Start Aktuell Cambridge University: Hört im All wirklich niemand deine Schreie?

Cambridge University: Hört im All wirklich niemand deine Schreie?

Wo keine Luft, da ist auch kein Schall. Wo kein Schall, da hört man auch keinen Schrei? Stimmt das wirklich? Die Cambridge University schickt einen Satelliten mit einem integrierten Android-Handy auf eine – auf den ersten Blick – nicht ganz ernst gemeinte Mission ins All. Euer Schrei kann mit etwas Glück mit an Bord.

Wir kennen es ja aus so gut wie jedem Science-Fiction-Film. Raumschiffe explodieren im All mit großem Getöse und einem Feuerball. Doch für ein Feuer braucht man Sauerstoff und für Schall ein "ausreichend elastisches Medium", also zum Beispiel natürlich unsere gute alte Luft. Beides ist im All jedoch nicht wirklich vorhanden. Der erste Alien-Film titelte daher "In space no one can hear you scream", doch stimmt das nun wirklich?

Der von der Cambridge University unter dem Motto Scream in Space ins All geschossene Nano-Satellit trägt ein mit zehn Schreien bestücktes marktübliches "Android-Handy" sowie Kameras und Mikros, die das Experiment aufzeichnen und wieder zurück zur Erde schicken, ins Weltall.

Die Videos werden dabei nicht einfach von den Missions-Entwicklern aufgezeichnet, sondern jeder hat die Chance sich, oder zuindest seinen Schrei ins All zu schicken. Das eigene, maximal zehn Sekunden lange Video, soll dafür auf YouTube geladen werden. Auf der Webseite kann dann die Community rund um das Projekt über die Schreie abstimmen. Die besten zehn herzzerreissenden Schreie fliegen dann ins All.


Das witzige Projekt hat durchaus einen ernsthaften wissenschaftlichen Hintergrund. Der STRaND-1 Smartphone Nanosatellite enhält nicht nur viel Technologie, die auch in Handys verbaut wird (Beschleunigungsmesser, Gyroskope, Kompasse, GPS usw.), sondern im Inneren steckt in der Tat ein unmodifiziertes Android-Handy aus dem Regal. Gegen schädliche Strahlung und die niedrigen Temperaturen gekapselt, soll das Handy in der Lage sein für wenig Geld den Satelliten zu steuern.

Bildquelle: victoria white2010, CC-BY, Flickr

 

 

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