Inhaltsverzeichnis
Der offizielle Weg: Umstieg auf ROCKETHOME (kostenpflichtig)
In der aktuellen Pressemitteilung empfiehlt devolo offiziell den Wechsel zum Partner ROCKETHOME mit Wechselservice. Da devolo die strategische Ausrichtung hin zu reiner Netzwerktechnik (Powerline & WLAN) vollzieht, soll diese Kooperation den Bestandskunden einen möglichst sanften Übergang in eine neue Software-Welt ermöglichen, ohne dass die alte Zentrale im Müll landet.
- Kein Neuanlernen: Deine Konfiguration wird übernommen, du musst nicht durch das Haus laufen und jeden Sensor neu drücken.
- Hardware-Recycling: Deine bestehende devolo-Zentrale kann in den meisten Fällen einfach weiterverwendet werden.
- Support & Cloud: Du behältst einen festen Ansprechpartner und eine funktionierende Cloud-Anbindung mit Servern in Deutschland.
- Laufende Kosten: Der Dienst ist nicht kostenlos. Das Jahresabo kostet ca. 99 €, dazu kommt eine einmalige Aktivierungsgebühr von etwa 30 €.
- Erneute Abhängigkeit: Du bleibst in einem geschlossenen System und bist darauf angewiesen, dass der neue Anbieter den Dienst langfristig aufrechterhält.
Die Profi-Lösung: Home Assistant
Wenn du maximale Freiheit suchst und keine Lust auf monatliche Gebühren hast, ist Home Assistant die mächtigste Alternative. Da die devolo-Geräte auf dem offenen Funkstandard Z-Wave basieren, kannst du sie aus dem „Gefängnis“ der Hersteller-Cloud befreien und sie direkt lokal in deinem eigenen Netzwerk ansprechen.
- Komplett Kostenlos: Keine Abogebühren, keine Lizenzkosten.
- Zukunftssicher & Lokal: Alles läuft auf deinem eigenen Server bei dir zu Hause. Selbst wenn das Internet ausfällt, funktioniert dein Smart Home weiter.
- Grenzenlose Freiheit: Du kannst devolo-Geräte mit fast jeder anderen Marke (IKEA, Philips Hue, Shelly etc.) mischen.
- Hardware-Investment: Du benötigst einen Raspberry Pi und einen Z-Wave-USB-Stick (z. B. Aeotec Stick Gen5+).
- Frickel-Faktor: Die Einrichtung ist deutlich zeitaufwendiger. Es gibt keine Import-Funktion; du musst jedes Gerät einzeln ablernen und neu anlernen.
Die komfortable Rettung: Homey Pro
Wer die Flexibilität von Home Assistant will, aber eine edle, einfache Bedienoberfläche bevorzugt, für den ist der Homey Pro die ideale Lösung. Diese Zentrale versteht fast alle „Sprachen“ des Smart Homes nativ und erlaubt es dir, die devolo-Hardware über eine offizielle App-Integration direkt anzusprechen.
In der Praxis zeigt sich, dass der Großteil des Portfolios bereits hervorragend unterstützt wird. Dazu gehören:
- Heizkörper- und Raumthermostate (perfekt für die kommende Heizperiode)
- Bewegungssensoren sowie Tür- und Fensterkontakte
- Metering Plugs (inklusive Verbrauchsmessung)
- Szenenschalter und der Home Control Keyfob




Wichtiger Hinweis: Aktuell sind Wassersensoren und Sirenen noch nicht über die offizielle App verfügbar. Hier ist die Community jedoch aktiv: Entsprechende Feature-Anfragen bei den Entwicklern laufen bereits, sodass eine Unterstützung in Zukunft möglich ist.
- All-in-One: Der Homey Pro hat die Z-Wave-Antennen bereits eingebaut (zusammen mit Zigbee, Matter, Thread und sogar Infrarot).
- Intuitive Bedienung: Die Erstellung von Automatisierungen („Flows“) funktioniert spielend einfach per Drag-and-Drop in einer modernen App.
- Kein Abo-Zwang: Die Grundfunktionen und die lokale Steuerung sind komplett kostenlos nutzbar.
- Hoher Anschaffungspreis: Mit ca. 399 € ist die Zentrale eine Investition, die sich erst über die Jahre gegenüber einem Abo rechnet.
- Einmaliger Aufwand: Auch hier müssen alle devolo-Geräte einmal manuell neu angelernt werden.
- Lücken im Sortiment: Wie erwähnt, werden noch nicht alle speziellen Sensoren (wie Wasser/Sirene) unterstützt.
Fazit: Was solltest du tun?
Das Aus für die devolo-Cloud ist kein Grund zur Panik, sondern eine Chance für ein Upgrade. Anstatt frustriert auf das Abschaltdatum zu warten, solltest du die verbleibende Zeit nutzen, um dein Smart Home auf eine stabilere und unabhängigere Basis zu stellen. Ob du dabei auf Bequemlichkeit, maximale Kontrolle oder eine schicke Benutzeroberfläche setzt, hängt ganz von deinen persönlichen Vorlieben ab:
- Wähle ROCKETHOME, wenn du den bequemsten Weg suchst und dir der Service die jährliche Gebühr wert ist.
- Wähle Home Assistant, wenn du volle Kontrolle willst und gerne Zeit in dein technisches Hobby investierst.
- Wähle Homey Pro, wenn du eine erstklassige App-Erfahrung suchst und bereit bist, einmalig in Profi-Hardware zu investieren, um danach Ruhe vor Abos zu haben. Prüfe vorher aber, ob deine Hardware von Homey unterstützt wird.
Deine devolo-Sensoren sind viel zu schade für die Tonne – sie funktionieren mit allen drei Systemen weiterhin hervorragend!
Schreib gerne in die Kommentare, welche Lösung du bevorzugst oder ob ich dir bei der Einrichtung am Homey Pro helfen kann!
