30. Juli 2022
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Das Ice-Cream-Sandwich-ABC von Android User

Sie möchten sich einen schnellen Überblick über Android 4.0 verschaffen? Dann lesen Sie unser kleines Ice-Cream-Sandwich ABC von A bis Z.

A wie Android

Der jetzt veröffentlichte Quellcode trägt die Versionsnummer 4.0.1. Diese Version kommt auch auf dem Galaxy Nexus zum Einsatz. Android 4.0.1 umfasst über 1 Million Zeilen Code und ist rund 11 GByte groß. In mehr als 26000 Verzeichnissen findet der Entwickler 187’000 Dateien. Das grundlegende Linux-System umfasst bereits 1,2 GByte an Daten. Der eigentliche Kernel ist im Vergleich dazu winzig klein: kompiliert beträgt seine Größe gerade mal 1,5 MByte.

Abbildung 1: In diesen Verzeichnissen befindet sich der Quelltext von Android 4.0.
Abbildung 1: In diesen Verzeichnissen befindet sich der Quelltext von Android 4.0.

B wie Beam

Die neue drahtlose NFC-Technik ermöglicht neben dem bargeldlosen Bezahlen noch ein paar weitere Funktionen. Android Beam erlaubt es zum Beispiel, Kontakte, Webseiten oder beliebige andere Daten via Berührung zu übertragen. Berühren müssen sich dazu die Geräte nicht, der Abstand darf je nach Hardware ca. 4 cm betragen.

© google.com/nexusAbbildung 2: Mit Android Beam lassen sich praktisch beliebige Daten drahtlos auf ein anderes Gerät schicken.
© google.com/nexusAbbildung 2: Mit Android Beam lassen sich praktisch beliebige Daten drahtlos auf ein anderes Gerät schicken.

C wie Cream

Die Creme ist der Teil zwischen den Keksen, die am besten schmeckt. Mit dieser Creme verbindet Google die bisherigen Leckereien "Gingerbread" und "Honeycomb".

D wie Datenverbrauch

Mobile Flatrates sind entweder recht teuer oder meistens schon bei 200 oder 500 MByte an ihrem Limit. Mit Android 4.0 behalten Sie den Überblick über die hoch- und heruntergeladenen Daten und setzen einzelne Apps oder dem kompletten System grenzen. Das Ganze funktioniert auch für WLAN.

Abbildung 3: Dank Ice Cream Sandwich behalten Sie den Überblick über den Datenverbrauch der Apps.
Abbildung 3: Dank Ice Cream Sandwich behalten Sie den Überblick über den Datenverbrauch der Apps.

E wie einfache Bedienung

Ice Cream Sandwich lässt sich an zahlreichen Stellen deutlich einfacher bedienen als der Vorgänger.

F wie Face Recognition

Gesichtserkennung ist bei Google nichts Neues. In Android 4.0 lässt sie sich jedoch auch zum Entsperren des Lock-Screens einsetzen. Da müssen Ihre iPhone-Freunde passen.

Abbildung 4: Zum Entsperren bitte lächeln.
Abbildung 4: Zum Entsperren bitte lächeln.

G wie Gesten

Eine der Hauptneuerung in Android 4.0 besteht in der konsequenten Umsetzung der Wisch- und Pinch-to-Zoom-Gesten über sämtliche Google-Programme hinweg. G, steht natürlich auch für Google. Die Firma entwickelt Android im Rahmen der Open Handset Alliance.

H wie Health Device Profile

Das neue Blueetooth-Profil von Ice Cream Sandwich erlaubt den Zugriff auf medizinische und Fitness-Geräte über die Bluetooth-Schnittstelle. Damit lässt sich Android auch in der Medizin einsetzen.

I wie Internet

Android 4.0 bringt einen stark verbesserten Browser mit, der besser mit Tabs umgehen kann und auf Wunsch die Desktop-Version einer Webseite anzeigt. Google+ gehört nun zu den Standard-Apps von Android.

Abbildung 5: Die Desktop-Version einer Webseite lässt sich jederzeit abrufen.
Abbildung 5: Die Desktop-Version einer Webseite lässt sich jederzeit abrufen.

J wie Jelly Beans

So heißt vermutlich die kommende Android-Version. Ob diese aber die Versionsnummer 5.0 oder 4.1 tragen wird, steht in den Sternen, bislang ist Jenny Beans nur ein Gerücht.

K wie Kamera

Android 4.0 bringt ein gutes Dutzend neuer Kamera-Effekte und -Funktionen mit. Sämtliche ICS-Smartphones verfügen zudem auch über eine Videoschnitt-Software.

Abbildung 6: Ice Cream Sandwich verfügt über eine bessere Kamera-App mit zahlreichen Effekten und Panoramafunktion.
Abbildung 6: Ice Cream Sandwich verfügt über eine bessere Kamera-App mit zahlreichen Effekten und Panoramafunktion.

L wie Linux 3.0

Android 4.0 basiert auf dem neuen Linux-Kernel mit der Version 3.0.1. Dadurch unterstützt Android unter anderem Mehrkernprozessoren besser und kommt (theoretisch) auch mit USB-3.0-Geräten klar. Über den Quellcode von Android werden einige Verbesserungen auch in den Linux-Kernel einfließen.

