Start Aktuell Das Dual-SIM-Handy Simvalley Mobile SP-121 mit langer Akkulaufzeit im Test

Das Dual-SIM-Handy Simvalley Mobile SP-121 mit langer Akkulaufzeit im Test

Handys der Marke "Simvalley Mobile" des Versandhändlers Pearl haben kein gutes Standing. Landläufig hat sich der Begriff "China-Handy" für NoName-Androiden eingebürgert. Doch so schlecht müssen die Geräte gar nicht sein, das Dual-SIM-Handy Simvalley Mobile SP-121 überrascht uns mit guter Performance und langer Akkulaufzeit.

Full-HD-Displays, Quad-Core-CPUs, Gehäuse aus Glas und Carbon: Viele Android User geben sehr viel Geld für ein Top-Handy der neusten Generation aus. Doch es gibt auch zahlreiche Android-Fans, die nicht unbedingt das Neueste vom Neuen und Beste vom Besten suchen, stattdessen soll es ein anständiges Handy zu einem günstigen Preis sein. Das Simvalley Mobile SP-121 vom Elektronik-Versender Pearl fällt in diese Kategorie, doch taugt das 150 Euro teure Dual-SIM-Handy auch etwas im Alltag?

Rundum Kunststoff

Bei dem von Pearl aufgerufenen Preis, darf man natürlich kein Gehäuse aus edlen Materialien erwarten, dennoch macht das SP-121 einen soliden Eindruck. Auf der Oberseite umgibt ein höherwertig wirkender metallener Rahmen das Display, die Unterseite liegt dank einer durchgehenden Gummierung gut in der Hand. Aufgrund des nur 4 Zoll großen Displays können auch User mit kleinen Händen das Smartphone sicher umfassen — Größe ist nicht immer von Vorteil.





Vom Format her erinnert das Simvalley Mobile SP-121 an ein iPhone der vierten Generation.





Hinter dem Akku finden zwei SIM-Karten und eine MicroSD-Speicherkarte ihren Platz.

Der Rückendeckel des Handys lässt sich am Stück vom Gehäuse abklippsen. Darunter liegt der 1500 mAh starke Akku, der Platz für eine optionale MicroSD-Speicherkarte und zwei Slots für die beiden SIM-Karten. In welcher Reihenfolge Sie die SIM-Karten einsetzen ist dabei nicht von Relevanz. Allerdings kann immer nur ein Slot Daten im 3G-Modus übertragen, welche Karte die Datenleitung aufbauen soll, können Sie in den Einstellungen festlegen.

Nacktes Android 4.2.2

Im Gegensatz zu den großen Herstellern, baut Simvalley Mobile beim SP-121 auf ein ziemlich unverändertes Android-System in der Version 4.2.2 auf. Lediglich Funktionen zur Verwaltung der beiden SIM-Karten wurden dem System hinzugefügt, zudem finden sich weitere Apps wie eine To-do-Verwaltung, eine UKW-Radio-App oder ein Dateimanager vorinstalliert auf dem Gerät. Leider lassen sich diese Anwendungen nicht deinstallieren, falls Sie sie nicht brauchen sollten.





Das auf dem Handy installierte Android 4.2.2 wurde vom Hersteller nur wenig angepasst.





Mit nur drei Gigabyte Platz ist der interne Speicher des SP-121 sehr knapp bemessen.

Im Inneren des Geräts arbeitet ein auf 1,0 GHz getakteter MediaTek-Chip vom Typ MTK MT6572 mit zwei Kernen. Der CPU zur Seite stehen eine Mali-400-MP-GPU zum Beschleunigen der Grafikausgabe und 512 MByte RAM. Mit dieser Hardware erzielt das SP-121 passable Werte in den Benchmarks, vor allen Dingen aber arbeitet das Android-System ausgesprochen flüssig. Das Handy weckte bei uns zu keinem Zeit das Gefühl mit einer lahme Kiste arbeiten zu müssen.

