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BubbleUPnP: Die All-in-One-Multimedia-Lösung für Android

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Längst speichern wir Musik, Fotos und Videomaterial in unserem heimischen Netzwerk auf den unterschiedlichsten Endgeräten. Doch mit der Wiedergabe von einem Gerät auf einem anderen kommen die Probleme: Die Lösung lautet Bubble UPnP.

Digital Living

In der Digital Living Network Alliance (DLNA) [1] haben sich seit 2003 namhafte Hersteller von Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen und Computern zusammengeschlossen, um ein reibungsloses Zusammenspiel der Geräte für den Privatgebrauch – etwa in Heimnetzwerken – sicherzustellen. Dabei berücksichtigt das DLNA-Zertifikat die gängigen Formate in den Bereichen Audio, Video und Foto. Auf dem Papier sind DLNA-zertifizierte Geräte in der Lage, untereinander diese Daten weiterzureichen, sofern sich die Geräte im gleichen Netzwerk (LAN oder WLAN) befinden.

So ist es eigentlich gleichgültig, auf welchem Gerät das gewünschte Video oder der gewünschte Song liegt. Jedes im Netzwerk verbundene DLNA-fähige Gerät kann die Daten abrufen und darstellen, ohne selbst über das Videomaterial zu verfügen. Ein Android-Smartphone und -Tablet kann in diesem Multimedia-Reigen sofort mitmachen, sobald es über eine entsprechende App verfügt. Doch nicht jede App kommt mit allen DLNA-Geräten klar.

Bubble you what?

DLNA ist im Kern eine herstellerneutrale Weiterentwicklung des ursprünglich von Microsoft initiierten Universal Plug & Play (UPnP) – der Name der App BubbleUPnP bezieht sich darauf. Das soll nicht weiter verwirren. Heutige DLNA-fähige Geräte kommunizieren völlig problemlos auch mit BubbleUPnP.

BubbleUPnP

BubbleUPnP [2] ist die aktuell beste Lösung für die Medienwiedergabe via DLNA unter Android. Funktioniert die Verbindung mit BubbleUPnP nicht, müssen Sie in der Regel andere Apps gar nicht erst ausprobieren. Schönere Apps gibt es zu Hauf bei Google Play, aber solche, die wie BubbleUPnP mit praktisch jedem Setup funktionieren, sind eher selten.

Bei der Nutzung von BubbleUPnP – wie auch generell bei der Verbindung zweier DLNA-fähiger Geräte – muss grundsätzlich zunächst definiert werden, welches Gerät der Abspieler (Renderer) sein soll und wer als Media Server die Daten bereitstellen soll. So kann etwa der Fernseher als Renderer die Inhalte eines Smartphones (Server) auf die Mattscheibe bringen – er kann aber auch als Server seine aufgezeichneten Sendungen auf das Handy (Renderer) übertragen. Beim Start scannt BubbleUPnP deshalb zunächst die verfügbaren DLNA-fähigen Geräte im Netzwerk. Unter Devices werden sie anschließend aufgeführt. Hier definieren Sie, welches Gerät Renderer und welches der Media Server ist.

Abbildung 1: Unter Devices legen Sie fest, welches Gerät Abspieler (Renderer) sein soll und welches die Medien bereitstellt (Media Server).
Abbildung 1: Unter Devices legen Sie fest, welches Gerät Abspieler (Renderer) sein soll und welches die Medien bereitstellt (Media Server).

An dieser Stelle wird bereits die Stärke der Technik deutlich, denn es stehen wirklich alle denkbaren Varianten offen: Das Android-Gerät mit BubbleUPnP kann Renderer oder Media Server oder auch beides zugleich sein. Es kann aber auch ganz außen vor sein und Sie wählen sowohl als Renderer als auch als Media Server zwei völlig andere Geräte im Netzwerk. In letzterem Falle fungiert die BubbleUPnP App sozusagen als Fernsteuerung zwischen zwei anderen Geräten und Sie geben zum Beispiel einem Fernseher die Anweisungen, Videos darzustellen, die von einem PC bereitgestellt werden.

Die Medien-Bibliothek

Als Media Server macht BubbleUPnP eine exzellente Figur. Er gewährt nach Antippen des Buttons Library am unteren Bildschirmrand nicht nur Zugriff auf sämtliche Mediendateien des Android-Gerätes, sondern greift auch auf Medien zu, die in der Cloud gespeichert sind – etwa auf Dropbox. Ganz besonders gefällt, dass auch Google Play Music nutzbar ist. Die Songs müssen also nicht einmal lokal auf dem Smartphone liegen, um von BubbleUPnP für andere Geräte bereitgestellt zu werden. Klasse!

Abbildung 2: Als Media Server greift BubbleUPnP nicht nur auf die lokalen Medien zu, sondern auch auf Cloud-Dienste wie Google Play Music und Dropbox.
Abbildung 2: Als Media Server greift BubbleUPnP nicht nur auf die lokalen Medien zu, sondern auch auf Cloud-Dienste wie Google Play Music und Dropbox.

Für die Auswahl der gewünschten Medien wählt die App eine Struktur, wie sie auch von herkömmlichen MP3-Playern gewohnt ist: Über Alben, Künstler, Genre erreichen Sie komfortabel die gewünschten Songs, die Sie auch in Playlisten zusammenfügen können.