M wie MTP

Mit Android 4.0 müssen Sie sich vom USB-Massenspeicher-Support verabschieden. Das Media Transfer Protocol, das Google bereits mit Honeycomb zum Standard gemacht hat, sorgt nun für die Datenübertragung zwischen Android-Smartphone und dem PC. Als Fallback-Lösung steht das PTP-Protokoll noch zur Verfügung. Die meisten Betriebssystem erkennen das Android-Gerät dann als Digitalkamera.

N wie NFC

Hat eigentlich nichts mit dem neuen Android 4.0 zu tun, dürfte sich aber 2012 in den meisten Android-Smartphones durchsetzen. Near Field Communication wird oft fälschlich als Bezahlmittel bezeichnet, NFC lässt sich aber für sehr viele weitere Nutzungsszenarien einsetzen, siehe Beam.

O wie ohne Tasten

Android 4.0 ist zwar komplett für eine Bedienung ohne Hardwaretasten ausgelegt, Sie können Ice Cream Sandwich aber auch problemlos auf einem Smartphone mit Tasten nutzen. Android blendet dann die

P wie People App

Google hat für Android 4.0 das Adressbuch komplett neu programmiert. Die App bietet nun deutlich mehr Informationen zu den Kontakten und integriert Social Networks wie Facebook und Google+.

Q wie Quad Core

Android 4.0 kommt mit Vier- und Mehrkernprozessoren von Haus aus klar. Dadurch arbeiten die meisten Apps auf Dual-Core- und Quad-Core-Geräten flotter. Das erste Android-Gerät mit einem Quad-Core- (eigentlich Quint-Core-)Prozessor ist das Transformer-Prime-Tablet von Asus.

Abbildung 7: Das Transformer Prime ist das erste Tablet mit Quadcore-CPU und bekommt vermutlich noch dieses Jahr Android 4.0.
Abbildung 7: Das Transformer Prime ist das erste Tablet mit Quadcore-CPU und bekommt vermutlich noch dieses Jahr Android 4.0.

R wie Ring

Der neue Lockscreen besitzt die Form eines Rings. Google löst damit gleich mehrere Probleme. So verletzt der Sperrbildschirm kein von Apple angemeldetes Patent mehr und bietet zudem die Möglichkeit, je nach Richtung des Unlock verschiedene Funktionen aufzurufen. Das ist auch neu gegenüber Android 3.0 Honeycomb.

Abbildung 8: Direkt aus dem Lock-Screen können Sie auch Anrufe via SMS-Nachricht ablehnen.
Abbildung 8: Direkt aus dem Lock-Screen können Sie auch Anrufe via SMS-Nachricht ablehnen.

S wie Schrift

Der neue Roboto-Font verleiht Ice Cream Sandwich ein ganz spezielles Aussehen im Magazin-Stil. Die Schrift ist nicht nur besonders gut lesbar, sie spart auch mächtig Platz.

© Matias DuarteAbbildung 9: Die neue Schrift "Roboto" trägt viel zum Aussehen von Android 4.0 bei.
© Matias DuarteAbbildung 9: Die neue Schrift "Roboto" trägt viel zum Aussehen von Android 4.0 bei.

T wie Tastatur

Android 4.0 verfügt über eine neue und verbesserte Online-Tastatur, die sich zum Beispiel durch die Sprachsteuerung ersetzen lässt.

U wie Update

Laut Andy Rubin von Google ist jedes Android-2.3-Handy in der Lage, mit Android 4.0 umzugehen. Ob Ihr Smartphone das Update bekommt, hängt jedoch in erster Linie vom Hersteller ab. Wir haben die Update-Pläne und -Termine in einem separaten Artikel zusammengefasst [1].

V wie Verschlüsselung

Android 4.0 Geräte lassen sich komplett Verschlüsseln. Sie müssen dann zwar bei jedem Start des Systems ein Passwort oder einen PIN-Code eingeben, dafür ist Ihr Gerät aber absolut sicher, wenn es jemand nach einem SIM-Kartentausch neu starten möchte.

W wie Wischgeste

Durch Apps scrollen und durch Bilder blättern war gestern. Mit Android 4.0 benutzen Sie die Wischgeste praktisch in jeder Google App, egal ob Kalender, E-Mail, Kontakte, Systemeinstellungen oder Benachrichtigungen.

X wie Xoom

Das Tablet von Motorola und die meisten Honeycomb-Tablet werden mit ziemlicher Sicherheit ein Update auf Ice Cream Sandwich bekommen.

Abbildung 10: Die meisten Honeycomb-Tablets (hier das Motorola Xoom 2) werden vermutlich ein Update auf Android 4.0 bekommen.
Abbildung 10: Die meisten Honeycomb-Tablets (hier das Motorola Xoom 2) werden vermutlich ein Update auf Android 4.0 bekommen.

Y wie You

Der Benutzer soll laut Google beim Design und der Entwicklung von Ice Cream Sandwich im Mittelpunkt gestanden haben. So gibt es zum Beispiel neu ein Me-Profil mit den wichtigsten Benutzerdaten.

Z wie Zoll

Die Größe ist bekanntlich wichtig, hier hat das neue Galaxy Nexus 4,65 Zoll zu bieten. Ice Cream Sandwich ist aber auch für kleinere Displays mit geringerer Auflösung geeignet.

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