf den Startscreen der App geleitet. Dieser ist bei so gut wie allen Wireless ADB Apps gleich aufgebaut.

Abbildung 1: Root Zugriff ist bei allen Anwendungen Pflicht. Ansonsten ist es für die Apps nicht möglich den notwendigen Service zu starten.
Abbildung 1: Root Zugriff ist bei allen Anwendungen Pflicht. Ansonsten ist es für die Apps nicht möglich den notwendigen Service zu starten.

Klicken Sie auf den großen Start Button, um den Wireless-ADB-Service auszuführen. Daraufhin müssen Sie lediglich im platform-tools-Ordner des Android SDKs den Befehl adb devices eingeben, um die vorhandenen Geräte anzuzeigen. Der Befehl adb connect [IP Adresse des Android Gerätes] verbindet Sie dann mit dem Smartphone. Dieses Kommando wird meistens aber auch nochmal in der App angezeigt. Ihr Computer hat sich gerade erfolgreich mit Ihrem Smartphone verbunden, und Sie können nun gewohnt mit den diversen ADB-Befehlen Ihr Gerät ansteuern.

Abbildung 2: Die Interfaces der Apps unterschieden sich so gut wie nicht. Überall haben die Entwickler das Konzept mit dem großen Knopf übernommen.
Abbildung 2: Die Interfaces der Apps unterschieden sich so gut wie nicht. Überall haben die Entwickler das Konzept mit dem großen Knopf übernommen.

Abbildung 3: In den Einstellungen lassen sich oft weitere nützliche Funktionen auswählen und bearbeiten.
Abbildung 3: In den Einstellungen lassen sich oft weitere nützliche Funktionen auswählen und bearbeiten.

Alle Befehle die in der kabelgebundenen Variante funktionieren, sind auch in der kabellosen Methode verfügbar. So können Sie zum Beispiel schnell mal ein Custom-ROM oder eine App "over the air" einspielen. Wenn Sie fertig sind, beenden Sie die Verbindung mit adb disconnect [IP Adresse des Android Gerätes].

Fazit

Für Power User, die ADB-Befehle nur so auf und ab tippen, bieten die Wireless-ADB-Apps eine erhebliche Vereinfachung für das Nutzen der Android Debug Bridge. Und zugegeben: mal eben die neuste ROM-Version mit einem Befehl kabellos über das WLAN zu übertragen, ist praktisch und cool zugleich.

Kommentiere den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here