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Das sind die Top-Trends für 2014

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2013 war ein sehr erfolgreiches Jahr für Android. Es wurden mehr Smartphones und Tablets denn je verkauft. Geht 2014 noch mehr, und welche Geräte werden sich im kommenden Jahr durchsetzen? Wir zeigen die Trends auf.

Konnte man 2012 noch vorhersagen, dass sich 2013 die Displaygröße von Smartphones jenseits der 5 Zoll bewegen wird, ist eine ähnliche Prognose für 2014 schlicht lächerlich: Längst gibt es Android-Geräte in jeder Größe zwischen 3 und 23 Zoll. Doch auch jenseits der Displaygröße wird uns das Jahr 2014 interessante Neuerungen bringen. Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengefasst.

Bye-bye iPad

Bei den Handys dominiert Android den Weltmarkt. Abgesehen von wenigen Ausnahmen wie der Schweiz oder den USA steht die Zahl der verkauften Android-Smartphones weit vor dem entsprechenden iOS-Pendant. 2014 wird Android auch den Tablet-Markt anführen. Bereits jetzt werden weltweit etwas mehr Android-Tablets als iPads verkauft, 2014 wird sich dieser Trend verstärken. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass es im Vergleich zum Vorjahr deutlich bessere Low-Cost-Hardware für Android gibt und sich auch Android selbst verbessert hat. Es spricht deshalb nichts mehr dagegen, sich 2014 ein Android-Tablet um 150 Euro zu kaufen, solange das Display gut genug ist. Google will zudem 2014 mehr Wert auf gute Tablet-Apps legen. Dazu wird es noch in diesem Monat eine kleine Änderung im Play Store geben, damit Tablet-Besitzer auch in erster Linie Tablet-Apps angezeigt bekommen [1].

Abbildung 1: Google will das Angebot an Tablet-Apps im Play Store deutlich verbessern.
Abbildung 1: Google will das Angebot an Tablet-Apps im Play Store deutlich verbessern.

Ultra-HD

Das Sony Xperia Z1 und das Samsung Galaxy Note 3 sind die ersten Android-Handys, die Videos in 4K (3840 × 2160 Pixel) aufnehmen. Möglich macht dies der Snapdragon-800-Prozesor von Qualcomm. Auch das G2 von LG kann theoretisch 4K-Videos (auch Ultra-HD genannt) filmen, LG hat sich jedoch für die Option Full-HD mit 60 fps entschieden. Damit lassen sich selbst schnelle Actionsequenzen ruckelfrei filmen. 2014 wird sich der Ultra-HD-Trend fortsetzen, zumal mit 8K schon ein potenzieller Nachfolger in den Startlöchern steht. Der Hauptgrund für die wachsende Verbreitung der HD-Fähigkeit liegt hingegen bei sinkenden Preisen für TV-Geräte: Kostet ein Ultra-HD-Fernseher momentan noch zwischen 2000 und 3000 Euro, werden sich die Preise für Einsteigermodelle bis Ende 2014 gegen 1000 Euro bewegen. Mit entsprechender Funktechnik macht dann auch das Streamen von 4K-Videos direkt zum Fernsehgerät Spaß. Aktuell ist das nur in einem sehr leistungsfähigen WLAN möglich.

© SonyAbbildung 2: Das Sony Xperia Z1 gehört zu den ersten Android-Smartphones, die Videos in Ultra-HD aufnehmen.
© SonyAbbildung 2: Das Sony Xperia Z1 gehört zu den ersten Android-Smartphones, die Videos in Ultra-HD aufnehmen.

Digital Health

Mit Android 4.3 hat Google – endlich – die Weichen für Bluetooth 4.0 Low Energy gestellt [2]. Bluetooth 4.0 unterstützte Android schon lange, aber ohne das passende Low-Energy-Profil. Damit kann Android mit sehr vielen Peripheriegeräte zusammenarbeiten, die auf dieses äußerst stromsparende Profil angewiesen sind. Dazu gehören vor allem Messinstrumente im medizinischen Bereich, aber auch viele Gesundheitsprodukte für den Consumerbereich, zum Beispiel Sportarmbänder oder Blutdruckmesser. Android hat in diesem Segment noch einen großen Nachholbedarf gegenüber iOS, auch wenn es bereits Personenwaagen mit passender Android-App gibt [3].

64-Bit?

Als Apple das iPhone 5S mit dem ersten 64-Bit-fähigen A7-Prozessor vorstellte, wurde das Unternehmen von der Android-Presse milde belächelt. Doch der Wechsel zu 64 Bit ist der nächste logische Schritt in der Handyentwicklung, nachdem die CPU-Leistung mit Quad-Core-Prozessoren und mit 3-GByte-RAM wie im Galaxy Note 3 bereits kräftig zugelegt hat. Wir sind uns deshalb ziemlich sicher, noch 2014 die ersten Android-Geräte mit 64-Bit-Support zu sehen.

HDMI-Sticks

Android auf dem TV hat sich etwa so gut verkauft wie der Nexus Q von Google. Also eher schlecht. Umso besser liefen 2013 Android-Geräte, die sich per HDMI-Stecker an ein Fernsehgerät anschließen lassen, um damit Full-HD-Videos anzuschauen oder via Controller zu spielen. Dieser Trend wird sich 2014 fortsetzen, wobei die HDMI-Dongles noch kleiner und noch leistungsfähiger und vor allem auch günstiger werden. Der Chromecast-Dongle von Google kostet zwar nur knapp 40 Dollar, ist aber hierzulande nach wie vor nicht verfügbar, also wird es bestimmt schon bald ähnlich günstige Alternativen geben. Beachten Sie dazu auch unser Sonderangebot in Zusammenarbeit mit dem Online-Versandhaus Pearl.de.