Plusminus 

+ Dual-SIM-Gerät

+ Gutes Preis-/Leistungsverhältnis

+ Sehr gute Akkulaufzeit

– Wenig interner Speicher

– Schwacher Vibrationsmotor

– Niedrig auflösendes Display

Kritisch zu sehen ist der interne Speicher von nur 3 GByte. Der dem Handy zur Verfügung stehende Speicherplatz lässt sich zwar per SD-Karte schnell und günstig um bis zu 32 GByte ausbauen, doch in den externen Speicher lassen sich Apps oft nur zum Teil auslagern. Wer mit dem Handy gerne spielt oder große Apps benutzen möchte, dem wird daher sehr schnell der Speicher ausgehen.





Die in den Benchmarks erzielten Ergebnisse des SP-121 können sich durchaus sehen lassen.





direkten Vergleich hängt das Simvalley Mobile SP-121 ähnlich günstige Handys ab.

Ein Verkaufspreis von 150 Euro lässt sich jedoch nur dann erzielen, wenn man an der einen oder anderen Ecke sparen kann. Beim Simvalley Mobile SP-121 ist das eindeutig der Bildschirm. Eine Auflösung von nur 640 x 360 Pixeln wirkt im Vergleich zu nur wenig höher auflösenden Displays grob verpixelt und unscharf. Zudem erscheinen die Farben des Touchscreens nur dann kräftig, wenn man die Helligkeit des Displays auf hohe Werte einstellt — eine automatische Regelung der Bildschirmhelligkeit fehlt.

Akkulaufzeit und Kamera

Auch bei der Kamera spüren Sie die qualitativen Einschitte, die der Hersteller aufgrund des aggressiven Preises machen musste. Trotz ihrer 5 Megapixel wirken die Bilder nicht sehr scharf, besonders störend zeigen sich starke Artefakte an harten Kanten im Bild. Die Blitz-LED verdient ihren Namen nicht, sie schafft es kaum Objekte direkt vor der Linse zu erhellen. Bilder bei schlechtem Licht aufzunehmen, sollten Sie daher besser gleich ganz sein lassen.





Das Simvalley Mobile SP-121 kann mit zwei SIM-Karten gleichzeitig umgehen.





Über die Statusleiste wählen Sie, über welche Karte ein Gespräch geführt werden soll.

Bei der Akkulaufzeit holt das SP-121 jedoch verlorenen Boden wieder auf. Im Standby mit zwei aktiven SIM-Karten können Sie mit lediglich 5 Prozent Ladungsverlust pro Tag rechnen. Der Grund für diese lange Laufzeit liegt an einem Trick des MediaTek-Chipsatz. Er baut eine schnelle 3G-Verbindung nur dann auf, wenn Sie sie aktiv benutzen — zum Beispiel während Sie Webseiten aufrufen. Kommt es nicht auf schnelle Datenraten an, fällt das Handy auf eine 2G-Datenleitung zurück.

Fazit

Das Simvalley Mobile SP-121 mit Top-Handys zu vergleichen, macht natürlich keinen Sinn. Diese Geräte spielen technisch, aber auch im Preis, in einer ganz anderen Liga. Ein Gerät, an dem sich das SP-121 aber messen muss, wäre zum Beispiel das Ascend Y300 von Huawei — eines der Einsteiger-Geräte, das von uns bisher am besten bewertet wurde. Im direkten Vergleich beider Geräte hat jedes Handy seine Vor- und Nachteile.

In Bezug auf die Leistung hängt das Simvalley Mobile SP-121 das Ascend Y300 locker ab. In den Benchmarks kommt das SP-121 auf doppelt so gute Werte, was man durchaus auch in der Bedienung der Geräte spürt. Im Vergleich der Displays punktet jedoch das Huawei-Handy, die höhere Auflösung lässt kleine Schriften schärfer erscheinen, zudem muss die Helligkeit beim Y300 nicht von Hand geregelt werden.





Der im Gerät verbaute Kamera-Chip überzeugt nicht, die Blitz-LED verdient ihren Namen nicht.

Klammern wir Display und Kamera vom Fazit aus, bleibt ein gutes und kostengünstiges Handy übrig, das Android-Einsteigern Spaß machen wird. Zieht man den Bildschirm mit in Betracht, trübt sich das positive Bild ein wenig, dennoch aber nicht so stark, dass wir vom Gerät abraten würden. Allen die auf der Suche nach einem günstigen Dual-SIM-Handy sind, können wir das Pearl Simvalley SP-121 also durchaus empfehlen. 

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