Abbildung 3: Die Auswahl der Songs erfolgt wie bei einem gewöhnlichen MP3-Player - auch Playlists sind selbstverständlich möglich.
Abbildung 3: Die Auswahl der Songs erfolgt wie bei einem gewöhnlichen MP3-Player – auch Playlists sind selbstverständlich möglich.

Abbildung 4: Über das Kontextmenü (langes Antippen) eines Titels können Sie den Titel abspielen (Play), in die Abspielliste einreihen (Enqueue) oder einer Playlist hinzufügen.
Abbildung 4: Über das Kontextmenü (langes Antippen) eines Titels können Sie den Titel abspielen (Play), in die Abspielliste einreihen (Enqueue) oder einer Playlist hinzufügen.

Auch das eigentliche Abspielen ist sofort jedem vertraut, der schon mal auf seinem Smartphone Musik abgespielt hat. Tippen Sie Now playing an, sind Sie im Bilde, was gerade läuft. Titel, Album, Interpret, sofern vorhanden auch die Cover-Abbildung – das übliche. Sofern in den Einstellungen (Settings im Menü der App) aktiviert, lässt sich jedoch auch ein Lautstärkeregler einblenden. Dieser greift dann auch auf den Renderer durch, sprich: Stellt BubbleUPnP gerade Musik für Ihren Fernseher bereit, dann steuern Sie über diesen Regler die Lautstärke des Fernsehers!

Wie es sich gehört, enthält der Player in BubbleUPnP natürlich auch Funktionen wie zufallsgesteuerte Titelauswahl, Track- und Playlist-Wiederholung, einen Sleep Timer oder das Einblenden von Songtexten (erfordert die App musicXmatch). Hier bleiben also wenig Wünsche offen und es gibt durchaus zahlreiche Nutzer, die die App häufig auch gleichzeitig als Media Server und Renderer nutzen – was letztlich aus BubbleUPnP einen lokalen Abspieler macht.

Abbildung 5: BubbleUPnP liefert beim Abspielen nicht nur die üblichen Titelinfos, sondern ermöglicht auch die Steuerung der Lautstärke auf dem Renderer.
Abbildung 5: BubbleUPnP liefert beim Abspielen nicht nur die üblichen Titelinfos, sondern ermöglicht auch die Steuerung der Lautstärke auf dem Renderer.

Zugabe

Ein Blick in die Settings von BubbleUPnP offenbart die volle Leistungsfähigkeit der App. Hier definieren Sie sehr filigran das Verhalten der App als Renderer oder als Media Server. Sie können unter Control auch festlegen, ob und wann BubbleUPnP bei Inaktivität gestoppt oder beim Bootvorgang des Smartphones automatisch gestartet werden soll. Einstellmöglichkeiten in Hülle und Fülle!

Abbildung 6: Die Settings haben es in sich und erlauben zahllose individuelle Einstellungen der App.
Abbildung 6: Die Settings haben es in sich und erlauben zahllose individuelle Einstellungen der App.

Interessant ist auch die Möglichkeit, einen BubbleUPnP Server auf einem Ihrer Computer zu installieren. Einen entsprechenden Java-basierten Server liefert die Kaufversion von BubbleUPnP mit (bzw. ist über die Website des Herstellers downloadbar). Über diesen können Sie den Zugriff auf Ihre Media Server aus dem Internet – also außerhalb Ihres LANs – realisieren. Ein Setup network wizard hilft Ihnen bequem bei der Einrichtung und ist auch für Netzwerk-Laien sehr verständlich. Spätestens mit diesem Server ist der Kaufpreis der App in Höhe von 3,49 Euro ein wahres Schnäppchen.

Fazit

BubbleUPnP ist die Eierlegende Wollmilchsau, wenn das Smartphone oder Tablet bei der Multimedia-Kommunikation im Heimnetzwerk mitspielen soll. Völlig egal, ob Sie nur andere Geräte fernsteuern möchten oder Ihr Android-Gerät als Server oder Renderer aufspielen soll – mit BubbleUPnP bereitet das alles keine Probleme, selbst Google Play Music unterstützt die App. Der eigene Server für den PC, der in der Kaufversion inbegriffen ist, macht die App zum echten Schnäppchen.

5 Kommentare

  1. wenn Samsung oder wer auch immer, dann auch mal ein Handy mit einem hochauflösenden Screen rausbringt oder mit einer vernünftigen Kamera, dann ist das natürlich keine Lachnummer mehr, sondern eine richtig geile Sache, ne

  2. Hahaha echt peinlich, dass jemand sowas wie das hier nötig hat! :D
    Es ist Samsung wohl noch immer peinlich, dass sie über 1 Milliarde US-Dollar Strafe an apple wegen Patentrechts-verletzungen zahlen mussten…
    Naja lassen wir den apple-hatern halt ihren Spaß, wenn sie fieberhaft nach Ausreden suchen, warum sie sich nicht mal etwas gönnen wollen und ein iPhone kaufen… Geld dazu hätten sie ja wohl.

  3. schlecht nur, wenn man eine Lizenz erworben hat und nach einem Update plötzlich keinerlei DLNA-Quellen mehr angeboten werden, sondern nur noch lokale Musik
    da sollte man sich vorher in den Kommentaren zur App mal kundig machen
    bisher war ich überzeugt davon und habe es laufend genutzt, aber auf einmal war Schluss mit dem Spass und seitdem nur noch Nervfaktor. HiFi-Cast macht jetzt das, was der hier früher erledigte.

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