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Steuerung per Gehirn

Brain.apk war schon immer eine der wichtigsten Apps für Android-Anwender. Mit Intelligenz nichts zu tun haben hingegen neue Gadgets, die Hirnströme in elektrische Signale umwandeln. Mit diesen Signalen lässt sich dann zum Beispiel eine Android-App steuern. Auch wenn die Technologie noch in den Anfängen steckt, birgt sie viel Potenzial. Stellen Sie sich nur mal vor, wie viel Spaß es machen muss, Tetris allein durch Ihren Willen zu spielen und nicht von zu langsamen Fingern ausgebremst zu werden.

Als eine der ersten Firmen bringt die kanadische Soft- und Hardwareschmiede Interaxon noch 2013 ein passendes Stirnband für Endkunden auf den Markt. Damit kann man zwar noch keine TV-Sender auswählen, wie dies bei einigen Konkurrenzprodukten der Fall ist, aber dafür ist das Muse Headband für Entwickler via SDK offen, sodass wir bestimmt schnell ein paar Apps für das exklusive Stirnband sehen werden. Nach der Sprachsteuerung, die 2013 zum Trend wurde und im kommenden Jahr bestimmt noch populärer wird, startet 2014 mit der Gedankensteuerung ein weiterer heißer Trend. Das Muse Headband lässt sich übrigens für 280 Dollar bereits bestellen [4].

Abbildung 3: Mit dem Muse Headband steuern Sie Apps über Ihre Gedanken.
Abbildung 3: Mit dem Muse Headband steuern Sie Apps über Ihre Gedanken.

Sichere QR-Codes

Haben Sie schon mal ein Konzert ohne Papierticket besucht, nur mit dem Handy und einem QR-Code. Wenn ja, ist Ihnen dabei eventuell aufgefallen, dass man den QR-Code einfach kopieren und auf einem anderen Handy anzeigen könnte? Eventuell kommt man auf diese Weise mit nur einem Ticket zu zweit in ein Konzert. QR-Codes sind praktisch, aber alles andere als sicher. Das soll sich 2014 ändern. Die Firma Cellum hat eine Technik für bewegte QR-Codes entwickelt (Motion QR), [5] bei der statt eines statischen Bilds eine Art animiertes GIF zum Einsatz kommt, das bis zu zehn QR-Codes pro Sekunde anzeigt. Dadurch lässt sich die Menge der gespeicherten Daten im Code drastisch erhöhen, sodass man auch biometrische Informationen wie ein Foto oder eine Kopie eines elektronischen Ausweises darin speichern kann. Somit stehen bei der Ticketkontrolle zusätzliche Informationen zur Verfügung, die eine Fälschung des Codes deutlich erschwereren. Auch wenn sich Motion QR nicht durchsetzen sollte: Die klassischen QR-Codes gehören langsam zum alten Eisen.

Und NFC?

Kritischen Stimmen zufolge wird sich NFC nicht durchsetzen, solange Apple die Technik nicht ins iPhone einbaut. Bisher hatten diese kritischen Stimmen recht. Das hängt aber weniger an NFC, sondern daran, dass sich der Handel nicht auf ein einheitliches System zur Bezahlung mit dem Handy festlegen kann. Daran dürfte sich auch 2014 noch nicht allzuviel ändern, selbst wenn Google mit Android 4.4 dem bargeldlosen Bezahlen via Handy etwas mehr Dynamik geben möchte. Der Durchbruch von NFC wird sich deshalb vorerst auf eine einzige Gerätekategorie beschränken: drahtlose Musikanlagen. Vergessen Sie das umständliche Koppeln via Bluetooth: Halten Sie einfach das NFC-fähige Handy an die dafür vorgesehene Stelle an der HiFi-Anlage, und schon können Sie drahtlos Musik genießen. Erste Geräte gibt es schon eine Weile, und auf der IFA wurden sehr viele neue gezeigt. Schauen Sie sich deshalb gut um, bevor Sie ein neues Musikdock zu Weihnachten kaufen. Und wer weiß, vielleicht steuern Sie ja auf ähnliche Weise bis Ende 2014 auch den Kühlschrank, die Heizung und die LED-Glühbirne. Wir lassen uns überraschen.

Abbildung 4: Die Sony-Musikanlage SRS-BTX500 verfügt über NFC zur einfachen Inbetriebnahme.
Abbildung 4: Die Sony-Musikanlage SRS-BTX500 verfügt über NFC zur einfachen Inbetriebnahme.

Bye-bye Smartwatch

Unsere letzte Trendmeldung bezieht sich auf die smarten Uhren. 2013 war klar das Trendjahr für Smartwatches. Aber nachdem nun so praktisch jede Firma eine entsprechende Uhr im Angebot hatte und es auch beim Discounter schon für wenig Geld Uhren zum Telefonieren gibt, ist das Thema nicht mehr wirklich top. 2014 wird deshalb das Jahr der smarten Brillen, angetrieben von Google Glass. Eventuell verschmelzen ja auch Produkte wie das oben erwähnte Muse Headband und Google Glass langfristig in einem Gerät. 2014 – da sind wir uns sicher – wird aber klar im Zeichen von Google Glass stehen, da können Samsung, Sony & Co. noch so viele interessante Smartwatches auf den Markt bringen.

Abbildung 5: 2014 werden die smarten Brillen von Google auf immer mehr Köpfen zu sehen sein.
Abbildung 5: 2014 werden die smarten Brillen von Google auf immer mehr Köpfen zu sehen sein.